Heimspiel der SGE

Eintracht Frankfurt gegen Hertha BSC: Die Erfolgsserie soll fortgesetzt werden

  • Stefan Krieger
    vonStefan Krieger
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Eintracht Frankfurt schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. Daran soll auch der kommende Gegner nichts ändern.

  • Eintracht Frankfurt empfängt am Samstag (30.01.2021) Hertha BSC.
  • Die Berliner kommen mit einem neuen Trainer an den Main.
  • Pal Dardai soll die Hertha zurück in die Spur führen.

Frankfurt - Es läuft rund dieser Tage bei Eintracht Frankfurt. Sieben Spiele in der Bundesliga ohne Niederlage, davon sogar sechs Siege, der gelungene Coup, Luka Jovic zurück an den Main zu lotsen - das kann sich alles sehen lassen. Dazu noch die Bekanntgabe der Verpflichtung von Christopher Lenz von der Union, eines gestandenen Bundesligakickers für die linke Außenbahn, sowie die Leihe von Danny da Costa und Dominik Kohr an Mainz 05. Es gab wahrlich schon schlechtere Zeiten für die Diva vom Main.

Und jetzt steht in der nächsten Bundesligapartie am morgigen Samstag (30.01.2021) eine vermeintlich leichte Aufgabe ins Haus. Die Hertha aus Berlin ist zu Gast bei der Truppe von Adi Hütter, der aktuell sechste der Tabelle empfängt den 14., auf dem Papier eine klare Sache eigentlich. Wenn da nicht der Trainerwechsel bei der Hertha in dieser Woche gewesen wäre. Pal Dardai, der Neue an der Spree, den sie dort aus der Vergangenheit gut kennen, will den Umschwung bei Hertha BSC mit aller Macht, und bei seiner Rückkehr soll das auch jeder sehen.

Eintracht Frankfurt „macht viele Tore“

Ein offensives Spektakel plant der neue Trainer des strauchelnden Hauptstadt-Klubs gegen die starke Frankfurter Eintracht, um die Wende geräuschvoll einzuläuten. „Da gehen wir mit offenem Umschaltspiel rein - und dann machen wir ein 5:4 oder 6:5. Warum nicht?“, sagte er vor dem Auswärtsspiel: „Frankfurt macht viele Tore. Damals in der Trainerschule haben sie gesagt: Schießt ein Tor mehr. Und mit diesem Motto gehen wir nach Frankfurt.“ Markige Worte des Ungarn, und die Hertha kann moralische Hilfestellung gut brauchen, auch wenn sie erst mal verbaler Natur ist.

Eintracht Frankfurt: Adi Hütter will an die Erfolge anknüpfen

Eintracht-Trainer Adi Hütter will den Höhenflug mit der SGE unterdessen natürlich fortsetzen. „Die Mannschaft hat einen guten Lauf, ist voller Selbstvertrauen und einfach gut in Schuss“, sagte der 50 Jahre alte Österreicher vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen die Berliner. Der aktuelle Tabellenplatz macht eine breite Brust. „Wir wollen diese gefühlte Leichtigkeit mit ins Spiel nehmen“, sagte der Österreicher.

Ist Luka Jovic schon eine Option für die Startelf?

Besonders die Art und Weise ihres Auftretens hat Eintracht Frankfurt zuletzt einiges an Anerkennung gebracht. „Wir spielen richtig gut Fußball, haben eindrucksvoll gewonnen und wieder etwas Aufmerksamkeit auf uns gelenkt“, stellte Hütter zufrieden fest. Er fühle sich angesichts des vielen Lobes zwar nicht „gebauchpinselt“ - aber man habe „das Ziel Europa“ wieder im Visier. Sogar ein Champions-League-Platz ist nur zwei Punkte entfernt. Den gibt es aber erst am Ende der Saison, am 19. Spieltag hat sich noch niemand für Europa qualifiziert, das weiß natürlich auch Adi Hütter.

Eintracht Frankfurt: Luka Jovic schon ein Kandidat für die Startelf?

Offen ließ er, ob Stürmer Luka Jovic im vierten Spiel nach seiner Rückkehr und Ausleihe von Real Madrid erstmals in die Startelf rücken wird. „Luka fühlt sich noch nicht hundertprozentig fit. Deshalb sind wir behutsam», sagte Hütter. «Jedes einzelne Training tut ihm gut, um auf ein anderes Niveau zu kommen. Er ist auf einem super Weg.“

Einen Einsatz in der Startelf von Luka Jovic dürfte auch dessen Kumpel Filip Kostic freuen. Der zuletzt bei der Eintracht überragende Kostic hat Rückkehrer Jovic in den höchsten Tönen gelobt. „Wir haben ein blindes Verständnis, da muss man nicht viel sagen“, sagte der Offensivspieler von Eintracht Frankfurt in einem: „Ich weiß, welche Laufwege Luka macht und wohin er die Bälle braucht. Er ist ein Top-Stürmer, einer der besten, mit denen ich jemals gespielt habe.“

Filip Kostic freut sich über die Rückkehr von Luka Jovic

„Früher sind wir sehr viel in Restaurants gegangen und ähnliches. Jetzt verbringen wir die meiste Zeit miteinander beim Frühstück im Stadion, beim Training und im Kraftraum“, sagte Kostic. Er sei „natürlich sehr froh“, dass sein Landsmann wieder bei der Eintracht ist, betonte er. Kostic, Jovic und der Portugiese Andre Silva bilden eine der stärksten Offensiven der Liga. „Wir haben eine super Mannschaft und können einiges erreichen“, sagte Kostic.

Für das Ziel Europa wäre ein Sieg gegen die Hertha natürlich keine schlechte Grundlage. Sollte eigentlich klappen, wenn da nicht dieser Trainerwechsel bei den Berlinern gewesen wäre. Man ist jedenfalls gewarnt bei der Eintracht. (Stefan Krieger mit Agenturen)

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