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Tor-Flaute: Eintracht Frankfurt benötigt Torjäger - Plant Krösche Transfer für Sommer?

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Von: Sascha Mehr

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Bei Eintracht Frankfurt herrscht Flaute im Sturm.
Bei Eintracht Frankfurt herrscht Flaute im Sturm. © Norbert SCHMIDT/Imago

Eintracht Frankfurt fehlt ein echter Torjäger im Angriff. Schlägt die SGE im Sommer auf dem Transfermarkt zu und verpflichtet neuen Stürmer?

Frankfurt – Eintracht Frankfurt spielt keine gute Rückrunde in der Fußball-Bundesliga. In sieben Spielen gab es bereits fünf Niederlagen – nur eine Partie konnte gewonnen werden. Für die Ansprüche und Ziele des Klubs, der sich erneut für die Europa League qualifizieren will, ist das natürlich viel zu wenig. Lediglich Platz 16 in der Rückrundentabelle spricht eine deutliche Sprache, nur die Kellerkinder VfB Stuttgart und Hertha BSC haben noch weniger Punkte im Jahr 2022 geholt als Eintracht Frankfurt.

Die Defensive von Eintracht Frankfurt macht aber einen guten Job, zwölf Gegentreffer in sieben Spielen sind Durchschnitt in der Bundesliga. Mit der Anzahl an Gegentoren liegt die SGE im Bereich des FC Bayern München (10), der TSG Hoffenheim (10), Borussia Dortmund (11) und Bayer Leverkusen (11). Einzig RB Leipzig mit sechs Gegentreffern ist weit von der SGE entfernt. Das Problem liegt also nicht in der Abwehr, sondern vielmehr in der Offensive der Mannschaft von Trainer Oliver Glasner.

Eintracht Frankfurt: In der Offensive drückt der Schuh

Mit sechs erzielten Treffern rangiert Eintracht Frankfurt in der Rückrundentabelle fast ganz am Ende, nur Hertha BSC ist mit fünf eigenen Toren noch schwächer. Zum Vergleich: Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen schossen im gleichen Zeitraum jeweils 23 Treffer. Bei der SGE hakt es also im Angriff ganz gewaltig. In den letzten drei Partien gelang den Adlern kein einziges Tor, insgesamt 283 Minuten ist die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner torlos. Anfang Februar beim Auswärtsspiel in Stuttgart traf Eintracht Frankfurt zuletzt.

Doch beim 3:2-Auswärtssieg in Stuttgart war es kein Stürmer, der die Treffer erzielte, sondern mit Hrustic und Ndicka ein Mittelfeld- und ein Abwehrspieler. Das letzte Stürmertor von Eintracht Frankfurt gab es am 8. Januar, beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Rafael Borre war damals der Schütze.

Eintracht Frankfurt: Krösche kritisiert Spiel nach vorne

Markus Krösche spart nicht mit Kritik an der Offensive der eigenen Mannschaft. „Im Spiel nach vorne ist noch sehr viel Luft nach oben, da fehlt der letzte Punch. Wir treffen einfach nicht die richtigen Entscheidungen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die vergangenen Wochen“, sagte der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt zur Bild-Zeitung.

Im Kader von Eintracht Frankfurt sucht man vergebens nach einem echten Vollstrecker im Angriff. Rafael Borre arbeitet viel für die Mannschaft, ist aber kein klassischer Torjäger. Lindström und Hauge kommen eher über außen und haben auch nicht den Körper für einen Mittelstürmer. Gegen robuste Innenverteidiger tun sich die beiden Neuzugänge sichtlich schwer. Sam Lammers, der die Statur eines Mittelstürmers besitzt, kommt bei der SGE überhaupt nicht zurecht und saß zeitweise sogar nur auf der Tribüne.

Eintracht Frankfurt: Neuer Stürmer im Anflug?

Mit Goncalo Paciencia und Ragnar Ache hätte Eintracht Frankfurt zwei weitere robuste Angreifer im Kader, die den Job im Sturmzentrum ausfüllen könnten, doch beide sind regelmäßig verletzt und nicht einsatzfähig. Markus Krösche wird den Transfermarkt sondieren, um für den Sommer einen Angreifer verpflichten zu können, der die Nachfolge eines Sebastien Haller, Luka Jovic oder Andre Silva antreten kann. Ohne echten Mittelstürmer mit Torinstinkt wird es schwer, um die internationalen Plätze mitzuspielen.

Unterdessen unterliegt Eintracht Frankfurt am 24. Bundesliga-Spieltag dem FC Bayern München. Am Ende avanciert Leroy Sané zum Matchwinner. Die SGE plant offenbar den Verkauf von mehreren Leistungsträgern. Dafür sollen aber üppige Ablösesummen eingenommen werden. (smr)

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