Danny da Costa ist unzufrieden mit seiner Rolle bei Eintracht Frankfurt
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Danny da Costa ist unzufrieden mit seiner Rolle bei Eintracht Frankfurt

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Eintracht: Danny da Costa will seinen Stammplatz zurück

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Ein ehemaliger Dauerbrenner ist bei Eintracht Frankfurt zum Bankdrücker geworden. Sein Anspruch ist ein anderer, wie er nun sagte.

  • Danny da Costa ist unzufrieden mit seiner Anzahl an Einsätzen
  • Enttäuschung beim Außenverteidiger von Eintracht Frankfurt
  • Da Costa mit Vertrag bis 2022 bei Eintracht Frankfurt

Frankfurt - Die Fußball-Bundesliga ist wegen der Coronavirus-Krise unterbrochen, im Mai soll der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. Ein Spieler, dem die Pause gut getan haben könnte, ist Danny da Costa von Eintracht Frankfurt. Der Außenverteidiger erlebt eine Saison zum Vergessen und findet sich in vielen Pflichtspielen auf der Bank wieder. 

Eintracht Frankfurt: Da Costa findet sich auf der Bank wieder

In der abgelaufenen Spielzeit gehörte da Costa zu den Dauerbrennern im Team. Trainer Adi Hütter rotierte in den englischen Wochen oftmals kräftig durch, der Außenverteidiger spielte aber immer. Er war unverzichtbar für Eintracht Frankfurt und zeigte Woche für Woche ansprechende Leistungen. Einige Experten sahen in ihm einen kommenden deutschen Nationalspieler -  ein Anruf von Bundestrainer Jogi Löw schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch in der laufenden Saison ist plötzlich alles anders. Da Costa ist nicht mehr so gefragt und die Nationalmannschaft ist schon längst kein Thema mehr. 

Ein Problem für den 26-Jährigen war die Systemumstellung im Winter. In der Dreierkette, die Eintracht Frankfurt die komplette letzte Spielzeit und die Hinrunde in der laufenden Saison praktizierte, war er gesetzt. Seit Adi Hütter eine defensive Viererkette spielen lässt, ist Danny da Costa außen vor. Auf seiner angestammten Position hinten rechts verteidigt seitdem Almamy Toure, der seine Sache sehr ordentlich macht. Auf der Außenbahn werden Timothy Chandler und Daichi Kamada dem ehemaligen U21-Nationalspieler Deutschlands vorgezogen.

Eintracht Frankfurt: Enttäuschung bei Danny da Costa

Danny da Costa zeigt Verständnis dafür, dass er nicht immer spielen kann, wie es noch in der letzten Saison der Fall war. Das wurde vor der laufenden Spielzeit auch so kommuniziert. „Vor der Saison war klar kommuniziert, dass wir frühzeitig rotieren wollen, nachdem uns letzte Saison gegen Ende ein wenig die Kraft gefehlt hatte. In Erik Durm kam auch ein Neuzugang, der auf beiden Seiten spielen kann. Es war deshalb klar, dass ich nicht immer von Anfang an spielen werde", sagte der Außenverteidiger von Eintracht Frankfurt in einem Interview mit dem „Kicker". Dass er aber seit der Winterpause fast gar nicht mehr von Beginn an auflaufen würde, damit rechnete er mit Sicherheit nicht. 

Die Hinrunde lief schon nicht optimal, trotzdem konnte da Costa seinen Stammplatz verteidigen. Die Anzahl der Einsätze seit der Winterpause sind aber enttäuschend für ihn. „Nach der Winterpause hatte ich mir deutlich mehr Spielzeit erhofft, da ist mein persönlicher Anspruch ein anderer“, gibt da Costa zu. Der 26-Jährige suchte das Gespräch mit Trainer Adi Hütter, der da Costa aber nichts vorzuwerfen hatte. Trotzdem entschied sich der Coach für andere Akteure.

Eintracht Frankfurt: Da Costa hat Vertrag bis Sommer 2022

Es spricht wenig dafür, dass sich die Situation für da Costa großartig verändert, wenn der Spielbetrieb in der Bundesliga im Mai wieder aufgenommen wird. Sollte er bis zum Sommer nicht wieder das Gefühl haben, sich einen Stammplatz erkämpfen zu können, wäre ein Abschied von Eintracht Frankfurt eine Option für den Außenverteidiger. Sein Vertrag läuft noch bis 2022, aber ohne Aussicht auf regelmäßige Einsätze werden sich Spieler und Verein zusammensetzen und über die gemeinsame Zukunft reden müssen.

Unterdessen steigt die Deutsche Bank bei Eintracht Frankfurt ein. Ab der kommenden Saison könnte die Arena wieder „Waldstadion“ im Namen tragen. Eine weitere gute Nachricht für den Verein ist, dass die SGE die niedrigste Kündigungsquote der Vereinsgeschichte im Hospitality-Bereich verzeichnet.

Von Sascha Mehr

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