Kader von Eintracht Frankfurt

Zwei Eintracht-Leihspieler vor ihrer Rückkehr: Neue Chance oder endgültiger Abgang?

  • Stefan Krieger
    vonStefan Krieger
    schließen

Bei Eintracht Frankfurt beginnt man schon jetzt mit der Kaderplanung für die nächste Saison. Wobei es immer ein paar Unwägbarkeiten zu berücksichtigen gilt.

  • Eintracht Frankfurt hat derzeit einen Lauf in der Bundesliga.
  • Ganz anders sieht es hingegen für Traditionsverein Schalke 04 aus.
  • Beide Mannschaften verbindet trotzdem einiges.

Frankfurt – Seit 1988 ist Schalke 04 ohne Unterbrechungen Mitglied im Oberhaus des Fußballs in Deutschland. Jetzt aber rückt der erste Abstieg der Königsblauen nach all den Jahren immer näher. Inzwischen glauben auf Schalke nicht mal mehr die treuesten Fans an das Wunder. Acht Punkte aus 20 Spielen, bereits neun Zähler Rückstand auf den Relegations- und den ersten Nichtabstiegsplatz sprechen eine deutliche Sprache. Wenn man davon spricht, dass es eng werden wird für Schalke, darf man sich schon einen Optimisten nennen.

Auch beim Ligakonkurrenten Eintracht Frankfurt schaut man mit großem Interesse auf die Entwicklung in Schalke. Die Verbindung beider Vereine hat sich in den letzten Jahren intensiviert. Spieler wie Omar Mascarell, Ralf Fährmann und Bastian Oczipka wechselten vom Main zu Schalke 04, und in dieser Saison kamen noch zwei weitere hinzu: Torhüter Frederik Rönnow und Stürmer Goncalo Paciencia wurden von der Eintracht an Schalke verliehen, um die Knappen im Kampf gegen den Abstieg zu unterstützen. Mit mäßigem Erfolg bislang, wie man sieht.

Eintracht Frankfurt: Leihgabe Rönnow nur die Nummer zwei auf Schalke

Lief es für Rönnow anfangs noch ganz gut, ist der Däne, der in Frankfurt hinter Kevin Trapp nicht aus der Rolle des Ersatzmanns heraus kam, inzwischen vom neuen Schalker Trainer Christian Gross auch an seiner neuen Arbeitsstelle auf die Auswechselbank versetzt worden. Bei Schalke ist zur Zeit Ralf Fährmann die Nummer eins im Kasten. Und es sieht, trotz der anhalten Serie von sieglosen Spielen, nicht danach aus, als würde sich in naher Zukunft daran etwas ändern.

Dürften schon bald wieder bei Eintracht Frankfurt sein: Frederik Rönnow (li.) und Goncalo Paciencia.

Auch für den anderen Eintracht-Kicker läuft es alles andere als optimal. Offensivmann Goncalo Paciencia kam zu Beginn der Saison zu einigen Einsätzen. Auf immerhin acht Spiele bracht es der portugiesische Nationalspieler, ehe er Ende November mit einer Knieverletzung ausfiel. Offenbar wird es noch eine ganze Weile dauern, bis der Stürmer wieder spielen kann. Vor April rechnet man auf Schalke nicht mit einer Rückkehr von Paciencia, der 26-Jährige wird Schalke also bei der Mission Klassenerhalt kaum noch helfen können. Was wiederum auch für Eintracht Frankfurt nicht unbedingt von Vorteil ist.

Eintracht Frankfurt: SGE mit besonderem Vertrag für Paciencia

Im Falle eines Verbleibs der Schalker in der Bundesliga würde nämlich eine Option des Leihvertrags zwischen Eintracht Frankfurt und Schalke 04 zum Tragen kommen. Halten die Königsblauen die Klasse, müssten sie der Eintracht zehn Millionen Euro überweisen und Paciencia fest verpflichten. Im Falle des Abstiegs stünde der Portugiese in der nächsten Saison wieder bei den Hessen unter Vertrag. Die Freude einiger Anhänger von Eintracht Frankfurt über einen Abstieg des nicht gerade beliebten Klubs aus dem Ruhrpott wäre also dadurch getrübt, dass den Hessen eine schöner Batzen Geld durch die Lappen ging. Geld, das man gerade in den Zeiten der Corona-Pandemie ganz sicher gut gebrauchen kann.

Zwei Leihspieler von Eintracht Frankfurt stehen vor ihrer Rückkehr zur SGE. (Archivfoto)

Eintracht Frankfurt: Im Sommer droht der Abgang der Stammspieler

Alles deutet also inzwischen darauf hin, dass sowohl Rönnow, der sowieso nur bis zum Ende der Saison ohne jede Kaufverpflichtung an Schalke verliehen ist, als auch Paciencia im Sommer wieder bei Eintracht Frankfurt auf der Matte stehen. Es sei denn, es geschieht das Wunder auf Schalke - an das so recht niemand mehr glaubt. Allerdings kann bis zum Ende der Saison ja noch einiges passieren. Und gerade in Frankfurt ist man eventuell schon im Sommer auf der Suche nach neuen Stürmern. Nämlich dann, wenn sowohl Luka Jovic als auch Andre Silva die Hessen wieder verlassen. Ganz ausgeschlossen ist das durch den derzeitigen guten Lauf der Hessen nämlich nicht. (Stefan Krieger)

Rubriklistenbild: © Jan Huebner/Imago Images

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare