Eintracht-Kader

Eintracht Frankfurt: Mittelfeldstratege spielt um einen neuen Vertrag

  • Stefan Krieger
    vonStefan Krieger
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Für Eintracht Frankfurt läuft es im Moment richtig gut. Grund dafür ist nicht nur die überragende Offensive.

  • Eintracht Frankfurt ist die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga.
  • Die guten Leistungen wecken Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen.
  • Umso wichtiger ist es, jetzt schon die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Frankfurt - Adi Hütter, Trainer von Eintracht Frankfurt, hat, so scheint es, seine Stammformation gefunden. Die Mannschaft stellt sich dieser Tage fast von selbst, was kein Wunder ist, denn sie spielt überaus erfolgreich. Und die Spieler präsentieren sich in Spitzenform.

Natürlich ist zurzeit die Abteilung Attacke von Eintracht Frankfurt in aller Munde. Das beginnt beim Rekordtorschützen André Silva, dem mit Luka Jovic wahrlich kein schlechtes Backup zur Seite steht, geht weiter mit dem erstarkten Filip Kostic und führt zu den Strippenziehern Amin Younes und Daichi Kamada im zentralen Mittelfeld. Alle zeigten sich zuletzt in bestechender Verfassung.

Immer einen Blick für den freien Mann: Makoto Hasebe.

Dahinter dann die Abräumer, ohne die keine Mannschaft wirklich glänzen kann: Djibril Sow und Makoto Hasebe.

Eintracht Frankfurt: Makoto Hasebe überzeugt

Überhaupt, Makoto Hasebe. In der aktuellen Serie zeigt der Routinier aus Japan überraschend ansprechende Leistungen für Eintracht Frankfurt. Und so verwundert es nicht, dass der mittlerweile 37-jährige Hasebe dem eigentlich gesetzten Sebastian Rode in der jüngeren Vergangenheit ein wenig den Rang abgelaufen hat. Adi Hütter jedenfalls ist voll des Lobes. Er nennt seinen Schützling einen „absoluten Ausnahmespieler“, und lässt ihn nicht ohne Grund die Fäden im defensiven Mittelfeld ziehen.

Nun ist es aber so, dass der Vertrag zwischen Makoto Hasebe und Eintracht Frankfurt mit dem Ende der Spielzeit im Sommer eigentlich beendet werden sollte. Durch seine Leistungen aber hat der Japaner inzwischen Chancen auf eine Verlängerung. Adi Hütter stellte dem Japaner jedenfalls unlängst eine Verlängerung in Aussicht. „Da ist sicher noch nicht das letzte Wort gesprochen, da haben wir die Ruhe weg, da setzen wir uns zu einem gegebenen Zeitpunkt mit Makoto zusammen“, so der Frankfurter Trainer. Eine mögliche Zusammenarbeit über den Sommer hinaus soll wohl zeitnah geklärt werden.

Makoto Hasebe: Lob auch vom Sportvorstand

Hängt Hasebe, der auf 327 Bundesligaeinsätze zurückblickt und nach dem Schalker Klaas-Jan Huntelaar der zweitälteste Bundesliga-Akteur ist, also noch eine Saison dran? Ursprünglich war der Plan ein anderer. „Wir hatten eigentlich gesagt, dass es das letzte Jahr ist“, erzählte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic unlängst im „Sport1-Doppelpass“. Gespräche über die weitere Vorgehensweise sind aufgrund der guten Leistungen dennoch erneut Thema bei den Hessen. „Es ist faszinierend, wie Makoto derzeit spielt. Im Januar oder Februar sitze ich immer mit ihm zusammen. Ich bin gespannt, wie es bei ihm weitergeht“, ergänzte Bobic. Der Januar ist mittlerweile vorbei, der Februar auch nicht mehr der jüngste, und so könnte aus der Eintracht-Zentrale im Stadtwald bald Vollzug gemeldet werden.

Eintracht Frankfurt: Schnellster Spieler war der Oldie

Zu langsam jedenfalls ist Makoto Hasebe trotz seines Alters aktuell jedenfalls noch nicht. Beim Spiel der SGE in Bielefeld sorgte eine Statistik für Aufsehen: Schnellster Spieler der Hessen war keiner der flinken Außen, nicht Filip Kostic, auch nicht Djibril Sow im Mittelfeld, sondern der Methusalem. Makoto Hasebe wurde mit einem Höchstwert von 33,3 km/h gemessen, was den Japaner selbst ein wenig verwunderte: „Ich habe gar nicht gewusst, dass ich noch so schnell bin“, sagte er.

Durchaus möglich also, dass Makoto Hasebe noch ein Jahr bei der Eintracht dranhängt. Als Spieler auf dem Platz, zur Not auch mit einem leistungsbezogenen Vertrag, abhängig von der Anzahl der Einsätze. Denn wie sagte sein Trainer Adi Hütter doch noch vor kurzem? „Man hat nicht das Gefühl, dass Makoto sich abgenutzt hat, dass er nicht mehr laufen oder schnell denken kann.“ Einen wie Hasebe kann man in der Bundesliga immer gebrauchen - das Alter spielt dabei keine Rolle. (Stefan Krieger)

Rubriklistenbild: © Oliver Zimmermann via www.imago-

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