Eintracht Frankfurt nach der Niederlage gegen den FC Basel
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Eintracht Frankfurt nach der Niederlage gegen den FC Basel.

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Ex-SGE-Profi kritisiert Zustand von Eintracht Frankfurt scharf

  • Sascha Mehr
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Ein ehemaliger Spieler kritisiert den aktuellen Zustand von Eintracht Frankfurt scharf und lässt kein gutes Haar an der Mannschaft.

  • Thomas Berthold kritisiert Eintracht Frankfurt scharf
  • Der Zustand der Mannschaft sei „beängstigend“
  • Berthold ist bekannt dafür, seine Meinung stets zu sagen

Frankfurt - Der ehemalige Spieler von Eintracht Frankfurt, Thomas Berthold, hat die SGE in seiner Kolumne in der „Bild“ scharf kritisiert. „Seien wir mal ehrlich: Die Mannschaft präsentiert sich in einem beängstigenden Zustand! Körperlich und geistig nicht da. Eklatante Fehler. Amateurhaftes Fehlverhalten. Keine Einheit“, schreibt Berthold. Zusätzlich kritisierte er die Schwäche auf fremden Plätzen, die „mittlerweile bei einigen auf dem Platz fast apathische Anfälle“ auslöse. 

Laut dem Ex-Profi kann Eintracht Frankfurt nur noch ein einziges Ziel in der laufenden Saison haben: So schnell wie möglich den Klassenerhalt sichern. Seiner Meinung nach kann die SGE die momentane Unterbrechung wegen der Coronavirus-Krise nutzen, um sich zu sammeln und die Saison positiv zu Ende zu bringen. 

Eintracht Frankfurt: Heftige Kritik von Thomas Berthold

Thomas Berthold kritisiert auch Trainer Adi Hütter, dem er für die jüngere Vergangenheit eine beängstigende Ratlosigkeit attestiert. „Keine taktischen Impulse. Stattdessen plätscherte Eintrachts Spiel so dahin“, so Berthold in der „Bild“. Der Coach hätte nun aber die Gelegenheit, sein Mannschaft in Ruhe auf die Fortsetzung der Pflichtspiele vorzubereiten. 

Eintracht Frankfurt steht nach dem 25. Spieltag auf Platz zwölf der Tabelle in der Fußball-Bundesliga und hat ein Spiel weniger absolviert als die Konkurrenz. Die ausgefallene Partie beim SV Werder Bremen muss noch nachgeholt werden. In der Europa League kassierte die SGE im Hinspiel des Achtelfinale gegen den FC Basel eine 0:3-Heimklatsche.

 Wann das Rückspiel absolviert werden kann, ist momentan noch völlig unklar. Im DFB-Pokal steht Eintracht Frankfurt im Halbfinale und muss auswärts beim FC Bayern München antreten. Die SGE ist klarer Außenseiter und droht das Finale in Berlin zu verpassen. 

Eintracht Frankfurt: Berthold spielte bereits in der Jugend für die SGE

Thomas Berthold, der gebürtig aus der hessischen Stadt Hanau kommt, wechselte bereits im Alter von 14 Jahren in die Jugend von Eintracht Frankfurt. Bei der SGE wurde er im Jahr 1982 zum Profi. Sein Debüt in der Bundesliga gab er in der Saison 1982/83, als er am 24. Spieltag eingewechselt wurde. Eintracht Frankfurt verlor das Auswärtsspiel beim Hamburger SV mit 0:3. Sein erster Treffer in der höchsten deutschen Spielklasse gelang Thomas Berthold am letzten Spieltag der gleichen Saison, als er bei der 1:5-Niederlage in Düsseldorf zum zwischenzeitlichen 1:3 traf. 

Nach vier Spielzeiten in der Bundesliga für Eintracht Frankfurt zog es den Abwehrspieler nach Italien zu Hellas Verona und später zum AS Rom. 1993 kehrte er nach Deutschland zurück und schloss sich Rekordmeister FC Bayern München an, anschließend lief er insgesamt sieben Jahre für den VfB Stuttgart auf. Seine Karriere ließ Berthold dann 2001 in der Türkei ausklingen. Für Adanaspor stand er noch in fünf Partien auf dem Platz, dann war seine Karriere als Spieler offiziell beendet. Von Juli 2003 bis März 2005 war er dann Manager bei Fortuna Düsseldorf.

Der beinharte Verteidiger absolvierte 62 Länderspiele für Deutschland und gehörte zum Kader der Mannschaft, die 1990 unter Franz Beckenbauer in Italien Weltmeister wurde. Thomas Berthold vertritt außerhalb des Platzes stets seine Meinung und eckt damit bei vielen Menschen an. Wegen eines kritischen Interviews im „Spiegel“, das er Ende des Jahres 1994 gegeben hatte, wurde er nicht mehr in den Kreis der deutschen Nationalmannschaft berufen. 

(smr)

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