Neuer Coach bei der SGE

„Froh, dass Glasner weg ist“: Eintracht-Trainer hinterlässt Frust in Wolfsburg

  • Tobias Utz
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Eintracht-Trainer Oliver Glasner hinterlässt in Wolfsburg offenbar einen schlechten Eindruck. Der VfL-Kapitän spricht Klartext.

Frankfurt/Wolfsburg – Eintracht Frankfurt hat Oliver Glasner als Nachfolger von Adi Hütter verpflichtet. Damit scheint die wichtigste Personalie bereits geklärt zu sein. Gemeinsam mit dem neuen Sportvorstand Markus Krösche hat Glasner nun die Aufgabe den SGE-Kader für die kommende Spielzeit zu planen.

Damit hat Glasner bereits reichlich Erfahrung gesammelt, beispielsweise bei seinem alten Verein VfL Wolfsburg. Mit seiner Arbeit waren allerdings offenbar nicht alle Beteiligten zufrieden. Joshua Guilavogui, Kapitän der „Wölfe“ hat das nun – mehr als deutlich – zum Ausdruck gebracht. Im Interview mit den Nachrichtenportal Sportbuzzer sagte der 30-Jährige: „Ja, ich bin froh, dass er weg ist.“ Es sei die „schlimmste Beziehung“ zu einem Trainer gewesen, die er in seiner Laufbahn bislang hatte, so Guilavogui. Zeitweise habe er überlegt, sein Kapitänsamt deshalb niederzulegen, so der Defensivakteur.

Eintracht Frankfurt: Trainer Glasner hinterlässt verbrannte Erde

„Innerlich war ich wie ein Vulkan, aber nach außen hin habe ich mir das nicht anmerken lassen, sondern habe immer versucht, meine Mitspieler zu unterstützen“, betonte Guilavogui. Dabei sei das Verhältnis zu Glasner nicht immer so schlecht gewesen. Guilavogui erinnerte sich, das man in der ersten gemeinsamen Saison noch oft zusammengesessen habe. Das habe sich im Nachgang verändert – wieso, konnte der „Wölfe“-Kapitän nicht erklären.

Oliver Glasner im Interview. (Archivfoto)

Am letzten Spieltag der gemeinsamen Zusammenarbeit in Wolfsburg sei Glasner zu ihm gekommen und habe ihm mitgeteilt, dass er auflaufen werde: „Der Trainer ist einen Tag vor unserem letzten Spiel der vergangenen Saison zu mir gekommen und hat gesagt: Josh, ich werde dich morgen spielen lassen, du hast es verdient“, blickte Guilavogui zurück.

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Den Einsatz habe er allerdings abgelehnt, betonte der 30-Jährige: „Wenn ich mich in dem Moment anders verhalten hätte, wäre ich nicht mehr derselbe Mann gewesen. Fußball ist die eine Sache, aber noch wichtiger ist, wie du als Mensch bist. Ich hätte nicht mehr in den Spiegel gucken können, wenn ich dieses Geschenk angenommen hätte.“ Glasner habe das nicht verstanden und mit Unverständnis reagiert.

Nun ist Glasner weg und Guilavogui möchte bleiben. Der Trainer wird sein Glück bei der Eintracht versuchen. (tu)

Rubriklistenbild: © Robin Rudel/Pressefoto Rudel/Imago Images

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