+

Letztes öffentliches Training

Eintracht macht die Schotten dicht

  • VonPeppi Schmitt
    schließen

Aus Angst vor Werksspionage schottet sich die Frankfurter Eintracht vor dem Spiel am Samstag beim SC Freiburg komplett ab. Am Dienstag haben die ersten und letzten öffentlichen Trainingseinheiten stattgefunden.

Aus Angst vor „Werksspionage“ schottet sich die Frankfurter Eintracht vor dem Spiel am Samstag beim SC Freiburg komplett ab. Am Dienstag haben die ersten und letzten öffentlichen Trainingseinheiten stattgefunden. Das ist neu in Frankfurt. „Wir wollen beim Training nicht vom Gegner beobachtet werden“, sagt Trainer Niko Kovac, der im Breisgau eine außerordentlich komplizierte Aufgabe erwartet. „Das wird intensiv und schwer“, sagt der Eintracht-Coach, „Freiburg ist eine balltechnisch sehr gute Mannschaft und hat ja auch schon zwei Heimspiele gewonnen“. Das war gegen Mönchengladbach und den HSV. Doch Kovac ist zuversichtlich, „dass wir Lösungen finden werden“.

Für die Eintracht wären Punkte aus Freiburg mit Blick auf die kommenden Aufgaben wichtig. Geht es doch nach der Länderspielpause gegen die Bayern, bevor in Hamburg und Mönchengladbach zwei schwere Auswärtsspiele folgen. Und dazwischen liegt noch das Pokalheimspiel gegen Ingolstadt. Da erwartet nicht nur Vorstand Axel Hellmann einen „harten Oktober“.

Zusätzlich wird die Eintracht belastet durch die Strafen, die das DFB-Sportgericht wegen der Vorfälle in Magdeburg ausgesprochen hat. Die Zuschauerausschlüsse seien „natürlich sportlich nicht gut“, sagte Kovac, der ein ähnliches Szenario schon als kroatischer Nationaltrainer erlebt hat. Gegen Italien mussten die Kroaten in der Qualifikation für die EM 2016 vor leeren Rängen antreten.

Personell kann der Fußball-Lehrer dem dritten Auswärtsspiel gelassen entgegensehen. Zwar haben am Dienstag mit David Abraham und Taleb Tawatha zwei Spieler nicht auf dem Platz gestanden, doch mit beiden kann Kovac fürs Wochenende planen. Abraham, der sich beim Heimspiel gegen Hertha BSC eine Innenbanddehnung im Knie zugezogen hat, konnte schon Lauftraining absolvieren. „Das wird schon klappen“, sagte der Argentinier mit Blick auf Samstag frohgemut, „mir geht es schon viel besser“. Der Trainer ist da noch ein wenig vorsichtiger. „David ist auf dem Weg der Besserung“, sagte er, „aber Laufen und Spielen ist noch ein Unterschied.“ Ein Risiko werde er nicht eingehen, machte Kovac klar, „denn durch die nachfolgende Länderspielpause hätten wir zwei weitere Wochen, um die Verletzung auszukurieren“.

Neuzugang Tawatha hat seit Wochenanfang Magen-Darm-Probleme, die aber bis zum Samstag auch ausgestanden sein sollten. Der Kader gibt aber durchaus Alternativen für Freiburg her.

(pes)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare