Amin Younes von Eintracht Frankfurt. Seine pro-palästina-Posts sorgten in den sozialen Medien für Kritik. (Archivbild)
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Amin Younes von Eintracht Frankfurt. Seine pro-palästina-Posts sorgten in den sozialen Medien für Kritik. (Archivbild)

Amin Younes

Eintracht Frankfurt: Profis wegen Posts zum Nahost-Konflikt in der Kritik – Verein äußert sich

  • vonSebastian Richter
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Eintracht-Stürmer Amin Younes äußert sich auf Instagram zum Nahost-Konflikt. Sein Verein springt ihm zur Seite.

Frankfurt – Im Nahen Osten eskaliert die Gewalt immer weiter. Eintracht-Profis wie Amin Younes oder Almamy Touré äußerten sich in den sozialen Netzwerken zu dem Konflikt. Auch die Eintracht Frankfurt selbst regierte mit einer Stellungnahme.

„Es ist beschämend, dass es Menschen gibt, die den Konflikt im Nahen Osten für offenen Antisemitismus, für Gewalt gegen Juden und jüdische Einrichtungen vor unseren Haustüren zum Anlass nehmen“, heißt es in der Mitteilung der Eintracht. Dabei bezieht sich der Verein nicht auf die eigenen Spieler. „Nach einem sehr positiven Austausch mit den betroffenen Spielern gibt es keinen Zweifel an ihrer friedlichen Gesinnung“, so der Verein in der Mitteilung.

Eintracht Frankfurt verteidigt seine Spieler: Glaubhaft gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus

„Sie haben uns glaubhaft versichert, dass sie für das friedliche Miteinander aller Religionen eintreten, sich klar gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus positionieren“, so der Verein weiter. Damit teilen die Spieler „in allen Punkten“ das Werteverständnis der Eintracht Frankfurt. „Allerdings zeigen die Beispiele, dass jede Meinungsäußerung auch immer in der Wirkung auf andere gesehen werden muss und daher wohl überlegt sein sollte.“

Zuvor hatte der Eintracht-Spieler Amin Younes bei Instagram ein Foto gepostet*, auf dem ein Mann mit einer palästinensischen Flagge zu sehen ist, der von israelischen Soldaten bestürmt wird. Dazu schrieb der Profi „Mayallahbewithyou“ („Möge Allah mit Dir sein“). Diese pro-palästinensische Äußerung wurde unter anderem vom jüdischen Verein Makkabi aus Frankfurt kritisiert.

Eintracht Frankfurt: Amin Younes steht hinter seinem Post zum Nahost-Konflikt

Auch Younes selbst verteidigte seinen Post. „Es war eine spontane Meinungsäußerung ohne Absicht, eine andere Religion oder Menschen anderen Glaubens zu verletzen“, schrieb der 27-Jährige am Donnerstag in den Sozialen Medien.

„Im Gegenteil, es war ja gerade der Angriff auf Betende, der mich dazu veranlasste. Für mich ist die Freiheit der Religion und der Religionsausübung von höchstem Wert und ich wende mich gegen Gewalt jeder Art, egal von welcher Seite. Es ist furchtbar, mit anzusehen, dass wieder so viele Menschen, egal welchen Glaubens, in diesem Konflikt ihr Leben lassen müssen.“ (Sebastian Richter/dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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