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Neues „Büffel“-Trio bei Eintracht Frankfurt – Luka Jovic führt es an

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    vonStefan Krieger
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Es war eine Rückkehr nach Maß: Luka Jovic trifft in drei Kurzeinsätzen dreimal für Eintracht Frankfurt. Das lässt für die Zukunft hoffen.

  • Luka Jovic stellt sich nach seiner Rückkehr zu Eintracht Frankfurt erstmals den Fragen der Medien.
  • Der Serbe ist sichtlich froh darüber, wieder in Frankfurt zu sein.
  • Und der Stürmer formuliert durchaus abitionierte Ziele.

Frankfurt – Luka Jovic, Eintracht-Rückkehrer von Real Madrid, fühlt sich sichtlich wohl in seiner neuen Heimat, die so neu ja gar nicht für ihn ist. Bei einer Online-Medienrunde am Dienstag (26.01.2021) stellte sich der 23 Jahre alte Serbe erstmals öffentlich den Fragen der Reporter, und ein ums andere Mal huschte ein Grinsen über sein Gesicht. Luka Jovic kann wieder lachen, und das hat sicher auch damit zu tun, dass sein Einstand bei Eintracht Frankfurt kaum besser hätte laufen können.

Drei Kurzeinsätze, drei Treffer. Mehr, als dem Stürmer in den anderthalb Jahren bei Real Madrid gelungen waren. Das spricht für sich. Luka Jovic tut Eintracht Frankfurt gut – und umgekehrt.

Luka Jovic lobt sein neues Team bei Eintracht Frankfurt

Und so sprudelte es förmlich aus dem Rückkehrer heraus. Luka Jovic war voll des Lobes für seine neuen Mitspieler: „Das Team hat sich qualitativ verbessert. Ich würde niemanden hervorheben. Alles ist insgesamt auf einem guten Stand. Wir sind in der Lage, in dieser Saison Großes zu erreichen.“ Es sei „sehr schön, wieder hier zu sein. Ich bin glücklich und fühle mich sehr wohl“, sagte er: „Der Spielstil, die Stadt und das Team liegen mir sehr gut.“ Sogar von der Champions League sprach der Serbe, und weckte so Erinnerungen an die spektakuläre Saison vor zwei Jahren. Damals, als die „Büffelherde“ aus Sebastien Haller, Ante Rebic und eben Luka Jovic durch die Europa League stürmte, die Fans begeisterte und schließlich doch getrennt wurde, weil die Top-Klubs der Eintracht die Spieler wegkauften. Am Ende wurde die Qualifikation zur Champions League nur knapp verpasst.

Luka Jovic benötigte kaum Zeit, um in Frankfurt anzukommen. (Archivfoto)

Eintracht Frankfurt ist in der Bundesliga – neben dem SC Freiburg – die Mannschaft der Stunde. Das ist allerdings nicht alleine der Verdienst von Luka Jovic. Ein neues Trio ist entstanden, eines, das in den bislang nur kurzen Phasen des gemeinsamen Auftretens seine Klasse aber schon richtig aufblitzen ließ. Die Offensive der Eintracht ist durch die Rückkehr von Jovic variabler geworden, Andre Silva trifft fast, wie er will, und Filip Kostic blüht seit der Rückkehr des alten Kumpels sichtlich auf. Jovic scheint auf Filip Kostic einen guten Einfluss zu haben. „Ich habe gehört, dass Filip wieder öfter lächelt als zuletzt“, sagte Jovic und ergänzte mit einem Grinsen: „Ein wenig hat es vielleicht auch mit meiner Rückkehr zu tun.“

Eintracht Frankfurt und Luka Jovic – Das passt einfach

Bislang kam Jovic zu drei Kurzeinsätzen von der Bank. Er selbst sieht das gelassen: „Ich brauche noch etwas Zeit, um zu meiner Bestform zu gelangen“, sagte der Angreifer. Doch es scheint einzig eine Frage der Zeit, bis Trainer Adi Hütter das Trio auch gemeinsam von Beginn an loslässt. Druck will sich Luka Jovic aber nicht machen. Eine konkrete Anzahl an Toren habe er sich für die Rückrunde nicht vorgenommen, sagte er. Zu seiner Zeit in Madrid äußerte sich der Rückkehrer zurückhaltend: „Ich hatte in Madrid Pech, auch mit Verletzungen, und privat lief nicht alles glatt. Ich habe das Glück, dass ich hier ein großes Standing auch beim Trainer habe.“

Nur zwei Zähler Rückstand auf Platz vier sind es vor dem Heimspiel am kommenden Samstag (30.01.2021) gegen Hertha BSC unter deren neuen Trainer Pal Dardai. Und womöglich stehen schon dann die drei neuen „Büffel“ gemeinsam in der Startelf, sieben der vergangenen zehn Tore gehen schließlich auf ihr Konto.

Eintracht Frankfurt und Luka Jovic: Was im Sommer kommt, ist offen

Offen bleibt natürlich, wie es für Luka Jovic im Sommer weitergeht. Weit in die Zukunft blicken will er noch nicht. „Ich konzentriere mich auf die Eintracht und meine Form“, sagte Jovic. Die Ziele sind schließlich groß. Und wer kann jetzt schon sagen, was im Sommer sein wird. Vielleicht nicht die Champions League – aber ein Platz in Europa ist durchaus drin. (Stefan Krieger)

Rubriklistenbild: © Anke Waelischmiller/Sven Simon/Imago Images

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