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Geisterspiele: Experte sieht großen Nachteil für Eintracht Frankfurt

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Die Bundesliga geht mit Geisterspielen weiter. Für Eintracht Frankfurt könnte das zum großen Nachteil werden.

  • Bundesliga wird mit Geisterspielen fortgesetzt
  • Partien ohne Zuschauer ein Nachteil für SGE
  • Fredi Bobic appelliert an die Fans von Eintracht Frankfurt

Frankfurt - Die Bundesliga wird endlich fortgesetzt. Aus der Politik gab es grünes Licht und die DFL terminierte die Spieltage. Weiter geht es mit dem 26. Spieltag, der eigentlich schon im März hätte stattfinden sollen, der Corona-Pandemie aber zum Opfer fiel. Die DFL hat ein Hygienekonzept ausgearbeitet, das einen Spielbetrieb möglich macht. Beendet werden soll die Runde am letzten Wochenende im Juni - so der Plan des Verbandes. Zuschauer werden bei keinem Bundesligaspiel in der laufenden Saison mehr dabei sein, die Partien werden als sogenannte Geisterspiele ausgetragen. 

Eintracht Frankfurt: Geisterspiele in der Bundesliga ein Nachteil

Geisterspiele sind vor allem für die Mannschaften in der Bundesliga ungewohnt, die eine große Anhängerschaft haben und deren Stadien für hervorragende Stimmung bekannt sind. Zu diesen Teams gehört Eintracht Frankfurt. Die Fans der SGE sind oft der zwölfte Mann und peitschen ihre Mannschaft bedingungslos nach vorne. Die ausgezeichnete Stimmung in der Commerzbank-Arena setzt Kräfte und Emotionen bei den Akteuren auf dem Rasen frei. Dass die kommenden Bundesligaspiele ohne Zuschauer stattfinden werden, ist für Eintracht Frankfurt also ein immenser Nachteil. 

Stefan Effenberg, ehemaliger Nationalspieler, sieht das ähnlich. „Ich denke daher, dass die Situation rund um die Geisterspiele ein Vorteil für den FC Bayern ist. Er ist von seinen Fans leistungsmäßig oftmals nicht so abhängig. Ich glaube, dass die Geisterspiele beispielsweise für die Frankfurter ein Nachteil sind, weil sie zu Hause durch ihre Fans eine Macht sind“, schreibt er in seiner Kolumne bei “sport1.de“. 

Eintracht Frankfurt: Geisterspiel gegen Basel endete mit Niederlage

Eintracht Frankfurt hat bereits Erfahrungen mit Geisterspielen in der laufenden Saison gemacht. Im Hinspiel der Europa-League-Partie gegen den FC Basel waren schon keine Zuschauer mehr im Stadion. In der leeren Commerzbank-Arena entwickelte sich ein emotionsloses Spiel, das Eintracht Frankfurt am Ende mit 0:3 verlor. Keine Fans waren vor Ort, die der Mannschaft nach dem Rückstand Auftrieb gegeben oder ihr Mut zugesprochen haben. 

Das Team der SGE, das eine ausgezeichnete Stimmung bei Heimspielen gewöhnt ist, muss sich völlig umstellen. Ein Nachteil, der bei einigen anderen Teams nicht so gravierend ist. Trainer Adi Hütter muss vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach die richtigen Worte an die Mannschaft richten, damit nicht auch das zweite Geister-Heimspiel mit einer Niederlage endet.

Eintracht Frankfurt vor Geisterspielen: Bobic mit Appell an Fans

Fredi Bobic, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, richtete kürzlich einen Appell an die eigenen Fans. „Wir haben viel mit unseren Fans gesprochen und gesagt: „Hört zu, Jungs, taucht nicht am Stadion auf. Wenn ihr dort auftaucht, verlieren wir dieses Spiel, weil die Regeln sehr streng sind. Denn wenn sie auftauchen, geht das Spiel ans Auswärtsteam“, sagte er dem amerikanischen Sender „ESPN“. Bobic lobt die Kommunikation mit den verschiedenen Fangruppen von Eintracht Frankfurt und er ist sich sicher, dass sich die Anhänger an die Vorgaben halten werden. 

Eintracht Frankfurt bestreitet in der laufenden Saison noch fünf Heimspiele. Borussia Mönchengladbach (16. Mai), SC Freiburg (27. Mai), Mainz 05 (6. Juni), Schalke 04 (17. Juni) und der SC Paderborn (27. Juni) kommen zur SGE.

(smr)

Unterdessen sucht Andre Schürrle ein neues Team. Wäre er eine Option für Eintracht Frankfurt? Torhüter Frederik Rönnow wird Eintracht Frankfurt vermutlich im Sommer verlassen, da er nicht an Kevin Trapp vorbeikommt.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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