Maouassa und Kostic
+
Faitout Maouassa (l.) könnte Filip Kostic (r.) bei Eintracht Frankfurt ersetzen.

Kaderplanung bei Eintracht Frankfurt

Kostic vor Eintracht-Abschied? SGE schielt auf französisches Top-Talent

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
    schließen

Ob Filip Kostic bei der Eintracht bleibt, ist offen. Falls nicht, könnte ihn ein Talent aus Frankreich ersetzen. Die SGE schaut sich bereits um.

Frankfurt/Rennes – Hinter den Kulissen laufen die Planungen für die kommende Spielzeit bei Eintracht Frankfurt bereits seit Wochen. Zwar trat Markus Krösche sein neues Amt als Sportvorstand erst am 1. Juni offiziell an. Jedoch war erschon einige Zeit davor in interne Prozesse, vor allem Transfer, eingeweiht.

Die zwei spannendsten SGE-Personalien der Transferperiode sind zweifelsfrei André Silva und Filip Kostic. Beide waren in der vergangenen Saison Leistungsträger und überzeugten in zahlreichen Partien. Silva schoss 28 Tore, Kostic bereitete 17 Treffer vor. Bei Silva gibt es zahlreiche Interessenten, zuletzt hat auch ein Bundesligist Interesse gezeigt. Auch für Kostic gibt es mehrere mögliche Käufer. Heißester Anwärter auf einen Transfer des Serben ist weiterhin Inter Mailand. Kürzlich kursierte unter anderem das Gerücht, dass es zu einem spektakulären Tausch zwischen der SGE und der Nerazzurri kommen könnte.

Eintracht Frankfurt: Ersatz für Filip Kostic auf Frankreich im Anflug?

Falls es zu einem Kostic-Transfer kommen würde, müsste sich die Eintracht um adäquaten Ersatz bemühen. Den 28-Jährigen eins zu eins ersetzen zu wollen, erscheint nahezu unmöglich. Eine Möglichkeit dies zu bewältigen, wäre ein Perspektivspieler mit Potenzial. Ein Akteur, der vor einer großen Zukunft stehen könnte und der aktuell mit der Eintracht in Verbindung gebracht wird, ist Faitout Maouassa.

Faitout Maouassa im Trikot von Stade Rennes in der Partie gegen die AS Monaco. (Archivfoto)

Der 22-jährige Maouassa spielt derzeit bei Stade Rennes in der französischen Ligue 1. Zuvor stand er beim AS Nancy unter Vertrag und war zwischenzeitlich von Rennes an Olympique Nimes ausgeliehen, wo ihm der finale Durchbruch gelang. Ein Bericht der französischen Tageszeitung Le Parisien bringt Maouassa nun mit Eintracht Frankfurt in Verbindung. Demnach soll es erste Gespräche zwischen den Verantwortlichen gegeben haben, ein offizielles Angebot jedoch bislang noch nicht.

Der 22-Jährige ist Linksfuß und lief für Stade Rennes in der vergangenen Spielzeit vor allem als Außenverteidiger auf. Jedoch besitzt Maouassa einen großen Offensivdrang, was zahlreiche Spielzüge über seine Außenbahn belegen. Dabei glänzte der junge Franzose durch enge Ballführung und aggressives Gegenpressing.

Faitout Maouassa im Trikot der U21 Frankreichs Ende Mai 2021. (Archivfoto)

Eintracht Frankfurt: Erste Gespräche zwischen der SGE und Stade Rennes

Dass es sich bei Faitout Maouassa noch um ein Talent und nicht um einen Spieler der Größenordnung Kostic handelt, zeigen hingegen seine Daten. Denn: Eine Vorlagenquote, welche der Serbe vergangene Saison aufwies, kann für Maouassa lediglich die Zielvorstellung sein. Er konnte in 23 Ligaspielen lediglich eine Torvorlage vorweisen. Dabei hat er offenbar ein Problem, das Kostic vor wenigen Jahren ebenfalls nachgesagt wurde. Kostic galt in seiner Zeit beim VfB Stuttgart und beim Hamburger SV als einer der meistflankenden Spieler. Davon kamen jedoch die wenigsten Bälle bei einem Abnehmer an. Daran scheint der 28-Jährige gearbeitet zu haben, wie die Statistik der abgelaufenen Spielzeit eindrucksvoll belegt.

Maouassa hat den Sprung in Ausland bislang noch nicht gewagt. Angebote wären jedenfalls dagewesen. Im Jahr 2019 bot beispielsweise Newcastle United aus der Premier League acht Millionen Euro für den damals 20-Jährigen. Damals sagte er der französischen Zeitung L‘Équipe: „Ich gebe zu, das hat mich geschockt. Weil die Premier League für alle ein Traum ist. Aber ich war noch nicht bereit. Ich muss noch wachsen.“

Fazit: Ob Faitout Maouassa an den Main wechseln wird, ist unklar. Es handelt sich lediglich um erste Gespräche zwischen den Klubs, mehr noch nicht. Das Potenzial die linke Seite der Eintracht mit Nachdruck beackern zu können, könnte der 22-Jährige tatsächlich haben. Derweil ist allerdings ungewiss, ob die SGE-Verantwortlichen um Markus Krösche im Falle eines Kostic-Abgangs eher auf einen „fertigen“, als einen entwicklungsfähigen Spieler setzen wollen. Das Onlineportal Transfermarkt.de schätzt den Marktwert des 22-Jährigen auf zwölf Millionen Euro, was etwas zu hochgegriffen erscheint. Durch entsprechende Verhandlung könnte dieser Preis in eine Region gedrückt werden, die für die Eintracht bezahlbar wäre. (Tobias Utz)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare