Oliver Glasner, Trainer von Eintracht Frankfurt
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Oliver Glasner, Trainer von Eintracht Frankfurt.

Eintracht Frankfurt

Filip Kostic „angefressen“ - Oliver Glasner nimmt Stellung

Nach dem Wechseltheater um Filip Kostic hat sich Eintracht-Trainer Oliver Glasner zu Details geäußert.

Frankfurt – Das Wechseltheater um Filip Kostic sorgte wochenlang für Unruhe am Main. Ein offizielles Angebot für den flinken Außenspieler fehlte, dennoch musste sich die sportliche Leitung um Markus Krösche Gedanken um einen potenziellen Nachfolger für den 28-Jährigen machen. Schlussendlich blieb Kostic bei Eintracht Frankfurt.

Die Causa sorgt auch noch nach Schluss des Transferfensters für Diskussionen: Ein Klärungsgespräch zwischen verantwortlicher Seite und dem Spieler steht offenbar noch aus. Das berichtet der Hessische Rundfunk. SGE-Trainer Oliver Glasner hat sich nun zu den Verhandlungen um Kostic geäußert. Ein zentraler Aspekt dessen war die finanzielle Situation. Alle kolportierten Ablösesummen lagen weit von Kostics Marktwert (rund 35 Millionen) entfernt. Verständlicherweise rückte Markus Krösche nicht von seinen Forderungen ab – vor allem, da Kostics Vertrag am Main noch bis zum Sommer 2023 läuft.

Eintracht Frankfurt: Filip Kostic nach Wechseltheater „angefressen“

Eine Ausstiegsklausel, die sich mittlerweile in vielen Profiverträgen wiederfindet, hätte als Orientierung dienen können. Laut Glasner wäre eine Klausel durchaus sinnvoll gewesen. „Ist der Preis festgelegt, kann kein Spieler sagen: Hey, ich will, dass ihr mich billiger gehen lasst. Eine Ausstiegsklausel sorgt für völlige Transparenz“, so Glasner im Interview mit dem Kicker. Weiter führte er aus: „Wenn es bei einem Spieler eine Ausstiegsklausel über 25 Millionen Euro gäbe, wäre er doch nie angefressen, wenn wir ihn nicht für zehn Millionen Euro verkaufen würden.“ Ganz im Gegenteil sei es „harmonischer“, falls man sich mit dem anderen Verein „bei 20 Millionen Euro“ treffe, das man „freiwillig um fünf Millionen Euro heruntergegangen“ sei.

Oliver Glasner an der Seitenlinie.

Nun sei die Situation angespannt, der Spieler sei „angefressen“, da ihn die Eintracht nicht für „acht oder zehn Millionen“ gehen ließ. Dennoch wird die Zusammenarbeit fortgesetzt, mindestens bis zur nächsten Transferperiode. Zum Gespräch zwischen Krösche, Glasner und Kostic wird es womöglich nach dessen Rückkehr von der Nationalmannschaft kommen. Mit Serbien gewann er am Samstag (04.09.2021) mit 4:1 gegen Luxemburg. (tu)

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