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Trainingslager der Eintracht.

Hütterzauber

Teuflisch teuer: Eintracht Frankfurt zu Besuch in der Schweiz

Hütterzauber, die Kolumne aus dem Trainingslager von Eintracht Frankfurt in der Schweiz. 

Die Schweiz, das ist nun kein Staatsgeheimnis, gehört eher nicht zu den Niedrigpreisländern. Die Preise sind gesalzen oder eben auch gepfeffert. Das fängt schon bei der Einreise an, die fast 44 Franken (rund 39 Euro) kostet, zumindest dann, wenn man die Autobahn befahren will. Wollen ja die meisten. 

Die Eintracht-Fans Tine, Rolf und Sohnemann Jason aus dem Südhessischen, zurzeit urlaubsbedingt im Schwarzwald zu Hause, aber nicht. Sie haben die Mautgebühr gespart und sind über die Landstraße getuckert. Fünf Stunden. War ganz schön, ganz schön lang aber auch und ganz schön kurvenreich obendrein. „Viele Bauernhöfe“, erzählt Rolf. „Hat sich etwas gezogen.“

Auch Ante Rebic ist auf dem Platz

Aber was nimmt man nicht alles in Kauf, um den Helden ganz nahe zu sein, die sich derzeit ja am herrlichen Thunersee für die neue Saison fitmachen. Hier im Stadion Lachen (hoho) ist alles fast wie immer: Moppes Petz, der Drill Instructor für die Goalies, bolzt feste drauf auf die Kiste, die Schnapper stöhnen. Sogar Ante Rebic, wechselwillig*, ist auf dem Platz. David Abraham ebenfalls. Das ist eine Erwähnung wert, weil der Kapitän am Sonntag nur individuell trainierte. Da gehen alle Alarmglocken an. Bei Abraham kann das schon mal bedeuten, dass er so ungefähr zur Rückrunde wieder fit wird. Diesmal geht‘s schneller. 

Taleb Tawatha dreht seine Runden, er ist, mal wieder, angeschlagen. Oder immer noch? Man weiß es nicht. Zimbo Zimmermann ist in Frankfurt geblieben, hat aber keine Angst vor Moppes Hämmern, sondern wird Papa. Fehlt entschuldigt.

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Die Pressemeute ist auch vor Ort, wie immer, Thun oder Biel, Florida oder Kalifornien, Windischgarsten oder Flachau, Sylt oder Norderney, Abu Dhabi oder Alicante – wir sind stets auf Ballhöhe. Und sehen dabei dann ein bisschen mehr von der pittoresken Landschaft als die Herren Profispieler, die ihr Programm auch auf der Wiese des TSV Buxtehude Altkloster von 1899 verrichten könnten. So ergab sich auch folgende kurze Konversation mit Seb Haller, einem klugen Kopf, der aber eben zum Kicken da ist und nicht zum Sightseeing.

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Reporter: „Und, schön hier in der Schweiz...?“

„Ja, ist nicht so weit weg von Frankfurt, wir waren schnell hier. Wir haben gute Bedingungen. Das ist wichtig.“

Reporter: „Mögen Sie die Schweiz, ist ja idyllisch...?“

„Ich weiß nicht, wir sind ja noch nicht lange da. Wir werden sehen. Der Komplex ist gut, wir genießen es hier, es wird ganz nett.“ Jo.

Da haben wir es besser, Abendessen an der Aare, malerisch. Aber mehr als ’ne Pizza ist nicht drin, die Diavola, das scharfe Teufelsding, kostet 20 Franken (18 Euro), drei kleine Pils dazu, zack, 38 Franken (34 Euro) weg. Schnäppchen. Der Kollege, im Zeitdruck, ist im Hotel geblieben, hat sich an der Ecke nen Döner geholt, neun Franken (acht Euro). „Hat aber gut geschmeckt, kann ich Euch empfehlen.“ Mal sehen.

Von Ingo Durstewitz

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