Torschütze Ishak Belfodil (2. v. l.) jubelt mit Kevin Vogt (l) von Hoffenheim über einen Treffer.
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Torschütze Ishak Belfodil (2. v. l.) jubelt mit Kevin Vogt (l) von Hoffenheim über einen Treffer.

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Kevin Vogt kann Hoffenheim verlassen - Schlägt die Eintracht zu?

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Hoffenheim-Spieler Kevin Vogt ist in Ungnade gefallen und könnte den Verein verlassen. Steigt die SGE in den Poker ein?

Frankfurt/Hoffenheim - Für Kevin Vogt lief es in Hoffenheim lange Zeit sehr gut. Er war Leistungsträger, bei Fans und Teamkollegen beliebt und geschätzt und wurde schließlich sogar Kapitän. Doch diese Zeiten sind vorbei. Vogt ist bei der TSG in Ungnade gefallen und könnte den Verein noch im Winter verlassen. 

Kevin Vogt darf TSG Hoffenheim verlassen

Das Amt des Kapitäns legte er kurz vor Weihnachten nieder. „Das für das Amt nötige und wichtige Vertrauensverhältnis zwischen Cheftrainer und mir ist gestört. Die Entscheidungen und mir gegenüber gemachten Aussagen sind für mich inhaltlich nicht nachvollziehbar“, sagte er dem „Kicker“. Durch die internen Differenzen machte Vogt seit Ende November kein Spiel mehr für Hoffenheim und stand auch nur zweimal überhaupt im Kader. Ein Wechsel im Winter gilt als wahrscheinlich, da das Tischtuch zwischen den Parteien zerschnitten ist.

Interesse scheint es aus Bremen zu geben, die eine Verstärkung für die wacklige Defensive suchen. Kevin Vogt würde die nötige Körperlichkeit und Robustheit mitbringen, die an der Weser gebraucht werden. Der 28-Jährige wäre aber auch ein Kandidat für Eintracht Frankfurt, denn bei der SGE stand die Abwehr ebenfalls alles andere als stabil in der Hinrunde. Mit der Verpflichtung von in Ungnade gefallenen Spielern hat die Eintracht in der jüngeren Vergangenheit durchaus Glück gehabt, wie am Beispiel Martin Hinteregger zu sehen ist. 

Eintracht Frankfurt: Vogt wohl unter Marktwert zu haben

Dadurch, dass die TSG Hoffenheim Kevin Vogt noch im Winter gerne abgeben würde, dürfte er auch nicht allzu teuer sein. Er wird wohl deutlich unter seinem Marktwert von zehn Millionen Euro gehen.

Kevin Vogt stammt aus der Jugend des VfL Bochum und gab dort sein Profidebüt. 2012 zog es ihn zum FC Augsburg, zwei Jahre später schloss er sich dem 1. FC Köln an. In der Domstadt überzeugte er nicht und flüchtete nach Hoffenheim, wo er seine bislang stärkste Phase der Karriere erlebt. Der 28-Jährige kann als Innenverteidiger, aber auch im defensiven Mittelfeld auflaufen. Seine herausragenden Stärken sind das Kopfballspiel, der Spielaufbau und seine Robustheit in Zweikämpfen. 

Der erste Transfer der Eintracht ist fast in trockenen Tüchern. Ragner Ache kommt wohl aus Rotterdam an den Main.

Von Sascha Mehr

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