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Luka Jovic (links) und Martin Hinteregger (Mitte) wird man wohl nicht mehr gemeinsam im Eintracht-Trikot sehen.

SGE

Streit um Hinteregger - Es kann noch viel passieren

Der österreichische Verteidiger will Klarheit, wird sich aber noch ein wenig gedulden müssen. Für die spanische Zeitung "Marca" ist der Jovic-Transfer von der Eintracht zu Real Madrid perfekt. Ablösesumme: 70 Millionen Euro.

Frankfurt - Bei seiner Zukunftsplanung ist der österreichische Nationalspieler Martin Hinteregger nicht kompromissbereit, einen Schlingerkurs fährt der Eintracht-Verteidiger eher nicht. "Ich stehe in Augsburg bis 2021 unter Vertrag", sagte der 26-Jährige der "Kleinen Zeitung" und ergänzte: "Ich habe dem Verein aber mitgeteilt, dass ich gerne nach Frankfurt wechseln möchte." Er geht davon aus, dass das klappen wird. "Ich schaue mir demnächst ein paar Wohnungen an. Für mich gibt es nur Frankfurt."

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Den FC Augsburg gibt es aber auch noch, und da hat Manager Stefan Reuter die Latte schon mal hochgelegt, mehr als zehn Millionen Euro Ablöse sollen es schon sein für den "Hinti".

Eintracht Frankfurt: Zehn Millionen sind Bobic zu viel

Das ist Fredi Bobic, dem Eintracht-Sportvorstand, indes deutlich zu viel, obwohl er mit dem Spieler längst handelseinig ist. Das Gezanke ist in vollem Gange. Hinteregger geht das nicht schnell genug, er hätte gerne nach dem Länderspiel-Doppelpack gegen Slowenien und Nordmazedonien Klarheit, auch wenn er weiß, dass er darauf keinen Einfluss hat.

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Wahrscheinlich wird er sich noch ein wenig gedulden müssen. Die Eintracht steht nicht in dem Ruf, ihre Transfers im Schweinsgalopp durchzupeitschen. Die Sportliche Leitung hat in den vergangenen Jahren oft genug Nerven bewiesen und die Deals mit größtmöglicher Sorgfalt und klugem Geschäftssinn vorbereitet und abgeschlossen. Das wird auch dieses Mal so sein. Ruhe, Diskretion und Seriosität sind die obersten Gebote - so gelang den Frankfurtern manch später Coup. Filip Kostic und Kevin Trapp kamen in der vergangenen Saison erst, als die ersten Pflichtspiele absolviert waren, genauso war es im Jahr zuvor bei Ante Rebic und Kevin-Prince Boateng. Allesamt waren sie Glücksgriffe.

Das Transferfenster ist noch fast drei Monate geöffnet, da kann ungeheuer viel passieren. Vermutlich wird auch erst einmal ein Dominostein fallen müssen, ehe Bewegung in den Markt kommt.

Luka Jovic: 70 Millionen von Real Madrid?

Einer davon könnte Luka Jovic sein, von dem es Neuigkeiten aus Spanien gibt. Mal wieder. Die "Marca" lehnt sich erneut weit aus dem Fenster. Die Sportzeitung berichtet, dass die Eintracht mit Real Madrid Einigkeit über einen Wechsel erzielt hat. Demnach soll die Ablösesumme bei etwa 70 Millionen Euro liegen, die Frankfurter Eintracht sei in den Verhandlungen hart geblieben und von ihrer Forderung nicht abgewichen.

Dem Blatt zufolge traten die Frankfurter ohnehin aus einer Position der Stärke heraus auf, weil der 21 Jahre alte Stürmer nicht nur von Real heiß umworben ist. In den nächsten Tagen solle der Deal wasserdicht gemacht und verkündet werden. Die den Madrilenen nahe stehende Zeitung hatte den Transfer aber schon mehrfach als unmittelbar bevorstehend verkündet - hat nur nie geklappt.

Dem Vernehmen nach sind auch die Eckdaten bereits ausverhandelt, demnach kann der Toptorjäger, 27 Pflichtspieltreffer in der abgelaufenen Runde, ein Grundgehalt von rund zehn Millionen Euro pro Jahr einstreichen.

Von der ausgehandelten Ablösesumme muss die Eintracht mehr als 30 Prozent an Jovics vorherigen Club, Benfica Lissabon, weiterreichen, die Portugiesen ihrerseits davon die Provision für den Spielerberater Fali Ramadani abzwacken. Da geht es um eine Größenordnung von etwa zehn Millionen Euro. Verrückte Welt.

VON INGO DURSTEWITZ

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