Lagebesprechung: Schickt Eintracht-Coach Niko Kovac (Mitte) heute Haris Seferovic (rechts) in die Startformation?
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Lagebesprechung: Schickt Eintracht-Coach Niko Kovac (Mitte) heute Haris Seferovic (rechts) in die Startformation?

Eintracht Frankfurt

Eintracht gerät ins Rotieren

  • VonChristian Heimrich
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Die Frankfurter wollen ihre Chancen endlich besser nutzen. Vielleicht klappt es heute mit Rebic und Seferovic besser.

Das selbstbewusste Lächeln bleibt das Erkennungszeichen von Niko Kovac. Auch die Niederlage in letzter Minute am vergangenen Samstag bei schwachen Darmstädtern hat ihm seinen Grundoptimismus nicht nehmen können. Ein paar Tage lang sei aber auch ihm die Pleite noch im Kopf herumgeschwirrt, gibt der Trainer der Frankfurter Eintracht zu. Am Ende hat man sich bei der Ursachenforschung auf die schlechte Chancenverwertung geeinigt.

Und ohnehin dürfen die Akteure im schnelllebigen Geschäft Fußball-Bundesliga nicht zu lange zurückschauen – sonst verpasst man die Zukunft. Und die bringt für die Clubs eine „englische Woche“. Die Eintracht empfängt am heutigen Samstag (15.30) Bayer Leverkusen. Am Dienstag folgt der Auftritt in Ingolstadt, und am Samstag, 24. September, gastiert Hertha BSC in der Frankfurter Arena.

Viel Arbeit für das Team, Kovac denkt deshalb an Rotation: „Wir haben jetzt drei Spiele, die werden wir nicht in derselben Formation spielen“, kündigt der Frankfurter Trainer an.

Ging die Eintracht zu Wochenbeginn personell noch arg auf dem Zahnfleisch, hat sich die Lage mittlerweile entspannt. „Es haben alle mittrainiert“, freute sich Kovac gestern. Alle – das sind all jene, die nicht längerfristig durch Verletzungen und Reha (Marc Stendera, Slobodan Medojevic, Joel Gerezgiher, Guillermo Varela) oder Sperren (Michael Hector) ausfallen.

Auch Neuzugang Shani Tarashaj, der am Donnerstag erstmals mit seinen Kollegen trainiert hat, sei keine Option, so Kovac: „Es ist einfach noch zu früh.“ Die offensive Leihgabe vom FC Everton hat zwar die Saisonvorbereitung in England mitgemacht, lag zuletzt aber zehn Tage mit einer Angina flach.

Für den Angriff deuten sich dennoch Wechsel an. Ante Rebic, der unter großen Erwartungen nach Frankfurt gewechselte Flügelspieler, drängt nach auskuriertem Pfeifferschen Drüsenfieber auf die rechte Seite. Hier hatte sich Szabolcs Huszti als Notlösung wenig aufgedrängt.

In der Sturmspitze konkurriert Haris Seferovic mit dem bislang gesetzten Branimir Hrgota. Kovac sang gestern erneut ein Loblied auf den Schweizer, der nach der EM bei der Eintracht erst später wieder ins Training eingestiegen war: „Ich bleibe dabei: Haris ist ein Krieger, der immer sein letztes Hemd gibt. Ich bin mit ihm sehr zufrieden. Er wird uns helfen, vielleicht auch schon morgen“, sagte Kovac mit einem verräterischen Grinsen.

„Anderes Gesicht“

Dass der Trainer nach dem 0:1 in Darmstadt trotzdem guter Dinge ist, hängt vor allem aber mit dem heutigen Gegner zusammen. „Ich bin mir sicher, dass das Spiel ein ganz anderes Gesicht haben wird“, prophezeite Kovac und erinnerte an den Auftaktsieg gegen Schalke 04: „Eine Mannschaft, die mitspielen möchte, liegt uns mehr.“

Natürlich hat der Frankfurter Trainer die Partie seines Ex-Clubs Bayer Leverkusen gegen ZSKA Moskau in der Champions League (2:2) verfolgt. „Es ist eine Mannschaft, die sehr aggressiv und laufstark ist und permanent nach vorne spielt – die aber auch hinten etwas zulässt“, erkannte Kovac. Vorausgesetzt, die Eintracht nutzt ihre Chancen diesmal besser.

Eintracht: Hradecky – Chandler, Abraham, Vallejo, Oczipka – Hasebe, Mascarell – Rebic, Meier, Gacinovic – Seferovic.

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