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19.10.2018, Hessen, Frankfurt/Main: Fußball Bundesliga, 8. Spieltag: Eintracht Frankfurt - Fortuna Düsseldorf in der Commerzbank-Arena. Die Frankfurter Mijat Gacinovic (l-r), Luka Jovic und Filip Kostic jubeln nach dem Tor zum 5:0. Foto: Arne Dedert/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

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Eintracht schreibt Geschichte: So hoch gewann sie seit 37 Jahren nicht

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Wer hätte gedacht, dass noch in diesem Jahr das nächste Stück Frankfurter Fußball-Geschichte geschrieben wird? Der aktuelle Beitrag mag ein wenig kleiner ausfallen als der fast schon epochale DFB-Pokalcoup

Wer hätte gedacht, dass noch in diesem Jahr das nächste Stück Frankfurter Fußball-Geschichte geschrieben wird? Der aktuelle Beitrag mag ein wenig kleiner ausfallen als der fast schon epochale DFB-Pokalcoup gegen vermeintlich unbezwingbare Bayern, der erste Titel nach 30 Jahren. Dieser schon vor dem Abpfiff legendäre Frankfurter Freitagabend aber könnte im Erinnerungswert jenem Samstag im Berliner Mai fast gleichkommen: Wer dabei war, wird jedenfalls weder das eine noch das andere Spiel so schnell vergessen. Das Märchen mit den Münchner Alptraum-Brüdern Boateng und Rebic und den anderen Helden mit dem Adler auf der Brust, und den Abend, an dem Luka Jovic fünf Tore schoss und die Eintracht so hoch gewann wie seit 37 Jahren nicht.

So schnell kann es gehen. Vor gut einem Monat noch schienen sich die Unkenrufe zu bestätigen, die der Eintracht nach dem berauschenden Pokalsiegersommer eine ganz schwere Saison vorhersagten, ohne Erfolgstrainer Kovac und viele seiner Leistungsträger. Sieben Pflichtspiele mit fünf Siegen später, zuletzt vier in Serie, stellt sich die Lage ganz anders dar. Gewiss hätte man in Hoffenheim angesichts der großen Gelegenheiten des Gegners nicht unbedingt gewinnen müssen, und gewiss waren Hannover und nun auch Düsseldorf Teams, die nicht lange in der Bundesliga bleiben, wenn sie so weiterspielen wie bei ihren Besuchen in Frankfurt. Die Eintracht hat es indes verstanden, diese Gelegenheiten zu nutzen: fürs Punktekonto, weiteren Gewinn an Selbstvertrauen und zunehmend auch für Eigenwerbung.

Stück für Stück und – Stand jetzt – doch auch erstaunlich schnell hat Kovacs Nachfolger Adi Hütter eine Mannschaft geformt, die sich zu behaupten und mehr und mehr auch zu begeistern weiß. Die neben der aus den Wochen zuvor schon bekannten Wucht gegen Düsseldorf auch noch Spielwitz und Kombinationsgabe einzubringen wusste. Die mit Jovic und Haller über herausragende Angreifer verfügt, selbst wenn ihr eigentlicher Stürmerstar Rebic gar nicht dabei ist. Und die trotz dieser Qualitätsoffensive vor allem als Einheit besticht.

Noch ist das alles nicht viel mehr eine Momentaufnahme, nach acht Spieltagen in der Bundesliga und zwei in der Europa League. Aber eine schönere und verheißungsvollere als im August gedacht, mit einem sagenhaften Freitag als besonderen Hingucker. Wie schnell es auf und nieder gehen kann, erlebt Eintrachts Ex Kovac gerade in München, das eine oder andere Tal wird auch sie noch durchschreiten müssen. Das Düsseldorfer Gipfelerlebnis mit Jovic und Co. aber bleibt im Gedächtnis der Adlerträger, was immer in dieser Saison noch kommen mag.

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