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Problemzone von Eintracht Frankfurt: Neuzugang oder Juwel als Lösung?

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Eintracht Frankfurt scheint sich zu stabilisieren, Trainer Glasner hofft auf eine Fortsetzung des Positivtrends. Doch ein zentrales Problem bleibt.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt steckt mitten im Umbruch. Nach einer starken Saison, die auf dem fünften Tabellenplatz und mit der Qualifikation für das internationale Geschäft endete, befindet sich die SGE in der derzeitigen Spielzeit im Mittelfeld des Tableaus.

Oliver Glasner steht, als neuer Trainer der Eintracht, vor der Aufgabe den Klub in ruhige Fahrwasser zu geleiten, sodass der Abstiegskampf keine Rolle spielt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, unter anderem mit zahlreichen Unentschieden, konnte man zuletzt überzeugen: Gegen den SC Freiburg und Union Berlin fuhr die Eintracht zwei Siege ein.

Eintracht Frankfurt: Strafraum als Problemzone

Trotz zuletzt positiver Resultate fällt auf, dass insbesondere ein Abgang der vergangenen Spielzeit bisher nicht kompensiert werden konnte: Mittelstürmer André Silva, der zu RB Leipzig wechselte. Der portugiesische Nationalspieler erzielte 28 Treffer für die Eintracht. Das machte mehr als ein Drittel der insgesamt 69 SGE-Tore aus. Diese fehlen nun.

Oliver Glasner und Markus Krösche von Eintracht Frankfurt
Juni 2021: Oliver Glasner wird als neuer Trainer von Eintracht Frankfurt vorgestellt. © Jan Hübner/Imago Images

Sportvorstand Markus Krösche, ebenfalls neu am Main, transferierte zahlreiche Offensivspieler zur Eintracht: Jens Petter Hauge, Rafael Borré, Jesper Lindström sowie Sam Lammers. Allesamt andere Spielertypen als Silva. Hauge, Lindström und Borré spielen in Glasners Mannschaft auf den offensiven Halbpositionen. Allein Lammers stellt den einzigen neuen Mittelstürmer dar. Der Niederländer, aus Bergamo nach Frankfurt gekommen, konnte allerdings kaum überzeugen. Trotz einer Größe von 1,91 Meter strahlt er bislang zu wenig Präsenz aus, weder als Wand- noch als Abschlussspieler.

Ein Zeichen des fehlenden Mittelstürmers aka Torjägers ist beispielsweise die Verteilung der bisherigen Torschützen. 18 bisherige Eintracht-Tore stehen zu Buche. Filip Kostic ist mit drei Toren Top-Türschütze, dahinter folgen Rafael Borré und Jens Petter Hauge mit jeweils zwei Treffern.

Eintracht Frankfurt hat zwei weitere Optionen

Neben den genannten Neuzugängen verfügt Eintracht Frankfurt eigentlich über zwei weitere Mittelstürmer: Ragnar Ache und Goncalo Paciencia.

Ache galt vor der Saison in Fachkreisen als großes Talent, das vor seinem Durchbruch bei einem Bundesligisten steht. Doch die bisherige Spielzeit belehrt die Experten wohl eines besseren. Insbesondere durch seine Auftritte im Trikot der deutschen U21-Nationalmannschaft bei Olympia spielte sich der körperlich starke 23-Jährige in den Fokus. Ragnar Ache kam in der aktuellen Saison von Glasner lediglich in sieben von 13 Partien zum Einsatz. Dabei glückte ihm eine Torvorlage. In sechs Spielen stand er nicht im Kader der SGE. Aches großes Potenzial kommt bei Eintracht Frankfurt bislang noch nicht zur Geltung. Dennoch dürfte auch Oliver Glasner ihn als Talent für die Zukunft ansehen.

Jens Petter Hauge und Ragnar Ache von Eintracht Frankfurt
Jens Petter Hauge und Ragnar Ache im Training von Eintracht Frankfurt. (Archivfoto) © Jürgen Kessler/Imago Images

Neben Ache ist Goncalo Pancienca eine theoretische Option für Glasner. Doch auch der Portugiese, der nach einer Leihe zu Schalke 04 nach Frankfurt zurückkehrte, überzeugt bislang nicht. Fünf Einsätze kann er vorweisen. Dabei erzielte er einen Treffer, per Elfmeter. Im Vergleich zu Ache gilt Paciencia bereits als erfahrener. Die Erwartungshaltung ihm gegenüber relativ ist groß. Allerdings spricht seine Einsatzzeit bisher nicht für seine Leistungen, in den Trainingseinheiten und in den Spielen.

Winterpause: Eintracht Frankfurt könnte auf Sturmproblem reagieren

Neben einer Lösung durch bereits vorhandene Spieler könnte auch ein Neuzugang eine Option darstellen. Teil zahlreicher Transfergerüchte sind Spekulationen um Ansgar Knauff von Borussia Dortmund. Der Youngster des BVB soll in den Fokus der Eintracht-Scouts gerückt sein. Er gilt als wendiger, schneller Angreifer. Allerdings ist auch Knauff kein „klassischer“ Mittelstürmer. Es bleibt abzuwarten, ob die Eintracht tatsächlich einen Transfer des jungen Dortmunders realisieren kann – oder nicht. Eine Leihe steht wohl im Raum.

Unabhängig von der Causa Knauff dürfte für Krösche ein Leihgeschäft die erste Wahl sein. Ab Anfang Januar kann der Eintracht-Sportvorstand den Transfermarkt sondieren. (tu)

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