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Filip Kostic von Eintracht Frankfurt.

SGE

Wende im Kostic-Poker: Bleibt er doch bei Eintracht Frankfurt?

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Die Planungen für die kommende Saison laufen. Durch den unsicheren Transfermarkt könnte Kostic plötzlich doch in Frankfurt bleiben.

  • Top-Vereine aus Europa mit Interesse an Filip Kostic
  • Coronavirus-Krise wirbelt Transfermarkt durcheinander
  • Eintracht Frankfurt mit guten Chancen auf Kostic-Verbleib
Frankfurt - Filip Kostic von Eintracht Frankfurt spielt eine überragende Saison und zeigt Partie für Partie seine Qualitäten. Der Serbe erzielte in 23 Bundesligaspielen vier Treffer und bereitete neun weitere Tore vor. Insgesamt hat er in allen Wettbewerben 28 Scorer-Punkte gesammelt - ein herausragender Wert, der seine Wichtigkeit für Eintracht Frankfurt zeigt. Top-Vereine aus ganz Europa haben den Außenbahnspieler in ihren Notizblöcken stehen und zeigen Interesse an einer Verpflichtung im Sommer. 

Eintracht Frankfurt: Transfermarkt wird durcheinandergewirbelt

Bei Eintracht Frankfurt waren die Zweifel groß, ob Kostic über den Sommer hinaus gehalten werden kann. „Ich glaube aber nicht, dass wir ihn halten können“, sagte Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing in einem Interview mit der „Bild“. Eintracht Frankfurt rechnet insgeheim mit einem Abgang, der 45 Mio. Euro in die Vereinskasse spülen könnte. Durch die Coronavirus-Krise ist es aber möglich, dass der Offensivspieler doch bei der SGE bleiben wird, denn der Transfermarkt wird kräftig durcheinandergewirbelt. 

Das Coronavirus hat die Sportwelt ins Chaos gestürzt. Viele Ligen wurden bereits abgebrochen und werden nicht nachgeholt. Die Fußballligen sind bislang unterbrochen, wann und ob die aktuellen Saisons fortgesetzt werden können, ist aber noch völlig unklar. Den Vereinen gehen dadurch im Etat eingeplante Fernsehgelder verloren, die für viele überlebenswichtig sind. Vor allem die kleineren, nicht mit massig Geld gesegneten Klubs sind betroffen, aber auch an den reichen Top-Vereinen geht die Krise nicht spurlos vorbei. 

Die neue Saison kann nicht optimal geplant werden, weil nicht bekannt ist, wann sie überhaupt starten kann. Nach den Prognosen verschiedener Virologen ist Fußball erst wieder 2021 möglich. „Ich gehe fest davon aus, dass es erst wieder im nächsten Jahr stattfinden kann in dem Umfang. Es ist nicht realistisch, dass die Saison zu Ende geführt werden kann. Wir sehen ja, wie die Situation ist in Europa und was uns noch bevorsteht“, sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit im „Sportclub“ des NDR-Fernsehens. 

Eintracht Frankfurt nicht auf Transfererlöse angewiesen

Das Geld wird in der nächsten Transferphase nicht mehr so locker sitzen wie es in der vergangenen Zeit war. Womöglich kann und will kein Verein die von Eintracht Frankfurt geforderte Ablöse zahlen. Die SGE wird ihren Top-Scorer aber nicht für wenig ziehen lassen, da sie ausreichend Reserven besitzt und nicht auf Transfererlöse angewiesen ist. Fredi Bobic äußerte sich auf der Homepage des Vereins über einen möglichen Kollaps des Transfersystems: „Es müssen sehr viele negative Dinge passieren, damit ein Transfersommer nicht mehr stattfindet. Es ist eben so, dass wir positiv und guter Dinge sind, dass wir wieder auf den Platz zurückkehren können und es ein halbwegs normaler Transfersommer wird. Wir sollten erst einmal schauen, was passiert, bevor man sich Horrorszenarien ausmalt.“

Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nicht abzusehen, wie es mit dem Profifußball weitergeht, ob die Transferphase verschoben wird und wie hoch die finanziellen Schäden bei den Vereinen sein werden. Sicher scheint bislang nur zu sein, dass es nach der Coronavirus-Krise erst einmal nicht mehr solch immense Ablösesummen geben wird, wie vor dem Ausbruch der Pandemie. Bis eine Entscheidung über die Zukunft von Filip Kostic getroffen wird, dauert ebenfalls noch eine ganze Weile.

Von Sascha Mehr

HFV-Präsident Stefan Reuß äußert sich zur aktuellen Situation rund um den Spielbetrieb ihn den Amateurklassen, den Verbandstag und die wirtschaftlichen Folgen, auch für den Hessischen Fußball-Verband selbst.

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