Eintracht Frankfurt
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Eintracht Frankfurt spielt in der kommenden Saison in der Europa League. (Symbolfoto)

Eintracht plant neue Saison06:54

Eintracht-Boss schlägt Alarm – und warnt vor „bösem Erwachen“

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Bei der Planung für die kommende Saison kann sich Eintracht Frankfurt auf europäische Einnahmen freuen. Doch SGE-Vorstandssprecher Hellmann warnt.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt ist in der kommenden Spielzeit international vertreten. Durch das Erreichen des fünften Platzes in der abgelaufenen Saison wird die SGE in der Europa League auflaufen – insbesondere finanziell ist das ein Segen für die Eintracht. Doch der Klub zählt zu einer Mittelschicht an Vereinen, die von einer kleinen Anzahl an Klubs längst abgehängt wurde. Vorstandssprecher Axel Hellmann hat kürzlich vor den weiteren Konsequenzen dieser Entwicklung gewarnt.

Im Interview mit der Sport Bild sagte er: „Wir müssen wachsam sein, dass die Bundesliga ein absolutes Premiumprodukt bleibt.“ Damit spielte er auf das Verhältnis zwischen der Bundesliga und der Premier League an. Dieses klafft immer weiter auseinander. Bestes Beispiel dafür ist die Ausschüttung der TV-Gelder. Aus einer Statistik zu Gelder-Verteilung aus dem Jahr 2019 geht hervor, dass der Fünftplatzierte der Bundesliga in der Saison 2018/19 rund 78 Millionen Euro erhielt. Der Fünftplatzierte der Premier League bekam im Vergleich dazu 150 Millionen Euro. Manchester United erhielt somit mehr als 70 Millionen Euro mehr als Borussia Mönchengladbach, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete. Seitdem geht die Schere noch weiter auseinander.

Axel Hellmann, Vorstandssprecher von Eintracht Frankfurt. (Archivfoto)

Eintracht Frankfurt: Hellmann warnt vor „bösem Erwachen“

„Ich sehe die Gefahr, dass der Liga ein böses Erwachen droht“, warnte Hellmann: „Wenn man sich die Attraktivität der Bundesliga in der neuen Saison anguckt, muss man mit großen Sorgen in die Zukunft blicken. „Wir müssen wachsam sein, dass die Bundesliga ein absolutes Premiumprodukt bleibt“, erklärte der Vorstandssprecher der Eintracht weiter.

Neben den auseinanderklaffenden Verteilungen der TV-Gelder sei insbesondere die Vermarktung das zentrale Problem, so Hellmann. Schließlich schleicht sich im deutschen Fußball eine gewisse Langeweile ein: Der FC Bayern gewann die letzten neun Meisterschaften in der Bundesliga. Entgegen dieser einseitigen Entwicklung steht die Tatsache, dass sowohl in der abgelaufenen Champions- als auch Europa-League-Saison keine deutsche Mannschaft unter den letzten vier Teilnehmern war.

Neben höheren Einnahmen durch TV-Gelder spielen Investoren in der Premier League eine große Rolle. In Deutschland sind die Investments durch die 50+1-Regeln relativ streng reglementiert – in England hingegen nicht. (tu)

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