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Kostic will  mit der Eintracht weiter oben dranbleiben.

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Angriff auf Champions-League-Plätze: Das muss für den Überraschungscoup passen

Jetzt gilt es: Die letzten Pflichtspiele der Saison stehen für die Eintracht an. Für einen Überraschungscoup muss alles passen.

Frankfurt - Die kurze Pause vom Bundesligaalltag nutzten die Fußballer der Frankfurter Eintracht in weiten Teilen dazu, ein wenig durchzupusten oder sich einen Kurztrip in die Heimat zu gönnen. Einfach mal raus aus der Tretmühle. Blöd nur für die Spieler, die von ihren Nationen in die Auswahlmannschaften eingeladen wurden, da ist es mit der Erholung nicht weit her, anderseits ist es ja auch eine Auszeichnung, für das Heimatland auflaufen zu dürfen.

Heute Vormittag, ab 10.30 Uhr, wird jedenfalls ganz offiziell die letzte und damit heiße Phase der Saison eingeläutet, dann bittet Coach Adi Hütter seine Mannschaft nach vier Tagen Auszeit auf den Trainingsplatz zur Vorbereitung auf das folgende Bundesligaheimspiel am Sonntag (18 Uhr) gegen den VfB Stuttgart. Mindestens zehn Pflichtpartien stehen noch an – im besten Fall sogar deren 13. Dann stünde die Eintracht am 29. Mai im Europa-League-Finale in Baku. Zukunftsmusik.

Eintracht Frankfurt: Die nächste Aufgabe vor Augen

Nun geht es erst einmal darum, wieder in den Rhythmus zu finden, Spannung aufzubauen und den Fokus zielgerichtet auf die nächste Aufgabe zu richten. Das ist der Eintracht eigentlich immer gut gelungen, wenngleich die Spieler selten wirklich Luft hatten, um abzuschalten oder das Erlebte zu reflektieren. Partien im Vier-Tages-Takt standen oft genug auf dem Programm. Geschadet hat es ihnen nicht, sie sind auf der Welle des Erfolges einfach immer weiter geritten.

Wenn die Frankfurter ihre gute Ausgangsposition – als Fünfter nur einen Platz hinter dem ersten Champions-League-Rang, gegen Benfica Lissabon im Viertelfinale der Europa League – nutzen und noch weiter nach oben stürmen wollen, dürfen sie sich keine Nachlässigkeit erlauben. „Wir müssen hungrig bleiben“, fordert Hütter, die Führungsfiguren auf dem Feld klingen da ganz ähnlich. „Bis jetzt haben wir ja nichts erreicht“, sagt Gelson Fernandes. „Wir müssen mit viel Willen und unserem Powerfußball die Spiele gewinnen.“ Die 13 Partien ohne Niederlage seien da hilfreich, sie bringen neben den nötigen Punkten auch jede Menge Selbstvertrauen – und mehr Selbstvertrauen bringt im Umkehrschluss mehr Punkte. „Das ist eine gute Periode für unseren Verein“, befindet Fernandes.

Eintracht Frankfurt: Alle Nationalspieler bis Mittwoch zurück

Spätestens am Mittwoch werden alle Nationalspieler wieder zurück in Frankfurt erwartet, auch Filip Kostic soll dann wieder seinen Dienst aufnehmen – das ist zumindest der Plan. Der 26-Jährige hat die Länderspiele der Serben gegen Deutschland und Portugal wegen der Oberschenkelverletzung verpasst, die er sich vor der Ligapause beim 1:0-Heimsieg gegen Nürnberg kurz vor Schluss zugezogen hatte. Hütter plant zwar mit dem fulminant auftrumpfenden Flügelmann, doch ein paar Restzweifel bleiben immer. Kostic in dieser Form ist unverzichtbar, Ersatzmann Jetro Willems kann ihm nicht nur nicht das Wasser reichen, seine Spielweise ist diametral zu der des Serben: Kostic ist ein zielstrebiger, unaufhaltsam marschierender Powerriegel, Willems eher verspielt.

Das Beispiel zeigt ganz gut, dass der Kader zwar auch in der Breite an Niveau gewonnen hat, doch die Schlüsselspieler sollten besser nicht allzu oft, allzu lange und auch nicht alle gemeinsam ausfallen. Schon gegen Ende der Hinrunde konnte die Eintracht, sieht man von dem Spiel gegen Leverkusen ab, nicht mehr ganz ihr hohes Niveau halten, weil zu manch kleiner Formschwankung auch die eine oder andere Verletzung hinzukam: So fielen etwa David Abraham, Makoto Hasebe und am Ende auch Ante Rebic aus. Absolute Leistungsträger sind über längere Zeit kaum adäquat zu ersetzen. Das ist kein typisches Eintracht-Phänomen. Für einen Überraschungscoup mit maximalem Erfolg muss aber alles passen, Unversehrtheit, Konstanz und Spielglück gehören dazu – und das sind beileibe keine Kleinigkeiten.

VON INGO DURSTEWITZ

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