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Das neue Traum-Duo im Frankfurter Sturm: Goncalo Paciencia und Bas Dost. 

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Eintracht Frankfurt und der Traum von der Champions League

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Eintracht Frankfurt mischt in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga mit. Da kommen einige ins Träumen. Ist der Traum von der Champions League vielleicht sogar berechtigt?

Frankfurt - Es ist die verrückteste Bundesliga-Saison aller Zeiten. Zwischen Platz 9 und Platz 1 liegen gerade einmal zwei Punkte. So etwas gab seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995/96 es zu diesem Zeitpunkt noch nie. 

Mittendrin ist Eintracht Frankfurt. Die Hessen haben mit ihrem Sieg über Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen am vergangenen Freitag einen wichtigen Schritt gemacht, denn mithilfe der drei Punkte konnten sie den Anschluss an die oberen Tabellenplätze – beziehungsweise sogar Platz Eins – halten. Kein Wunder also, dass in Frankfurt einige mit der Champions League liebäugeln.

Einer davon ist Eintrachts Stürmer-Star Bas Dost. Der 30 Jahre alte Niederländer hat sich in Frankfurt direkt wunderbar eingefunden, traf in der Liga für die SGE bereits drei Mal – zuletzt setzte er den 3:0-Schlusspunkt gegen Leverkusen. „Vor vier Jahren war die Erwartung der Klassenerhalt, mit unserem jetzigen Kader muss die Europa League wieder ein Ziel sein. Wenn alles optimal läuft, will ich nicht ausschließen, dass wir um Platz 4 mitspielen können“, sagt er in einem Gespräch mit dem Kicker. 

Kader von Eintracht Frankfurt in der Saison 2019/20 stark – Bereit für die Champions League?

Sebastian Rode sieht das anders. Im Interview mit der Bild-Zeitung sagte der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler vor wenigen Tagen, dass die Champions League eine Träumerei sei. Doch der Sieg gegen Leverkusen hat gezeigt, dass Frankfurt das Zeug hat, auch die Großen zu schlagen. Der Kader von Eintracht Frankfurt gibt das auf jeden Fall her. 

Denn trotz der zunächst schmerzlichen Abgänge des Strumtrios um Sebastien Haller, Ante Rebic und Luka Jovic haben sich die Frankfurter mit der Verpflichtung von Bas Dost und der Leihe von André Silva noch einmal verstärkt. Goncalo Paciencia nutzt seine Chance überragend, schnürte zuletzt ein Doppelpack gegen Leverkusen. In der Liga erzielte er bereits fünf Tore für die Hessen.

Anschluss an die oberen Tabellenplätze halten – Schwierige Duelle gegen Gladbach und Bayern

Aber auch in den anderen Mannschaftsteilen ist Eintracht Frankfurt gut genug aufgestellt, um heiße Phasen wie die kommenden Wochen mit Bundesliga, Europa League und DFB-Pokal meistern zu können. Eintracht-Trainer Adi Hütter kann vor allem im Mittelfeld nach Belieben rotieren, was bei dem laufintensiven Spielstil der Frankfurter auch dringend nötig ist. 

Die schwierigen Duelle gegen Gladbach (27. Oktober) und Bayern (2. November) werden dabei für die Eintracht richtungsweisend sein. Es gilt, den Anschluss an die oberen Plätze nicht zu verlieren. Ein Sieg gegen den aktuellen Tabellenführer wäre natürlich eine riesen Schritt für die Hessen. Es wäre nicht auszudenken, mit welcher Euphorie die Frankfurter die angeschlagenen Münchner empfangen würden, wenn sie in dieser Woche einen Sieg gegen Gladbach einfahren. 

Die Träumerei von der Champions League – Ärgerliche Punktverluste gegen Bremen und Augsburg

Natürlich wirft Adi Hütter auch einen Blick zurück auf die vergangenen Spiele – vor allem auf Augsburg (1:2-Niederlage) und Bremen (2:2). Hütter trauert insbesondere dem Bremen-Spiel hinterher: "Das Tor kurz vor Schluss ärgert mich immer noch. Sonst würden wir mit 16 Punkten gleich sein mit Gladbach", sagt er. 

Der Punktverlust war ärgerlich, doch es gilt jetzt, den Blick nach vorne zu richten und die schwierigen direkten Duelle in der Spitzengruppe zu bestehen. Dann ist am Ende der Saison vielleicht sogar tatsächlich Platz vier und damit die Champions League drin. Noch ist es eine – berechtigte – Träumerei, die Weichen dafür können in den kommenden Wochen gestellt werden. 

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