Amin Younes (l.) steht vor dem Aus bei Eintracht Frankfurt.
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Amin Younes (l.) steht vor dem Aus bei Eintracht Frankfurt.

SGE-Planungen

Eintracht Frankfurt stellt Amin Younes frei: Vertragsauflösung zeichnet sich ab

  • Sascha Mehr
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Ein Offensivspieler wollte Eintracht Frankfurt unbedingt verlassen, der Wechsel platzte. Nun steht er vor dem endgültigen Aus bei der SGE.

Update vom Mittwoch, 08.09.2021, 12.10 Uhr: Der Fall Amin Younes dürfte sich bald klären. Wie Eintracht Frankfurt am Mittwoch beim Kurznachrichtendienst Twitter bekannt gab, stehen in den nächsten Tagen Gespräche mit dem Mittelfeldspieler an. In der Mitteilung heißt es konkret: „Eintracht Frankfurt und Amin Younes haben sich im Rahmen eines gemeinsamen Termins mit Sportvorstand Markus Krösche und Cheftrainer Oliver Glasner darauf verständigt, die kommenden Tage zu nutzen, um eine einvernehmliche Lösung für die aktuelle Situation zu erzielen. Der Spieler wird während dieser Phase nicht am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen.“

Wahrscheinlich scheint jetzt eine Vertragsauflösung zu sein, da sich bislang kein Transfer von Younes zu einem anderen Klub abzeichnet.

Eintracht will Offensiv-Star jetzt loswerden: Vertragsauflösung oder Transfer?

Erstmeldung: Frankfurt – Eintracht Frankfurt hat turbulente Wochen hinter sich. Fast täglich schossen Gerücht über mögliche Abgänge aus dem Boden. Die Fans der SGE mussten mit einem großen Aderlass rechnen.

Torjäger André Silva verabschiedete sich früh in der Transferphase Richtung RB Leipzig und spielt dort nun Champions League. Bis zum letzten Tag der Wechselfrist sah es danach aus, als würde ein weiteres Duo der Eintracht den Rücken kehren, doch die Transfers von Amin Younes und Filip Kostic scheiterten auf der Zielgeraden. Nun ist das Transferfenster geschlossen – und bei der SGE kann endlich Ruhe einkehren.

Eintracht Frankfurt: Amin Younes auf dem Abstellgleis

Für Amin Younes wird die Zeit bei Eintracht Frankfurt aber vermutlich trotzdem zu Ende gehen, trotz geplatztem Wechsel nach Saudi Arabien, wo der ehemalige Nationalspieler ein üppiges Gehalt bezogen hätte. Younes steht bei der SGE nämlich vor dem Aus, wie der Hessische Rundfunk berichtet. Der 28-Jährige weilt nicht am Main und nahm nicht am Training seines Klubs teil. Stattdessen soll sich der Offensivspieler in der Türkei aufhalten und dort Gespräche wegen eines Transfers führen. Das Transferfenster in der Türkei ist noch bis Mittwoch (08.09.2021) geöffnet, ein Wechsel von Amin Younes dorthin also weiterhin möglich.

Amin Younes (l.) steht vor dem Aus bei Eintracht Frankfurt.

Am Anfang des Jahres dachte wahrscheinlich niemand an solch eine Entwicklung in der Beziehung zwischen Amin Younes und Eintracht Frankfurt. Der 28-Jährige, beim SSC Neapel nur Bankdrücker, wechselte per Leihe zur SGE und war überglücklich, wieder regelmäßig Fußball spielen zu können. Seine Leistungen bei der SGE wurden nach und nach immer besser, mit dem Höhepunkt beim 2:1-Sieg gegen den FC Bayern München. Younes war wieder im Rampenlicht und durfte sich sogar Hoffnungen auf einen Platz im EM-Kader von Deutschland machen.

Der Absturz folgte mit dem Spiel bei Borussia Dortmund. In der Halbzeit kam es zu einem lautstarken Streit zwischen Amin Younes und dem damaligen Trainer Adi Hütter. Der Spieler soll sich sogar geweigert haben weiterzuspielen. Hütter wechselte den 28-Jährigen aus, Eintracht Frankfurt gewann die Partie beim BVB. Infolgedessen war das Tischtuch zwischen Younes und Hütter zerschnitten und der Coach setzte nicht mehr auf den quirligen Außenbahnspieler.

Eintracht Frankfurt: Younes vor Wechsel in die Türkei?

Unter Oliver Glasner, der vom VfL Wolfsburg zu Eintracht Frankfurt kam, hätte Amin Younes die Gelegenheit auf einen Neuanfang gehabt, doch plötzlich wollte er unbedingt den Verein verlassen. Die Wertschätzung war ihm zu gering und das Gehalt ebenfalls nicht groß genug. Als ein Transfer nach Saudi Arabien platzte, dachten viele, dass es eine Versöhnung zwischen Younes und der SGE geben könnte, doch der 28-Jährige fehlte im Aufgebot, das Eintracht Frankfurt für die Europa League meldete. Nun könnte sich das Kapitel endgültig schließen, obwohl es so vielversprechend begonnen hatte im vergangenen Jahr.

Unterdessen musste Aymen Barkok von Eintracht Frankfurt mit seiner Nationalmannschaft die Flucht ergreifen. Zuvor war es zu einem Putschversuch gekommen. Nach dem Wechseltheater um Filip Kostic hat sich Eintracht-Trainer Oliver Glasner zu Details geäußert. (smr)

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