+
Kostic im Zweikampf mit Augsburgs Hahn

SGE

Eintracht Frankfurt: Die Einzelkritik zum Spiel gegen den FC Augsburg

Wie haben sich die Adler gegen den FC Augsburg geschlagen? Wir bewerten die Spieler in unserer Einzelkritik.

Einfach gut

Filip Kostic: Offensiv der auffälligste Frankfurter, weil er mit seinem Tempo häufig bis zur Grundlinie durchsprintete. Bereitete mit einer exakten Flanke die Führung vor. Immer unterwegs, wehrte sich gegen die drohende Niederlage, es half nur nichts.

Martin Hinteregger: Musste nach 26 Minuten raus, der rechte Oberschenkel zwickte. Ein herber Verlust für die Eintracht, weil der Innenverteidiger bis dahin bester Mann seiner Elf war. Zweikampfstark, glänzend am Ball, souveräne Ausstrahlung.

Mittelprächtig

Mijat Gacinovic: Kam nach dem Platzverweis für Fernandes, legte Rebic einmal gekonnt mit dem Kopf auf. Lief viel, brachte Schwung.

Makoto Hasebe: Der Libero erledigte seinen Job, er gewann seine Zweikämpfe, rettet einmal auf der Linie. Am Japaner lag’s sicher nicht.

Goncalo Paciencia: Fünfter Pflichtspieltreffer für die Eintracht, das fünfte Mal per Kopf, das kann er. Anschließend tauchte er ab, hielt im Vergleich zum verletzten und ansonsten gesetzten Sébastien Haller zu wenig Bälle. Da sollte er sich verbessern.

Luka Jovic: Zwei Großchancen zu Beginn, einmal köpfte er drüber, einmal schoss er zu zentral auf Keeper Kobel. Nach der Pause lange der einzige Frankfurter, der überhaupt zum Abschluss kam, aber zu ungenau. Kurz vor Schluss frei über den Kasten.

Danny da Costa: Bereitete bereits nach vier Minuten die Kopfballchance von Jovic vor, danach offensiv lange unauffällig. Taute erst in der Schlussphase wieder auf. Defensiv ließ er Kollege Touré zu oft alleine.

Sebastian Rode: Bemüht, das auf jeden Fall. Laufstark, so wie immer. Allerdings nicht mit diesen Impulsen nach vorne, die er in den vergangenen Wochen schon gebracht hatte.

Ante Rebic: Ein, zwei guten Aktionen standen drei, vier schlechte gegenüber. Ein Abschluss, der gerade noch geblockt wurde, zu wenig für einen Stürmer.

Kevin Trapp: In Lissabon mit vier Gegentoren, auch gestern lagen wieder drei Bälle hinter ihm im Netz. Allerdings: Diesmal hatte er an keinem eine Schuld.

Schwächelnd

Evan Ndicka: Wie schon in Lissabon auch diesmal mit einer unglücklichen Vorstellung. Kam für den verletzten Hinteregger ins Spiel und erwischte einen schlechten Start. Fünf Minuten nach seiner Einwechslung war er zu weit weg, als sich Richter drehte und zum 1:1 traf. Auffällig: Er wird von den Kollegen häufig für sein falsches Stellungsspiel gerügt. Wirkt verunsichert.

Gelson Fernandes: Bekam das Zentrum gemeinsam mit Rode nicht dicht, vor allem der gute Gregoritsch hatte zu viele Freiräume. Am Einsatzwillen fehlt es bei ihm nie, diesmal war er jedoch zu übereifrig. Zweimal Gelb ergibt Gelb-Rot – dusselig.

Almamy Touré: Erstaunlich schwach. Erstaunlich deshalb, weil er seit seiner Ankunft in Frankfurt gut aufspielte. Gestern nicht, da wurde er teils schwindelig gespielt. Lieferte sowohl beim 1:1 als auch beim 1:2 nur Begleitschutz. Seine Nominierung anstelle von Abraham war im Nachhinein betrachtet ein Fehler.

Zu spät gekommen: Jonathan de Guzman. dani/kil

Lesen Sie auch:

Eintracht plagen Verletzungssorgen vor Europa-League-Rückspiel gegen Benfica Lissabon 

Erst der Rückschlag in der Europa Leagueund nun auch noch die erste Liga-Pleite in diesem Jahr: Das abrupte Ende ihres Höhenflugs kommt für Eintracht Frankfurt höchst ungelegen.

Eintracht-News: Hinteregger verletzt - Diagnose steht noch aus

Wer ist verletzt, wer krank und was gibt es sonst Wissenswertes über die Adler?

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare