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Eintracht Frankfurt

Eintracht-Spitze im Bundestag

  • VonDieter Weirich
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Eintracht herrschte gestern im Deutschen Bundestag. Das lag nicht nur an der parlamentarischen Sitzungspause, sondern auch am Besuch der Führungsspitze des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt im Hohen Haus vor dem Spiel gegen Hertha BSC. Aufsichtsrat und Vorstand unter der Regie von Wolfgang Steubing und Heribert Bruchhagen nutzten die Partie, um der Herzkammer der deutschen Demokratie einen Besuch abzustatten.

Während Bruchhagen im Mannschaftshotel das Team für das wichtige Spiel mit dem Tabellendritten im Abstiegskampf des Fußball-Oberhauses motivierte, machte Michael Hack aus dem Büro des Fanclub-Vorsitzenden Omid Nouripour eine Führung durch den Bundestag. Auch ließ er wissen, dass die Anhängerschar der Eintracht von Abgeordneten und Mitarbeitern auf inzwischen über 60 angewachsen ist. Der Fanclub des Frankfurter Traditionsvereins umfasst nicht nur alle Frankfurter Abgeordneten und Ex-Bundesminister Franz Josef Jung, auch Mandatsträger aus anderen Bundesländern fühlen sich der Eintracht verbunden. Ein Beispiel dafür ist der „grüne Hoffnungsträger“ Konstantin  von Notz, der in Frankfurt aufgewachsen ist. Was parlamentarische Fanclubs angeht, war die Eintracht mit dem im März 2012 gegründeten „bundesadler“ der Pionier. Damals ging es bei den Anhängern der Frankfurter In Parlament und Regierung darum, den Zweitligisten im  Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga zu unterstützen. Dem Frankfurter Beispiel folgten die Fans von vier weiteren  Vereinen. Bei den Unterstützern vom Berliner Platzhirsch Hertha BSC haben sich 45 Politiker aus der Hauptstadt versammelt.

Natürlich hat auch die „politische Fangemeinde“ des  FC Bayern München – darunter CSU-Verkehrsminister Dobrindt – nicht geschlafen. Prominenter Geburtshelfer  bei der Gründung der „Berliner Fraktion“ war der Ex-Internationale Paul Breitner.  Ein hessischer Abgeordneter, Michael Brand aus Fulda drückt seit Kindstagen dem 1.FC Köln die Daumen. Deshalb ist er auch Vorsitzender des Parlaments-Clubs  „Koalition Rut-Wiess“ ,bei dem natürlich auch Wolfgang Bosbach, Beirat der Geißbock-Elf, mit von der Partie ist. Einzigartig ist die Eintracht also nur noch in Brüssel. Hier hat sich beim Europaparlament im vergangenen  Jahr ein Fanclub für die Frankfurter aus Abgeordneten und Mitarbeitern gebildet. Hebamme spielte dabei der Schwalbacher CDU-Europa-Abgeordnete Thomas Mann.

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