SGE plant kommende Spielzeit

Eintracht droht Abgang von Kamada – Überhebliche Töne von SGE-Star?

  • VonDavid Suárez Caspar
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Daichi Kamada hat mit Eintracht Frankfurt eine überragende Saison gespielt. Doch nun deutet er mit neugewonnener Überheblichkeit auf einen Wechsel hin.

Frankfurt – Fünf Tore und 15 Torvorlagen: Eine Bilanz, die für den japanischen Nationalspieler Daichi Kamada spricht. Diese Zahlen machen ihm zum Leistungsträger der sehr starken Eintracht Frankfurt-Saison. Kamada reiht sich somit hinter den Toptorjäger André Silva auf Platz zwei der besten Scorer ein. In einem Interview deutete Kamada nun einen Wechsel zu einem Klub mit „höherem Ansehen“ an.

Bekannt ist bereits, dass Daichi Kamada mit dem Gedanken spielt, Eintracht Frankfurt diesen Sommer zu verlassen. Doch in einem Interview mit dem japanischen Onlineportal Goal Japan zeigte sich Kamada neuerdings von einer anderen, vielleicht überheblicheren Art. „Es ist möglich, dass ich jetzt den Verein wechsle und bei einem Klub mit höherem Ansehen mehr verdiene.“ Nicht gerade Worte die vor Zurückhaltung strotzen.

Eintracht Frankfurt – Daichi Kamada: „Ich könnte auch noch ein Jahr in Frankfurt bleiben“

Kamada fügte jedoch hinzu: „Ich könnte auch noch ein Jahr in Frankfurt bleiben, um dort ein wichtigerer Spieler zu werden. Ich bleibe geduldig.“ Damit sieht Kamada eine Verlängerung seiner Zeit bei der SGE als eine Möglichkeit. Ein längerfristiger Aufenthalt scheint hingegen keine Option zu sein.

Die Zukunft von Daichi Kamada bei Eintracht Frankfurt ist noch nicht geklärt. (Archivfoto)

Ein Abgang Kamadas wäre ein herber Verlust für die Eintracht. Das Besondere an Daichi Kamada: Seine Tore schießt er nicht gegen irgendwen, sondern gegen die Großen – vier seiner fünf Treffer machte er in der abgelaufenen Spielzeit gegen die Top Vier – Bayern, Leipzig, Dortmund und Wolfsburg. So schoss er die Eintracht Frankfurt beim 2:1-Erfolg gegen den FC Bayern mit 1:0 in Führung. Auch international trumpfte Kamada in der vorvergangenen Saison auf: Doppelpack zum 2:1-Sieg beim FC Arsenal, Dreierpack beim 4:1-Erfolg gegen Salzburg.

Eintracht Frankfurt droht Abgang von Daichi Kamada

Bei einem Wechsel von Kamada, müsste die Eintracht ihn adäquat ersetzen. Allerdings gibt es auch eine Alternative im aktuellen Kader: Mit Amin Younes verfügt die SGE einen Spielmacher, der ebenfalls den Unterschied ausmachen kann. Für das richtige Geld würde die Eintracht Kamada und Ndicka sogar lieber gehen lassen, als André Silva und Filip Kostic.

Durch seine starke Leistung in der Saison konnte Kamada seinen Marktwert binnen eines Jahres mehr als verdoppeln. Sein Preis liegt nun bei 25 Millionen Euro, er ist binnen eines Jahres um satte 13 Millionen Euro gestiegen. Der FC Sevilla, heißt es, habe Interesse, auch die Tottenham Hotspurs. Doch bisher lässt ein Angebot auf sich warten.

Eintracht Frankfurt: Lieber Silva behalten und Kamada gehen lassen?

Der Eintracht schwebt eine dem Marktwert angelehnte Summe vor – sprich: 25 Millionen Euro. Zur Zeiten von Corona keine kleine Summe. Für sehr viel weniger würde die Eintracht ihren offensiven Mittelfeldspieler aber wohl nicht ziehen lassen. Die Eintracht hatte Kamada vor vier Jahren für ein Schnäppchen von 1,6 Millionen aus Japan geholt.

Die Ablösesumme von Kamada für mindestens 20, vielleicht sogar 25 Millionen Euro könnte dafür sorgen, dass André Silva der Eintracht erhalten bleibt. Je nach Spieler-Vorliebe könnte so ein Deal sogar mit Wohlwollen angenommen werden. Der Transfersommer für Eintracht Frankfurt wird nach einer überragenden Bundesliga-Saison mit der Platzierung auf Platz fünf spannend bleiben. (David Suárez Caspar)

Rubriklistenbild: © Christian Schroedter via www.imago-images.de

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