+
Eintracht Frankfurt sucht noch nach den passenden Verstärkungen für den Angriff. Ist Michael Gregoritsch ein Kandidat?

Eintracht Frankfurt

Nelson, Gregoritsch & Co.: Welchen Stürmer holt die Eintracht?

  • schließen

Eintracht Frankfurt sucht noch nach den passenden Verstärkungen für den Angriff. Wir geben einen Überblick über die möglichen Kandidaten.

Frankfurt - Fredi Bobic ist weiterhin auf der Suche nach Verstärkungen in vorderster Front. Nach den Abgängen von Haller und Jovic werden neue Stürmer gesucht. Wir geben einen Überblick über einige mögliche Kandidaten für die SGE:

Reiss Nelson (FC Arsenal): Der 19-jährige Angreifer bringt enormes Tempo mit, ist stark im Eins-gegen-eins und besitzt eine herausragende Technik. Der 1,75 Meter große Nelson ist für die gegnerischen Abwehrspieler nur schwer unter Kontrolle zu bringen und hat auch vor dem Tor eine gewisse Qualität. Letzte Saison war er an die TSG Hoffenheim ausgeliehen und erzielte sieben Treffer in 29 Einsätzen. In der Rückrunde stoppten ihn kleinere Verletzungen, sonst wäre seine Bilanz wohl noch beeindruckender gewesen. Arsenal würde den Angreifer gehen lassen, er dürfte aber einen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Hertha BSC hatte Interesse, entschied sich aber für Dodi Lukebakio.

Wechsel-Wahrscheinlichkeit: 30 Prozent.

Eintracht Frankfurt: Wäre Gregoritsch eine Möglichkeit?

Michael Gregoritsch: Der baumlange (1,93 Meter) Mittelstürmer erlebte eine schwache Saison in Augsburg. Sechs Tore in 32 Spielen standen am Ende auf der Habenseite, aber eine Spielzeit vorher traf er noch mehr als doppelt so oft. Der Österreicher besticht durch seine Durchsetzungsfähigkeit, seinen fulminanten Abschluss und die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Er muss mit Bällen gefüttert werden und würde hervorragend ins Spiel von Trainer Adi Hütter passen. Verhandlungen mit dem FC Augsburg sind aber alles andere als einfach, wie Fredi Bobic erst kürzlich bei Martin Hinteregger feststellen musste.

Wechsel-Wahrscheinlichkeit: 15 Prozent. 

Jean-Kevin Augustin (RB Leipzig): Der hochveranlagte Stürmer fiel in der vergangenen Spielzeit eher außerhalb des Platzes auf - und dann auch noch äußerst negativ. Nach der "Handy-Affäre" bei RB Leipzig kam Augustin nicht mehr über die Rolle des Einwechselspielers hinaus und musste regelmäßig sogar auf der Tribüne Platz nehmen. Insgesamt lief er letzte Saison 17 Mal in der Bundesliga auf und erzielte drei Treffer. Aktuell ist er hinter Werner, Poulsen und Cunha nur Stürmer Nummer vier. Sollte er seine Undiszipliniertheiten in den Griff bekommen, kann er eine Verstärkung für viele Bundesligisten sein. Fraglich ist, ob die SGE dieses Risiko eingehen würde.

Wechsel-Wahrscheinlichkeit: 35 Prozent.

Jonathan Bamba (OSC Lille): Ein klassischer Außenstürmer, der aber auch in der Mitte spielen kann, ist Bamba vom OSC Lille. Der französische Ex-U21-Nationalspieler wechselte letzte Saison ablösefrei von AS St.-Etienne nach Lille und spielte eine klasse Runde. 13 Tore in 38 Spielen sind eine ausgezeichnete Quote für den 23-Jährigen. Bereits vergangenen Sommer soll die SGE Interesse gehabt haben, ein Wechsel klappre aber nicht. Unternimmt die Eintracht nun einen weiteren Versuch? Billig dürfte er nicht werden, sein aktueller Marktwert bei transfermarkt.de liegt bei 17 Millionen Euro.

Wechsel-Wahrscheinlichkeit: 25 Prozent. 

Eintracht Frankfurt: Schlägt Bobic in Belgien oder Frankreich zu?

Jonathan David (KAA Gent): Ein hoffnungsvoller Nachwuchsstürmer ist der 19-Jährige Jonathan David von KAA Gent. Der Kanadier erzielte acht Tore bei 23 Einsätzen in der letztjährigen Saison der belgischen Jupiler Pro League. Ein Jahr zuvor schnappte sich Gent ihn von Ottawa ISC aus Kanada. David spielte sich sofort in den Fokus und sein Marktwert explodierte von 100.000 Euro auf neun Millionen Euro innerhalb eines Jahres. Für die kanadische Nationalmannschaft traf er zehnmal in nur acht Spielen. Jonathan David wäre eine Investition in die Zukunft, dem aber auch der direkte Durchbruch in der Bundesligazuzutrauen ist.

Wechsel-Wahrscheinlichkeit: 20 Prozent. 

Samuel Kalu (Girondins Bordeaux): Der Nigerianer trat vor der letzten Spielzeit in große Fußstapfen. Er sollte den Brasilianer Malcolm, der für 41 Millionen Euro zum FC Barcelona wechselte, bei Girondins Bordeaux ersetzen. 8,5 Millionen Euro zahlten die Franzosen für ihn an KAA Gent. Zu Beginn der Saison konnte er sich einen Stammplatz erkämpfen, doch in der Rückrunde stand er in lediglich sechs Spielen im Kader und das, obwohl er nicht verletzt war. Kalu besitzt eine Menge Potenzial, was er aber in Frankreich bisher nur bedingt abrufen konnte. Würde ihm unter Umständen eine Luftveränderung gut tun? Es würde aber ein teurer Transfer werden, denn der Stürmer hat noch Vertrag bis 2023.

Wechsel-Wahrscheinlichkeit: 5 Prozent. 

(smr)

Lesen Sie auch:

Europa League: So sehen Sie FC Vaduz gegen Eintracht Frankfurt live im TV und Live-Stream

Eintracht Frankfurt tritt in der Europa League beim FC Vaduzan. So sehen Sie das Spiel live im TV und Stream.

Erik Durm: Einbrecher erkannten Weltmeistermedaille nicht

Eintracht-Neuzugang Erik Durm über seine Rolle als Backup, sein lehrreiches Jahr in England und Einbrecher, die die Weltmeistermedaille von 2014 einfach liegengelassen haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare