+
Simon Falette (rechts) erwischte gegen Mainz keinen guten Tag.

SGE

Eintracht Frankfurt: Die Einzelkritik zum Spiel gegen Mainz 05

Wie haben sich die Adler gegen Mainz geschlagen? Wir bewerten die Spieler in unserer Einzelkritik.

Einfach gut

Keiner

Mittelprächtig

Filip Kostic: Marschierte anfangs auf links, als habe es das Chelsea-Spiel nicht gegeben. Immer anspielbar, großes Pensum. Mit einem atemberaubenden Zweikampf gegen Brosinski, setzte sich da mit der ganzen Körperkraft durch, flankte auf Rebic, der völlig freistehend drüber schoss (18.). Die mit Abstand beste Chance. Am Ende ging auch ihm die Puste aus.

Ante Rebic: Hatte zu Beginn richtig Lust, Fußball zu spielen. Von Beginn an auf Betriebstemperatur, nahm es nicht selten mit zwei Mainzern auf, kam aufgrund seiner Dynamik oft genug durch. Aber halt auch nicht immer. Verhaspelte sich dann später vermehrt, ohne die klare Linie.

Martin Hinteregger: Ließ erst einmal wenig anbrennen, ruhig und umsichtig. Konnte aber die Gegentore nicht verhindern und auch nicht, dass die Mainzer mehr Platz hatten als geplant.

Makoto Hasebe: Wieder im Mittelfeld aufgeboten, war darum bemüht, das Spiel zu leiten. Das klappte phasenweise. Im Verbund mit Fernandes konnte auch er die Reihen nicht schließen, die Lücken vor der Abwehr waren zu groß. Er ist hinten wertvoller.

Kevin Trapp: Anfangs auf der Höhe des Geschehens, parierte einen Schuss von Latza (9.) souverän, Glanztat gegen Matetas Versuch aus kürzester Distanz, war aber Abseits (11.). Einmal im Glück, als Falette einen Kunde-Schuss abfälschte, die Kugel aber Zentimeter am Pfosten vorbei kullerte (21.). Beim zweiten Mainzer Gegentor sah er unglücklich aus, war aber schwerer zu halten, als es aussah.

Sebastien Haller:  Sollte für die Wende sorgen, kam nach dem Rückstand in die Partie. Konnte dem Spiel aber kaum mehr einen Impuls geben.

Jonathan de Guzman: Konnte das Spiel nach seiner Einwechslung nicht mehr prägen, immerhin mit zwei Torschüssen in der Endphase, einer war gar nicht so schlecht, den konnte Torwart Müller gerade parieren.

Schwächelnd

Simon Falette: Lange Zeit ganz ordentlich, da stand er seinen Mann. Mit zunehmender Spieldauer aber immer wilder und unpräziser in seinen Zuspielen. Wurde dann „geopfert“, als die Eintracht hinten lag.

Gelson Fernandes: Läuft wie ein Hase durchs Mittelfeld, mal hier hin und mal dort hin, aber alles recht unstrukturiert und ziellos. An Offensivaktionen so gut wie gar nicht beteiligt. Die Qualität seiner Pässe ist einfach nicht gut genug.

Mijat Gacinovic: Bienenfleißig, attackierte und störte die Mainzer permanent. Wurde auch manchmal belohnt, klaute einige Bälle. Der Makel: Verlor sie oftmals postwendend, wirkt ziemlich kopflos.

Luka Jovic: Hatte anfangs ein, zwei halbe Möglichkeiten, aber insgesamt war das zu wenig, auch mit zu wenig Power und Willen. Trabte oft nebenher.

David Abraham: Hielt die FSV-Akteure anfangs mit seiner Schnelligkeit in Schach, aber dann irgendwann nicht mehr. Nach 53 Minuten viel zu zögerlich und zaudernd gegen Mateta, der den Ball im Strafraum behaupten und hinüber zu Ujah heben konnte. Zudem: Über seine Seite stieß der Mainzer Verteidiger Martin immer wieder gefährlich nach vorne.

Lesen Sie auch:

Bittere Pleite gegen Mainz - Verspielt die Eintracht im Endspurt noch alles?

Durch das 0:2 gegen Mainz muss am letzten Spieltag viel passieren, um wieder europäisch zu spielen. Ein Remis gegen Mainz hätte schon gereicht.

Uli Stein: Eintracht Frankfurt ist Vorbild für diesen Traditionsclub

Ex-Keeper Uli Stein lobt die positive Entwicklung bei Eintracht Frankfurtund sieht die SGE als Vorbild für einen kriselten Traditionsclub.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare