Aymen Barkok (r.) von Eintracht Frankfurt.
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Aymen Barkok (r.) von Eintracht Frankfurt.

SGE-Planungen

Eintracht-Talent spielt keine Rolle mehr: Transfer im Winter?

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Ein Offensivspieler von Eintracht Frankfurt ist auf dem Abstellgleis gelandet. Trainer Oliver Glasner setzt auf andere Spieler.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt steht vor einem richtungsweisenden Duell am 6. Spieltag der Fußball-Bundesliga. Die noch sieglose SGE empfängt in der heimischen Arena den 1. FC Köln und will endlich den ersten Erfolg in der aktuellen Saison. Dieser ist auch dringend nötig, sonst steigt der Druck am Main immer weiter. Zudem geht es anschließend zum FC Bayern München, wo nicht unbedingt von einem Sieg auszugehen ist. Mit einem Erfolg über den 1. FC Köln würde erst einmal wieder Ruhe einkehren – bei Fans und Verein.

Ein Spieler, der voraussichtlich nicht in der Startelf der Eintracht in der Partie gegen den 1. FC Köln stehen wird, ist Aymen Barkok. Das Eigengewächs bekam am 1. Spieltag im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund die Chance von Beginn an, konnte sie aber nicht nutzen. In der Halbzeit war die Partie für den Offensivspieler bereits beendet, der danach immer auf der Bank Platz nehmen musste. Nicht einmal dort saß er gegen den VfL Wolfsburg. Trainer Oliver Glasner entschied sich gegen den 23-Jährigen, der auf die Tribüne musste.

Eintracht Frankfurt: Barkok und Tuta außen vor

Trainer Oliver Glasner ist bei schlechten Leistungen knallhart. Neben Barkok bekam das auch Tuta zu spüren, der im DFB-Pokal ganz schwach agierte. In der 1. Hauptrunde erlaubte sich der Innenverteidiger zwei schwere Patzer gegen den SV Waldhof Mannheim und die Partie wurde letztendlich mit 0:2 verloren. Anschließend fand sich der Brasilianer auf der Tribüne wieder und ist weit davon entfernt, wieder in der Startelf zu stehen. Aktuell wäre Tuta glücklich darüber, überhaupt wieder in den 18er-Kader zu rutschen.

Aymen Barkok ist gebürtiger Frankfurter und spielt schon seit der Jugend für die SGE. Im Jahr 2016 wurde er Profi und schaffte den Sprung von der Nachwuchsabteilung in die Bundesliga. Unterbrochen wurde sein Engagement bei Eintracht Frankfurt nur von einer zweijährigen Leihe zu Fortuna Düsseldorf. Dort konnte er sich, auch aus Verletzungsgründen, nicht durchsetzen und wagte nach seiner Rückkehr einen neuen Anlauf bei seinem Heimatverein.

Eintracht Frankfurt: Wechselt Aymen Barkok nach der Saison?

In der Saison 2020/2021 gehörte er unter Trainer Adi Hütter zum erweiterten Kreis der Stammspieler. Der 23-Jährige absolvierte 26 Bundesligaspiele, in denen er zwei Treffer erzielte und weitere drei Tore vorbereitete. Insbesondere zu Beginn der Spielzeit sorgte der Offensivspieler für frischen Wind und begeisterte mit technisch starken Aktionen. Zum Ende der Saison hin stand er aber immer seltener in der Anfangsformation und musste sich mit Kurzeinsätzen begnügen. Unter Oliver Glasner sollte es ein Neuanfang geben, doch Barkok kommt derzeit einfach nicht von der Stelle.

Für Aymen Barkok ist die Situation bei Eintracht Frankfurt unbefriedigend. Der marokkanische Nationalspieler will spielen und gerade in seinem Alter ist regelmäßige Spielpraxis eminent wichtig für die weitere Entwicklung. Sollte sich die Lage des 23-Jährigen in den nächsten Wochen und Monaten nicht ändern, könnte er die SGE am Ende der Saison verlassen. Sein Vertrag endet am 30. Juni 2022. Eintracht Frankfurt würde bei einem Wechsel des Eigengewächses also keine Ablöse einstreichen können. Eine Leihe wäre nur dann möglich, wenn der Offensivspieler vorher seinen auslaufenden Vertrag verlängert. Es bleibt also spannend in der Personalie Aymen Barkok.

Unterdessen ist ein großes Talent von Eintracht Frankfurt bei Trainer Oliver Glasner überraschend völlig außen vor. Wird ein Wechsel im Winter zum Thema? Filip Kostic nach seinem geplatzten Transfer nach Italien nun Konsequenzen. (smr)

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