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Eintracht Frankfurt: Nur 3000 Tickets für London – West Ham droht mit Stadionverweisen

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Von: Stefan Krieger

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Vor der Kür im Halbfinale der Europa League steht für Eintracht Frankfurt noch die Pflicht in der Bundesliga an.

Frankfurt - Für Eintracht Frankfurt steht nach dem Galaauftritt in Barcelona das nächste wichtigste Spiel der jüngeren Vereinsgeschichte an. Damit ist natürlich nicht die Begegnung gegen die TSG Hoffenheim in der Bundesliga am Samstag (23.04.2022) gemeint. In der Bundesliga geht es für die Hessen nicht mehr um viel, auch wenn Sportvorstand Markus Krösche nicht müde wird zu betonen, dass die Bundesliga für die Eintracht „die Basis“ sei.

Krösche ist mit dem bisherigen Verlauf der Punktrunde nicht wirklich zufrieden. „Wir haben auf der einen Seite in der Europa League Außergewöhnliches erreicht, sind aber mit unserer Bundesligasaison nicht zufrieden, speziell mit den Ergebnissen mit der Rückrunde“, wird der Manager auf der Homepage des Klubs zitiert. Krösche appelliert deshalb an das Team von Trainer Oliver Glasner: „Es ist für uns extrem wichtig, gegen Hoffenheim zu gewinnen. Dass wir zu wenige Heimspiel gewonnen haben, ist nämlich auch ein Thema, das uns bewusst ist und an dem wir arbeiten. Unabhängig von der Ausgangslage möchten wir versuchen, die maximale Punktzahl zu erreichen.“

Eintracht Frankfurt: West Ham stellt 3000 Tickets zur Verfügung

Trotzdem kann auch Krösche kaum bestreiten, dass man bei Eintracht Frankfurt den Fokus jetzt vor allem auf die noch bevorstehenden Spiele in der Europa League richtet. Auch die Anhänger der Eintracht freuen sich natürlich auf die Partie am 28. April in London gegen West Ham United. Dass es im Olympiastadion der britischen Hauptstadt zu einer ähnlichen Invasion Frankfurter Anhänger wie in Barcelona kommen wird, ist allerdings mehr als unwahrscheinlich.

So voll wird es in London sicher nicht: Fans von Eintracht Frankfurt im Camp Nou.
So voll wird es in London sicher nicht: Fans von Eintracht Frankfurt im Camp Nou. © Xavier Bonilla/Imago

Für das Europa-League-Halbfinale bei West Ham United bekommen die Fans der SGE nämlich lediglich ein Kontingent von 3000 Tickets zur Verfügung gestellt. Beim Viertelfinalrückspiel (3:2) beim FC Barcelonawaren zuletzt über 25.000 Anhänger der Eintracht ins Camp Nou gekommen, obwohl der Verein offiziell nur etwas weniger als 5000 Karten erhalten hatte. „Unsere Fans sind am kreativsten, sich auf allen Wegen Tickets zu besorgen. Das war so und wird immer so sein“, sagte Vorstandssprecher Axel Hellmann.

Eintracht Frankfurt: London fährt „Zero Tolerance Policy“

Für das Hinspiel im Londoner Olympiastadion dürfte es aber deutlich schwieriger werden. Nach Ablauf der ersten Phase der Vorbestellungen am Freitag (22.04.2022) sollen zunächst alle Bewerber über den Erfolg ihres Antrags informiert werden.

Der Londoner Traditionsklub warnte die Fans „ausdrücklich“ vor dem Ticketkauf bei Drittanbietern oder Online-Plattformen. „Fans von Eintracht Frankfurt mit Karten für andere als die für Eintracht Frankfurt vorgesehenen und zugewiesenen Bereiche werden nicht ins Stadion gelassen beziehungsweise des Stadions verwiesen“, hieß es in der Vereinsmitteilung der Eintracht. Auf diese sogenannte „Zero Tolerance Policy“ sei man „ausdrücklich“ vom Halbfinalgegner hingewiesen worden. Das Rückspiel steigt dann am 5. Mai in Frankfurt, wo für englische Fans ähnliche Restriktionen gelten dürften.

Eintracht Frankfurt: Karten fürs Finale können bereits geordert werden

Ganz optimistische Fußballfans können sich ungeachtet des Ergebnisses des Halbfinals schon jetzt mit Karten für das Finale der Europa League eindecken. Wie die Europäische Fußball-Union (UEFA) mitteilte, startete der allgemeine Vorverkauf in der ersten Phase bereits am Mittwoch (20.04.2022).

Für das Endspiel in Sevilla gibt es in dieser Phase 13.000 Tickets im Wert von 40 bis 150 Euro, später gehen noch 10.000 Tickets pro teilnehmendem Verein in den Verkauf. Im Estadio Ramon-Pizjuan könnte es am 18. Mai zum deutschen Duell zwischen der Eintracht und RB Leipzig kommen.

Bei den Endspielen gibt es innerhalb der Vereinskontingente jeweils tausende Freikarten, „um das Herzblut des Fußballs für seine treue Unterstützung während der Pandemie zu belohnen“, teilte die UEFA mit. (skr/dpa/sid)

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