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Holt Niko Kovac mit dem FC Bayern die Meisterschaft?

Eintracht Frankfurt

Gegner-Check: Viel Druck für den FC Bayern vor Endspiel gegen die SGE

Das Internet meldet schon Niko Kovacs Rauswurf Hält der Münchner Scheinfriede auch nach dem Spiel gegen die Eintracht? Hier der nicht ganz ernst gemeinte Bayern-Check.

Der Trainer:Ist ein Leidensgenosse von Hannes Wolf. Der Hamburger Kollege wurde nach einigen gestreuten Indiskretionen gestern endlich auch offiziell vor die Tür gesetzt. Bei Niko Kovac wollen die Bayern-Bosse erst am Ende ganz genau abzählen, wie viele Titel er nicht geholt hat. Aber auch Kovac weiß schon, was ihn erwartet. Die Internet-Portale "Goal" und "Spox" meldeten ebenfalls gestern, dass sein Rauswurf nach der Saison beschlossene Sache sei. Eine totale Ente sei das, meldete sich Karl-Heinz Rummenigge empört zu Wort. Der sollte es wissen, der ist Vorstandschef. Jo mei, was stimmt denn nun, fragt man sich in Bayern und im restlichen Fußball-Deutschland, und das fragt sich in erster Linie auch Niko Kovac. Herrscht denn nur noch Eigennutz und Unehrlichkeit? Das hatte sich der Kroate alles ganz anders vorgestellt, als er vor einem Jahr ganz spontan entschied, das popelige Frankfurt hinter sich zu lassen und weltberühmter Bayern-Coach zu werden. "Wir müssen einfach mal lernen, dass unsere Welt besser werden muss", hat Kovac jetzt vor dem Spiel gegen die Eintracht sinniert. Da hat er Recht.

Die Stimmung:Lässt sich wohl am besten mit dem Wort Scheinfrieden beschreiben. Nachdem die Champions League verspielt wurde, wollen die Bosse an der Säbener Straße wenigstens wieder mal das Double holen. Und dafür tun sie alles, sogar eine rührende Show in Sachen Gemeinsinn hatten die Alphamännchen Rummenigge und Uli Hoeneß in dieser Woche einstudiert. Der Vorstandschef gratulierte dem Präsidenten vor geladenen Gästen mit warmen Worten zum 40-jährigen Dienstjubiläum.

Die Mannschaft:Hat in den letzten Tagen vor dem großen Finale gegen die Eintracht gewaltig auf die Tränendrüse gedrückt. Robben weg, Ribéry weg, Rafinha weg: Und trotzdem wird es irgendwie weitergehen an der Säbener Straße. Robert Lewandowski muss wohl wieder bleiben. Dann gibt's vielleicht auch neue Trainingsschlägereien mit Kingsley Coman. Die haben sich die Bosse sogar auf Video zu Gemüte geführt. Aber nicht, weil Netflix nicht funktionierte, sondern weil sie Kovacs Krisenmanagement begutachten wollten. Für Lucas Hernández (80 Millionen Euro Ablöse) und Benjamin Pavard (35 Millionen) hat man bereits einen Haufen Geld in die Hand genommen. Bleibt die Frage, was ein neuer Stammtorhüter und ein neuer Trainer vielleicht noch kosten.

Die Statistik:Die Eintracht verlor ihre letzten neun Gastspiele an der Isar mit nur drei eigenen Treffern und erbeuteten in den letzten 13 nur mit einem 0:0 einen Punkt. Den bislang letzten Frankfurter Sieg in München (2:1 am 18. November 2000) heftete sich Trainer Felix Magath ans Revers, der spätere Double-Gewinner mit den Bayern. Aber wer denkt schon noch an diese ollen Kamellen: Das wichtigste Spiel in der jüngeren Vergangenheit gegen die Bayern haben die Adlerträger gewonnen. 19. Mai 2018, Berliner Olympiastadion: Bayern München - Eintracht Frankfurt 1:3. Und einen Pokal gab's damals noch oben drauf. rich

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