+
Szabolcs Huszti verstärkt die Eintracht seit gut einem Jahr, im Sommer läuft sein Vertrag aus. Der FAZ sagte der Mittelfeldspieler, dass er solange weiterspiele wolle, bis man ihn nicht mehr brauche. Die Eintracht hat die Möglichkeit, den Vertrag ein weiteres Jahr, also bis Ende Juni 2018, zu verlängern. Ein wahrscheinliches Szenario.

Eintracht Frankfurt

Eintracht-Profi Huszti auf dem Weg nach China

  • schließen

Seit Anfang des Jahres fehlt Szabolcs Huszti beim Training. Begründung: Eine Achillessehnenentzündung, die sich auch in dieser Woche nicht wirklich gebessert hat. Jedenfalls stand Huszti seit Wochen nicht mehr mit den Kollegen auf dem Trainingsplatz, auch am Mittwoch hat er individuell im Kraftraum gearbeitet. Und er wird auch nicht mehr zurückkehren. Huszti liebäugelt mit der Rückkehr zum chinesischen Klub Changchun Yatei, von dem er vor gut einem Jahr zur Eintracht gekommen war.

Seit Anfang des Jahres fehlt Szabolcs Huszti beim Training. Begründung: Eine Achillessehnenentzündung, die sich auch in dieser Woche nicht wirklich gebessert hat. Jedenfalls stand Huszti seit Wochen nicht mehr mit den Kollegen auf dem Trainingsplatz, auch am Mittwoch hat er individuell im Kraftraum gearbeitet. Und er wird auch nicht mehr zurückkehren. Huszti liebäugelt mit der Rückkehr zum chinesischen Klub Changchun Yatei, von dem er vor gut einem Jahr zur Eintracht gekommen war.

Ihm liegt ein finanziell sensationelles Angebot vor, das ein Spieler in seinem Alter eigentlich nicht ausschlagen kann. Angeblich kann er in China das dreifache netto verdienen, was er derzeit von der Eintracht brutto erhält.

Entsprechend setzte sich der 33-Jährige am Mittwochabend in den Flieger, um den Vertrag zu unterschreiben. Allerdings war zuvor noch eine Hürde zu überwinden: Der Mittelfeldspieler muss den Medizincheck in China bestehen, ansonsten wird er demnächst wieder nach Frankfurt zurückkehren, wo sein Vertrag mit der Eintracht zumindest noch bis zum Saisonende läuft und sich bei einer gewissen Anzahl von Einsätzen automatisch verlängern würde.

Im Gegensatz zu dem Profi hält sich der finanzielle Gewinn für die Eintracht bei diesem Transfer in engen Grenzen. Vor einem Jahr überwies der Bundesligist etwa 250 000 Euro nach China, nun würde höchstens eine halbe Million Euro zurück fließen.

Bei der Eintracht wurden im „Fall Huszti“ am Mittwoch die Schotten dicht gemacht, weil eine Rückkehr Husztis an den Main eben noch nicht zu einhundert Prozent auszuschließen ist. Aus der Pressestelle hieß es deshalb lediglich, „dass wir keine Stellungnahme abgeben, weil es nichts Konkretes gibt.“ Auch Trainer Niko Kovac wollte vom Verlust des Mittelfeldspielers offiziell noch nichts wissen. „Das sind alles Spekulationen“, sagte er am Mittwochmittag, „für mich stellt sich diese Frage nicht.“ Doch fast zeitgleich verabschiedete sich wenige Meter entfernt Huszti vom einen oder anderen Kollegen.

Kovac wird den Rest der Rückrunde also ohne den Ungarn planen müssen. Der war in fünfzehn von siebzehn Spielen der Vorrunde dabei und zählte damit zu den absoluten Stammkräften. Allerdings wirkte Huszti, je näher es dem Winter zuging, häufig etwas müde, so, als ob ihm das harte Training unter Kovac auf Dauer zusetzte. Auch die Achillessehnenprobleme könnten mit der hohen Belastung einher gehen. In China wird bei weitem nicht so hart trainiert, da könnte er wieder aufblühen.

Ein sportliches Risiko bleibt der Eintracht trotzdem, denn defensive Mittelfeldspieler sind im Kader dünn gesät. Aktuell steht für zwei „Sechserpositionen“ nur Omar Mascarell zur Verfügung, da sich Makoto Hasebe inzwischen als „Libero“ etabliert hat. Da die Transferliste für Deutschland seit Montagabend geschlossen ist – in China ist sie noch einen Monat offen – können die Frankfurter auch keinen Ersatz mehr verpflichten.

Den Trainer stört auch das andauernde Fehlen von Marco Fabián. Dessen Verletzung ist äußerst hartnäckig und hat sich nach einem Besuch beim Berliner Physiotherapeuten Thomas Sennewald nicht wirklich verbessert. Fabián steht nach wie vor wegen Problemen am Rücken und der Hüfte nicht zur Verfügung. Nun soll eine Untersuchung in München beim Arzt der Nationalmannschaft, Hans-Wilhelm Müller-Wohlfarth, neue Erkenntnisse bringen. Gegen Darmstadt und auch bei den beiden Auswärtsspielen nächste Woche in Hannover (Pokal) und Leverkusen ist Fabián kein Thema.

Fürs Spiel am Sonntag gegen Darmstadt 98 aber hat der Frankfurter Trainer dennoch keine Personalprobleme. Zu den Siegern von Schalke werden mit Lukas Hradecky, Ante Rebic und Danny Blum drei weitere Profis hinzustoßen. Die Vorbereitung aufs Derby ist seit Mittwoch in vollem Gange. Mitten drin war zum ersten Mal auch Neuzugang Marius Wolf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare