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Eintracht Frankfurt hat Ndicka-Ersatz auf dem Zettel – er wäre ablösefrei zu haben

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Von: Antonio José Riether

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Markus Krösche ist auf der Suche nach einem Innenverteidiger scheinbar fündig geworden.
Markus Krösche ist auf der Suche nach einem Innenverteidiger scheinbar fündig geworden. © osnapix/imago-images

Im Sommer könnte Evan Ndicka Eintracht Frankfurt verlassen. Doch die SGE ist offenbar schon an einem Ersatz dran, der ablösefrei verpflichtet werden könnte.

Frankfurt - In den vergangenen Jahren hatte Eintracht Frankfurt meist ein glückliches Händchen auf dem Transfermarkt. Die Verantwortlichen der SGE bemühen sich derzeit um mögliche Verstärkungen für den Sommer, wohl auch um auf etwaige Abgänge zu reagieren. So könnte der umworbene Innenverteidiger Evan Ndicka die Eintracht nach der Saison verlassen, es soll mehrere Interessenten für den Franzosen geben.

Sportvorstand Markus Krösche soll aber schon einen Nachfolger für den Abwehrmann ins Auge gefasst haben. Nach Informationen der Bild-Zeitung sollen die Frankfurter einen Transfer des Innenverteidigers Jérôme Onguéné in Erwägung ziehen. Der Kameruner läuft seit 2017 für den österreichischen Serienmeister RB Salzburg auf und feierte mit den Mozartstädtern vier Meisterschaften und drei Pokalsiege. Im vergangenen Jahr spielte er jedoch keine allzu große Rolle unter seinem damaligen Trainer Jesse Marsch und wurde an den CFC Genua ausgeliehen.

Eintracht Frankfurt: Verteidiger Jérôme Onguéné machte bereits erste Erfahrungen in Deutschland

Bei seiner Leihe überzeugte er jedoch nicht unbedingt und kehrte nach nur vier Einsätzen in der Serie A zurück nach Österreich. In Salzburg endet sein Vertrag allerdings schon Ende Juni diesen Jahres, was wiederum die Eintracht auf den Plan ruft, die ihn ablösefrei verpflichten könnte. Dem Bild-Bericht zufolge soll er „ganz oben“ auf der Liste der Hessen stehen.

Der Transfer hätte neben den vergleichsweise günstigen finanziellen Umständen einen weiteren Vorteil. Der im Kamerun geborene Onguéné wuchs im französischen Mühlhausen auf, einer zweisprachigen Stadt am Oberrhein. Dort machte er die ersten Schritte im Fußball, ehe er in die Jugendabteilung des FC Sochaux wechselte. Eine Sprachbarriere würde es also nicht geben.

Jérôme Onguéné bei einem seiner raren Einsätze in Italien.
Jérôme Onguéné bei einem seiner raren Einsätze in Italien. © Danilo Vigo/imago-images

Außerdem machte Onguéné bereits erste Erfahrungen im deutschen Fußball, wenn auch keine besonders guten. Im Januar 2017 verpflichtete der VfB Stuttgart den damals 19-Jährigen für zweieinhalb Millionen Euro, jedoch schaffte er es nicht, sich beim damaligen Zweitligisten durchsetzen. In gerade einmal zwei Partien lief er während einer Halbserie für die VfB-Reserve in der Regionalliga Südwest auf. Nach den zwei Einsätzen war das Abenteuer Deutschland vorerst beendet, leihweise wechselte er zu RB Salzburg.

Eintracht Frankfurt: Wird Onguéné der vierte Sommer-Transfer? SGE nicht der einzige Interessent

Dort stieg er zum Stammspieler auf und wechselte ein Jahr später für 2 Millionen Euro fest in die österreichische Bundesliga. In Salzburg sammelte Onguéné auch internationale Erfahrung, 13 Spiele absolvierte er in der Champions League, acht weitere in der Europa League. Auch in der kamerunischen Nationalmannschaft sammelte er Eindrücke fernab des Ligaalltags, aktuell nimmt er in seiner Heimat am Afrika Cup teil und machte am Donnerstag mit seinem Team den Achtelfinal-Einzug perfekt.

Für Frankfurt wäre Onguéné nach den sehr wahrscheinlichen Verstärkungen von Linksaußen Faride Alidou, Stürmer Randal Kolo Muani und Verteidiger Hrvoje Smolcic wohl einer von bisher vier Neuzugängen. Die Eintracht ist allerdings nicht der einzige Interessent, auch der VfL Wolfsburg soll Onguéné als möglichen Ersatz für Maxence Lacroix auf dem Schirm haben. (ajr)

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