Yannick Brugger steht vor einem Abgang bei Eintracht Frankfurt.
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Yannick Brugger steht vor einem Abgang bei Eintracht Frankfurt.

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Eintracht-Transfers: Talent ohne Chance auf Einsätze - Flucht im Winter?

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Bei Eintracht Frankfurt steht der nächste Abgang kurz bevor. Ein junges Talent zieht es höchstwahrscheinlich ins Ausland.

  • Eintracht Frankfurt gibt womöglich einen weiteren Spieler in dieser Transferperiode ab.
  • Yannick Brugger zieht es in die zweite österreichische Liga zum Grazer AK.
  • Bei der SGE kam der 20-Jährige in der Bundesliga noch nicht zum Einsatz.

Frankfurt – Der Transfermarkt ist seit Anfang des Jahres geöffnet und Eintracht Frankfurt war bereits sehr aktiv. Neben Luka Jovic, der auf Leihbasis von Real Madrid zurück an den Main kehrte, hat die SGE auch einige Abgänge zu verzeichnen. Marijan Ćavar, der sich bei Eintracht Frankfurt nie durchsetzen konnte und nur zu einem Einsatz in der Bundesliga kam, hat sich der SpVgg Greuther Fürth angeschlossen. Stürmer Bas Dost zog es nach Belgien zum FC Brügge, das Duo Dominik Kohr und Danny da Costa wechselte bis zum Ende der laufenden Saison zum FSV Mainz 05 und soll dort mithelfen, die Klasse zu halten. Außerdem beendete Kapitän David Abraham seine Karriere und ging zurück in seine argentinische Heimat.

Eintracht Frankfurt: Steht der nächste Abgang bevor?

Kurz vor Ende der Transferperiode bahnt sich ein weiterer Abgang bei Eintracht Frankfurt an. Talent Yannick Brugger steht vor einem Abgang. Den 20-Jährigen könnte es zum Grazer AK ziehen, wie die „Kronenzeitung“ berichtet. Derzeit absolviert der Innenverteidiger der SGE ein Probetraining beim österreichischen Klub, anschließend soll entschieden werden, ob es eine Verpflichtung Bruggers geben wird. Der Innenverteidiger kam bereits im Testspiel gegen BW Linz zum Einsatz und wurde von Trainer Gernot Plassnegger genaustens unter die Lupe genommen.

Yannick Brugger steht bei Eintracht Frankfurt seit Sommer 2018 unter Vertrag. Er kam aus der U17 des FC Bayern München und schloss sich der U19 der SGE an. Seine fußballerische Laufbahn startete der in Bayern geborene Innenverteidiger beim TSV 1860 München. In seiner ersten Spielzeit am Main hatte er keinen einzigen Einsatz zu verzeichnen, da Brugger sich kurz nach dem Transfer einen Kreuzbandriss zuzog und lange ausfiel. Nachdem er die schwere Verletzung überwunden hatte, sicherte sich der 20-Jährige in der U19 von Eintracht Frankfurt einen Stammplatz und führte seine Mannschaft in einer Partie sogar als Kapitän aufs Feld.

Im Sommer 2020 wurde er für seine starken Leistungen belohnt und unterschrieb bei Eintracht Frankfurt seinen ersten Profivertrag. Kurz danach zog er sich im Training eine Außenband- und Kapselverletzung zu und fiel mehrere Wochen aus. In einem Bundesligaspiel kam der Innenverteidiger noch nicht zum Einsatz, lediglich in Testspielen ließ Trainer Adi Hütter ihn mitwirken.

Eintracht Frankfurt: Brugger trotz Potenzials ohne Chance

Potenzial ist bei Yannick Brugger durchaus vorhanden, die Konkurrenz bei Eintracht Frankfurt aber zu groß für ihn und die Qualität reicht derzeit noch nicht aus, um sich gegen die anderen Spieler auf seiner Position durchzusetzen. Der Vertrag Bruggers läuft am 30. Juni 2021 aus und bislang gab es noch keine Gespräche über eine mögliche Verlängerung. Die Tatsache, dass der 20-Jährige die Freigabe für ein Probetraining bei einem anderen Verein bekommt, zeigt aber deutlich, dass Eintracht Frankfurt nicht mit dem jungen Profi plant. Sollte er beim Grazer AK überzeugen und sich einen Vertrag sichern, wäre das die Möglichkeit für einen Neuanfang – in einer Liga, in der er besser zurechtkommen sollte als in der Bundesliga.

Unterdessen ätzt die spanische Presse gegen Zinedine Zidane, Trainer von Real Madrid, Grund ist der Wechsel von Luka Jovic, der bei Eintracht Frankfurt direkt überzeugen konnte. Am 18. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga traf Eintracht Frankfurt auf den Aufsteiger Arminia Bielefeld – und siegte hoch. (smr)

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