Adi Hütter und Florian Kohfeldt, die Trainer von Eintracht Frankfurt und dem SV Werder Bremen.
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Adi Hütter und Florian Kohfeldt, die Trainer von Eintracht Frankfurt und dem SV Werder Bremen.

SGE

Misstöne zwischen Eintracht Frankfurt und SV Werder Bremen – Hütter verärgert

  • Melanie Gottschalk
    vonMelanie Gottschalk
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Vor dem Pokalspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem SV Werder Bremen ist das Verhältnis der beiden Klubs angespannt. 

  • Eintracht Frankfurt trifft im DFB-Pokal auf den SV Werder Bremen
  • Misstöne zwischen den beiden Mannschaften
  • Eintracht Frankfurt will ins Finale nach Berlin

Frankfurt - Vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale zwischenEintracht Frankfurt und dem SV Werder Bremen gibt es Misstöne zwischen den beiden Teams. Grund dafür ist die Absage der Bundesliga-Partie zwischen der Eintracht und Bremen am vergangenen Sonntag (01.03.2020). Der Grund für die Absage war die Verschiebung des Europa-League-Zwischenrundenspiels gegen denFC Salzburg auf Freitag (28.02.2020). Eine Orkanwarnung in Österreich hatte zur Verschiebung des Spiels geführt. Eintracht Frankfurt hätte nur knapp zwei Tage bis zu ihrem nächsten Spiel gehabt, hätte die Partie zwischen der SGE und Werder am Sonntag stattgefunden.

Die Deutsche Fußball-Liga hatte deshalb alleine aus sportlichen Gründen mit Blick auf einen „fairen Wettbewerb“ in der ganzen Liga entschieden, das Spiel auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Florian Kohfeldt, Trainer des SV Werder Bremen, schmeckte diese Absage so gar nicht. „Wir ziehen unsere Hauptmotivation daraus, dass eine schlechte Entscheidung zu unserem Nachteil gefällt wurde“, sagte er vor dem Pokalspiel der beiden Mannschaften am Mittwoch. „Wieder haben wir es mit Widerständen gegen uns zu tun. Jetzt wollen wir es allen zeigen.“

Eintracht Frankfurt: Trainer Adi Hütter verärgert über Kohfeldts Aussagen

Eintracht-Trainer Adi Hütter reagierte verärgert auf diese Aussage. „Grundsätzlich braucht man in einem Viertelfinale des DFB-Pokals von außen keinen Motivationsschub“, sagte er.  Er wünsche sich, dass man in Bremen „empathischer denken“ würde. Hütter verwies auf die Belastung durch die Europa-League-Spiele von Eintracht Frankfurt und darauf, dass seine Mannschaft ohne das verschobene Spiel nur zwei Tage Ruhe gehabt hätte nach dem internationalen Auftritt in Salzburg.

Dass diese Bockigkeit der Hanseaten nun die Frankfurter extra anspornen könnte, „die Chance, einen großen Schritt in Richtung Berlin zu machen und einen ähnlichen Weg wie 2018 zu gehen“ (Hütter), energischer anzugehen, ist nicht ausgeschlossen. „Das ist unser klares Ziel“, bekräftigte der Coach. Schließlich hat die Eintracht über den Einzug ins Finale oder sogar des sechsten Gewinns des DFB-Pokals die große Chance, wieder in die geliebte Europa League zurückzukehren. In der Bundesliga liegt der Tabellenzwölfte acht Punkte von einem Europacup-Rang entfernt.

Eintracht Frankfurt will ins Halbfinale des DFB-Pokals einziehen

Eintracht Frankfurt geht nach dem Einzug ins Achtelfinale der Europa League mit gestärktem Selbstbewusstsein in das Pokalspiel, das mit 51.500 Zuschauern ausverkauft ist. „Aktuell geht es Schlag auf Schlag. Ich denke, das sind jetzt die Früchte, die wir ernten“, meinte Eintracht-Neuzugang Stefan Ilsanker. „Es ist natürlich ein extrem wichtiges Spiel für uns, das alles andere als einfach wird.“ Bremen stehe mit dem Rücken zur Wand. „Aber wir wollen natürlich wieder ins Pokalfinale“, sagte er. Zuletzt hatten die Hessen 2017 und 2018 das Endspiel in Berlin erreicht.

Melanie Gottschalk mit dpa

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