Markus Krösche, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt.
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Markus Krösche, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt.

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Eintracht Frankfurt verliert Talent: Markus Krösche bestätigt Transfer im Winter

  • Antonio José Riether
    VonAntonio José Riether
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Erst im Sommer wechselte der spanische Teenager nach Frankfurt, nun scheint die Liaison frühzeitig zu enden. Allerdings könnte die Eintracht davon profitieren.

Frankfurt - Im vergangenen Mai verkündete Eintracht Frankfurt euphorisch den Transfer des spanischen Teenagers Fabio Blanco. Etwa sieben Monate später ist von der anfänglichen Euphorie jedoch nichts mehr übrig. Als eines der größten Talente seines Jahrgangs wechselte Blanco ablösefrei an den Main. Nun steht der 17-Jährige offenbar vor einem verfrühten Abschied, die Eintracht könnte allerdings noch Profit aus dem Missverständnis schlagen.

Kein Pfichtspieleinsatz, keine Kadernominierung – so liest sich Blancos ernüchternde Statistik in Frankfurt. Der Rechtsaußen lief seit seinem Wechsel im Sommer in lediglich acht Partien für die A-Junioren auf, verweigerte jedoch ab Ende November weitere Einsätze für das U19-Bundesligateam. „Fakt ist, dass er momentan nicht in der Fassung ist, der Mannschaft helfen zu können, deswegen ist er auch nicht im Profikader“, wurde Chefcoach Oliver Glasner hinsichtlich seines iberischen Sorgenkindes in der Bild zitiert.

Eintracht Frankfurt: Teenager Fabio Blanco verlässt den Verein wohl vorzeitig

Für Blanco war die öffentliche Kritik seines Trainers wohl keine Motivation, die Situation spitzte sich nun ersichtlich zu. Der Abschied des spanischen U19-Nationalspielers ist einem Kicker-Bericht zufolge nur noch Formsache. „Die Wahrscheinlichkeit, dass er uns verlässt, ist sehr hoch“, gab Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche gegenüber dem Blatt an. Blanco war die vergangenen Tage sogar vom Training freigestellt, um sich gemeinsam mit seinem Berater einen neuen Verein zu suchen.

Fabio Blanco (r.)

Auch Glasner äußerte sich gegenüber dem Kicker zur Personalie Blanco und erklärte seine Sicht der Dinge. „Wenn du als sehr junger Spieler zu einem Klub kommst, der international spielt, hast du wenig Trainingszeit. Dazu kommt ein neues Umfeld, eine neue Sprache“, fasst der Österreicher die äußeren Umstände zusammen. Blanco habe zudem „noch nie Erwachsenenfußball gespielt“ und verlor offensichtlich die Geduld.

Eintracht Frankfurt: Blanco-Abschied könnte sich für den Europa-League-Teilnehmer auszahlen

Zwar endet das Verhältnis zwischen Blanco und der Eintracht verfrüht und auf unschöne Weise. Dennoch könnte sich das halbjährige Intermezzo für den Bundesligisten – zumindest aus finanzieller Perspektive – auszahlen. Denn der FC Barcelona, der den gebürtigen Andalusier bereits in der Vergangenheit ins Auge gefasst hatte, soll nach wie vor interessiert sein.

Wie der Kicker berichtet, steht der Lockenkopf vor einem Wechsel nach Katalonien. Bei Barça wäre der Flügelspieler jedoch nur für die zweite Mannschaft vorgesehen, die derzeit in der dritten Liga spielt. Blanco unterzeichnete in Frankfurt einen bis 2023 gültigen Kontrakt, somit müsste Barcelona eine entsprechende Ablöse nach Frankfurt überweisen. Informationen des Kicker zufolge würde diese bei etwa 500.000 Euro liegen. Darüber hinaus kämen diverse Vereinbarungen in Millionenhöhe für den Fall, dass der Offensivmann doch noch den Durchbruch schafft oder weiterverkauft wird. (ajr)

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