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Eintracht Frankfurt: Stadion-Ausbau steht: Platz für 60 000 Fans

Eintracht Frankfurt

Einigung über Stadion-Ausbau: Platz für 60.000 Fans

Die Stadt und Eintracht Frankfurt haben sich auf eine Lösung für die zukünftige Nutzung des Stadions geeinigt.

Frankfurt - Nach monatelangem Tauziehen haben sich die Stadt und Eintracht Frankfurt im Wesentlichen auf eine Lösung für die zukünftige Nutzung des Stadions geeinigt. Laut Frankfurter Rundschau beinhaltet die Einigung auch einen Ausbau nach den Anregungen der Eintracht. "Das Stadion wird weiterentwickelt", sagte Sportdezernent Markus Frank (CDU).

Offiziell laufen die Verhandlungen noch. "Wir sind auf der Zielgeraden", sagte Eintrachts Marketingvorstand Axel Hellmann. Frank ließ verlauten, man wolle "in absehbarer Zeit einen Vertrag abschließen". Daraus werde eine Magistratsvorlage, der dann die Stadtverordneten zustimmen sollen.

Eintracht Frankfurt: Stadion wird in Eigenregie gemanagt

Die Eintracht soll das Stadion von der kommenden Saison an in Eigenregie managen. Darüber waren sich die Stadt und der Verein schon seit Längerem einig. Die Knackpunkte waren, ob in diesem Vertrag bereits Ausbau und Modernisierung des Stadions verankert werden und wer die Kosten dafür trägt. Auch die Höhe der künftigen Miete war strittig. Die Eintracht zahlt derzeit fast zehn Millionen Euro im Jahr, mehr als alle anderen Bundesligisten. Nach Informationen dieser Zeitung hat die Stadt ihre finanziellen Vorstellungen auch künftig durchgesetzt, dafür folgte sie inhaltlich den Eintracht-Vorstellungen.

Vor allem Stehplätze sind für Heim-Fans seit Jahren Mangelware. Die Eintracht hatte daher schon vor gut zwei Jahren eine Machbarkeitsstudie präsentiert. Diese Pläne sollen nun in weiten Teilen umgesetzt werden. Vorgesehen ist ein Ausbau auf gut 60 000 Plätze bei Bundesliga-Begegnungen. Dafür sollen die Tribünen im Oberrang auf den Kopfseiten zunächst auf der Nordwestkurve, perspektivisch auch auf der Ostkurve des Stadions nach unten verlängert werden. Der Logenring fällt in diesem Bereich weg.

Eintracht Frankfurt zahlt Videowürfel und Digitalisierung

Die Stadt will den Ausbau bezahlen, die Eintracht das Geld für einen neuen Videowürfel und die umfassende Digitalisierung geben. Der Verein hat zwar bei der Miete keine wesentliche Reduzierung erreicht, soll dafür aber die Namensrechte am Stadion selbst vermarkten können und den Zugang zu allen weiteren Einnahmequellen aus der Stadionnutzung erhalten.

Laut Vertrag sollen auch künftig Konzerte im Stadion stattfinden. Unklar ist noch, wann genau der Umbau erfolgt. Architekt Hans-Joachim Paap, der das Stadion entworfen hatte, hält den Ausbau innerhalb einer Sommerpause für machbar. Indes wären dann lukrative Sommerkonzerte nicht möglich. Ein Termin könnte daher die Winter-WM in Katar im November und Dezember 2022 sein. red

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