Nils Stendera (rechts) kehrt im Sommer zu Eintracht Frankfurt zurück.
+
Nils Stendera (rechts) kehrt im Sommer zu Eintracht Frankfurt zurück.

SGE

Eintracht Frankfurt: Großes Talent zurück - Ist seine Zeit bei der SGE trotzdem vorbei?

  • Sascha Mehr
    vonSascha Mehr
    schließen

Ein großes Talent von Eintracht Frankfurt steht vor einer ungeklärten Zukunft. Der 20-Jährige könnte der SGE im Sommer den Rücken kehren.

Update von Montag, 19.04.2021, 17:30 Uhr: Die Saison lief für Nils Stendera richtig bitter. Der jüngere Bruder von Marc Stendera wurde von Eintracht Frankfurt an Lok Leipzig ausgeliehen und sollte in der Regionalliga Nordost Spielpraxis sammeln, doch seit November ruht der Spielbetrieb und der 20-jährige kam auf lediglich sieben Einsätze. Nach der Saison geht es zurück zu Eintracht Frankfurt, doch dort wird er keine Chance haben, sich einen Platz im Bundesliga-Kader zu sichern. Die Zeichen stehen ganz klar auf endgültige Trennung beim Talent und der SGE.

Eintracht Frankfurt: Stendera ohne Chance

Erstmeldung vom 11.09.2020, 10:14 Uhr: Frankfurt - Die Transferphase ist aktuell in vollem Gange und die Mannschaften der Bundesliga versuchen ihre Kader zu verstärken, aber auch auszudünnen. Bei Eintracht Frankfurt ist das nicht anders, auch wenn bislang zumindest auf der Seite der Zugänge noch nicht viel passiert ist in Sachen Transfers. Bisher wurden Ragnar Ache und Steven Zuber präsentiert. Ache, deutscher U21-Nationalspieler und gebürtiger Frankfurter, kam aus Sparta Rotterdam an den Main und erhöht die Flexibilität im Angriff. Steven Zuber, ein alter Bekannter in der Bundesliga, wechselte von der TSG Hoffenheim zu Eintracht Frankfurt - im Tausch mit Mijat Gacinovic, den es in den Kraichgau zog.

Eintracht Frankfurt: Stendera auf Leihbasis von der SGE nach Leipzig

Eintracht Frankfurt verlassen haben hingegen einige Profis. Neben dem bereits erwähnten Mijat Gacinovic stehen auch Marco Russ, Gelson Fernandes (beide Karriereende), Lucas Torro (CA Osasuna), Sahverdi Cetin (Ankaragücü), Patrick Finger (SVO Biebesheim), Rodrigo Zalazar (FC St. Pauli), Dejan Joveljic (Wolfsbrger AC) und Jonathan de Guzman (unbekannt) nicht mehr im Kader der SGE. Nun hat Eintracht Frankfurt einen weiteren Abgang bekanntgegeben, denn Nils Stendera verlässt die SGE für ein Jahr. Der jüngere Bruder von Marc Stendera schließt sich dem Regionalligisten 1. FC Lokomotive Leipzig an, um dort Spielpraxis zu sammeln. Nach einer einjährigen Leihe kehrt der Mittelfeldspieler dann wieder zurück nach Hessen.

„Nils zählt seit über einem Jahr fest zum Lizenzspielerkader und er konnte sich in vielen Trainingseinheiten unter Profibedingungen weiterentwickeln. Nicht zuletzt aufgrund der großen Konkurrenz auf seiner Position können wir ihm aktuell allerdings nicht die in diesem Alter so wichtige Aussicht auf Spielpraxis bieten und sind überzeugt, dass der Wechsel zu einem ambitionierten Regionalligisten wie Lok Leipzig der richtige Zwischenschritt in seiner noch jungen Karriere ist“, sagt Bruno Hübner, Sportdirektor bei Eintracht Frankfurt, zum Wechsel Stenderas.

Stendera seit der C-Jugend bei Eintracht Frankfurt

Nils Stendera, der im nordhessischen Kassel geboren wurde, wechselte 2014 von Hessen Kassel in die Jugend von Eintracht Frankfurt. Der Mittelfeldspieler durchlief von 2014 bis 2019 die C-, B- und A-Jugend im Nachwuchsleistungszentrum am Riederwald und wurde 2019 mit einem Profivertrag ausgestattet. In der U19 der SGE war er eine feste Größe und kam auf insgesamt 40 Einsätze, in denen er vier Treffer erzielte und vier weitere Tore vorbereitete. In der letzten Spielzeit, der ersten als Profi, schaffte er es einmal in den Kader von Eintracht Frankfurt, blieb aber ohne Einsatz. In der Rückrunde fiel er mehrere Wochen wegen Leistenproblemen aus. Nun soll er in der Regionalliga Spielpraxis erhalten, sich weiterentwickeln und dann in einem Jahr einen neuen Angriff bei Eintracht Frankfurt in der Bundesliga starten.

Sein neuen Verein, der 1. FC Lokomotive Leipzig, spielt in der Regionalliga Nordost und scheiterte in der vergangenen Saison nur knapp am Aufstieg in die 3. Liga. In den Aufstiegsspielen musste sich der Klub dem SC Verl aus der Regionalliga West geschlagen geben. Nach fünf Spieltagen liegt Lok Leipzig in der aktuellen Runde auf Rang drei und hat wieder das Ziel, die Regionalliga in Richtung 3. Liga zu verlassen. (smr)

Unterdessen hält sich seit mehreren Wochen das Gerücht hartnäckig, dass der AS Monaco Interesse an Filip Kostic hat. Niko Kovac spricht nun Klartext. Eintracht Frankfurt ist auf der Suche nach Verstärkungen. Ein Torjäger aus der 2. Liga soll in den Fokus der SGE gerückt worden sein. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare