Adi Hütter, Trainer von Eintracht Frankfurt
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Eintracht Frankfurt muss auf den Weggang von Bas Dost reagieren. Adi Hütter benötigt einen neuen Stürmer im SGE-Kader. (Archivfoto)

Eintracht Frankfurt

Rückkehr eines Stürmer-Stars bei der SGE?

  • Stefan Krieger
    vonStefan Krieger
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Der Weggang von Bas Dos bereitet Adi Hütter Probleme. Jetzt gibt es Gerüchte über die Rückkehr eines Stürmer-Stars.

  • Eintracht Frankfurt verzeichnet den Abgang eines weiteren Stürmers.
  • Mit Bas Dost verlässt ein erfahrener Bundesligaspieler die Hessen.
  • Jetzt wird es eng im Sturm bei der Mannschaft von Trainer Adi Hütter.

Frankfurt - Normalerweise ist der Heiligabend nicht dafür bekannt, dass auf dem Transfermarkt große Dinge verkündet werden. Bei Eintracht Frankfurt war das heuer ein wenig anders. Der hessische Erstligist präsentierte den Fans ein Weihnachtsgeschenk in Form eines Abgangs. Angreifer Bas Dost verliess den Club Richtung Brügge, und Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic begründete den Transfer auch mit dem Wunsch des Spielers anch Veränderung: „Die Pandemie hat auch uns bekanntlich vor wirtschaftliche Herausforderungen gestellt. Der FC Brügge hat sich sehr um Bas bemüht, und für uns handelt es sich um ein lukratives Gesamtpaket. Die oberste Maxime in dieser Zeit ist, wirtschaftlich sinnvoll und zum Wohle von Eintracht Frankfurt zu handeln. Dem kommen wir nach, indem wir dem Spieler einen Wunsch erfüllen.“ So Bobic in einer Mitteilung des Vereins.

Eintracht Frankfurt: Der Abgang von Bas Dost spart viel Gehalt

Etwas mehr als vier Millionen Euro an Ablöse sollen die Belgier für Bas Dost bezahlt haben, hinzu kommt die Ersparnis von rund vier Millionen Euro Gehalt, die der Holländer noch bis zum Ende der Vertragslaufzeit im Sommer 2022 bezogen hätte. Geld, das die Eintracht sicher ganz gut gebrauchen kann, und Geld, das sicher auch zumindest in Teilen in einen Ersatz investiert werden muss. 

Denn eines ist nach dem Abgang von Bas Dost klar: Trainer Adi Hütter gehen langsam die Stürmer aus. Nachdem die Hessen zuvor schon Goncalo Paciencia an Schalke 04 verliehen hatten, steht mit Andre Silva nur noch ein erfahrener Angreifer im Kader von Eintracht Frankfurt. Nachwuchs-Stürmer Ragnar Ache befindet sich nach einer Operation noch in der Reha und mit Dejan Joveljic war schon im Sommer ein weiterer Angreifer verliehen worden. Was also fehlt, ist ein Ersatz für Dost, der in insgesamt 43 Pflichtspielen immerhin auf 15 Tore gekommen ist, auch wenn er nicht immer Stammspieler war. Eintracht Frankfurt braucht einen Spieler, der im besten Fall die Liga kennt und sofort ohne große Anpassungsschwierigkeiten funktionieren würde.

Eintracht Frankfurt (SGE): Gerüchte um die Rückkehr von Luka Jovic

Kaum war also der Wechsel des 31 Jahre alten Dost verkündet, kam es am Main zu Spekulationen um eine mögliche Rückkehr von Luka Jovic. Der Serbe war im Sommer 2019 für rund 60 Millionen Euro von der Eintracht zu Real Madrid gewechselt, wo er allerdings nicht wirklich Fuß fassen konnte. In dieser Saison absolvierte der 23-Jährige lediglich vier Spiele für die Königlichen, das vorerst letzte Ende November.

Luka Jovic kommt bei Real Madrid nicht über die Rolle des Reservisten hinaus. Ein Wechsel steht im Raum. (Archivfoto)

Es ist also fraglich, ob Jovic wirklich auf Anhieb funktionieren könnte, ganz abgesehen davon, dass ein solcher Deal mit Blick auf das Gehalt von Jovic bei Real finanziell nur schwer zu stemmen sein dürfte. Spielpraxis jedenfalls hat Jovic in dieser Saison jedenfalls nicht wirklich sammeln können.

Eintracht Frankfurt: Fredi Bobic „beobachtet den Markt“

Viel Zeit bei der Suche nach einem Nachfolger für Bas Dost bleibt Fredi Bobic ohnehin nicht. Bereits am kommenden Samstag geht es für die Frankfurter nach der kurzen Weihnachtspause gegen den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen weiter. „Wir beobachten den Markt wie gewohnt mit großer Ruhe und schauen, ob etwas möglich ist. Das ist in erster Linie eine wirtschaftliche Frage“, sagte Bobic. Vieles deutet also darauf hin, dass man nach einem Nachfolger von den Ersatzbänken eines anderen Bundesligisten suchen wird - zur Not als Leihe bis zum Ende der Saison. Oder man besinnt sich wieder darauf, in der Liga weniger bekannte Akteure aus dem Ausland zu scouten. Das hat ja in der Vergangenheit schon das ein oder andere Mal ganz gut geklappt. Das Beispiel Luka Jovic lässt grüßen. (Stefan Krieger)

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