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Späte Glücksgefühle: Sébastien Haller (von rechts nach links) feiert mit den Kollegen Abraham und Allan den späten Frankfurter Ausgleich.

Eintracht Frankfurt

Eintracht will Erfolgsserie ausbauen und oben dran bleiben

Nach einem giftigen und spritzigen Training machte sich der Tross von Eintracht Frankfurt voller Zuversicht mit dem ICE auf die Dienstreise zum Bundesliga-Gastspiel beim VfB Stuttgart. "Mit diesem Elan muss die Mannschaft auftreten", forderte Eintracht-Trainer Adi Hütter vor dem 93. Duell mit den Schwaben an diesem Freitag.

Nach einem giftigen und spritzigen Training machte sich der Tross von Eintracht Frankfurt voller Zuversicht mit dem ICE auf die Dienstreise zum Bundesliga-Gastspiel beim VfB Stuttgart. "Mit diesem Elan muss die Mannschaft auftreten", forderte Eintracht-Trainer Adi Hütter vor dem 93. Duell mit den Schwaben an diesem Freitag.

Zum Auftakt des zehnten Spieltages will der DFB-Pokalsieger seine Erfolgsserie von sechs Pflichtspielen ohne Niederlage fortsetzen und den Anschluss an die Spitzengruppe halten. Dafür muss aber eine deutliche Steigerung gegenüber dem glücklichen 1:1 beim 1. FC Nürnberg am vergangenen Sonntag her. "Wir müssen wieder viel aktiver nach vorne spielen", sagte Hütter am Donnerstag. "In Nürnberg waren wir nicht gut."

Der 48 Jahre alte Fußball-Lehrer gewährte seinen zuletzt müden Schützlingen daher unter der Woche einen freien Tag zur Regeneration. "Das sind Erfahrungswerte, wo man sich auch trauen muss als Trainer. Wir sind so viel unterwegs, dass es manchmal besser ist, wenn man sich mal 24 Stunden nicht sieht und die Jungs einen Tag mit der Familie genießen können", begründete Hütter die Maßnahme.

Die Mannschaft dankte es ihm danach mit einer konzentrierten und ehrgeizigen Trainingsarbeit, weshalb Hütter der Partie in Stuttgart zuversichtlich entgegensieht. "Ob es eine gute Idee war, wird sich aber erst am Freitag zeigen", sagte der Österreicher.

Personell hat er keine Sorgen. "Wir sind in voller Besetzung", verkündete Hütter. Lediglich die Langzeitverletzten Timothy Chandler, Carlos Salcedo und Gonçalo Paciência sowie Mittelfeldmann Lucas Torró fehlen.

Wer von den drei Topstürmern Ante Rebic, Luka Jovic und Sébastien Haller - der Franzose soll beim englischen Premier-League-Club Newcastle United auf dem Wunschzettel stehen - auf der Bank bleiben muss, behielt Hütter für sich. "Ich habe mehrere Optionen. Am Ende des Tages ist es wichtig, dass sie funktionieren, harmonieren und treffen", sagte er.

Gesetzt ist dagegen Filip Kostic, der von 2014 bis 2016 für die Stuttgarter gegen den Ball trat. Der 26 Jahre alte Serbe spielt auf der linken Außenbahn bisher eine ganz starke Saison. "Vielleicht ist es eine Extra-Motivation, wenn man im alten Stadion spielt", sagte Hütter. "Ich brauche ihn aber nicht zusätzlich motivieren. Ich wünsche mir nur, dass er an seine Leistungen der vergangenen Wochen anknüpft. Das war einfach top."

Obwohl der VfB mit fünf Punkten gemeinsam mit Fortuna Düsseldorf auf dem letzten Tabellenplatz steht, rechnet Hütter am Freitag mit einer schweren Aufgabe: "Ich erwarte ein sehr heißes Spiel, denn Stuttgart will seine Negativserie beenden." In den ersten beiden Spielen unter dem neuen Trainer Markus Weinzierl hatten die Schwaben zwei 0:4-Pleiten gegen Borussia Dortmund und bei der TSG 1899 Hoffenheim kassiert.

Dennoch sieht Hütter beim Gegner viel mehr Potenzial, als es der Blick auf die Tabelle erwarten ließe. "Die Mannschaft besitzt viel Qualität. Sie spielt sehr kompakt, ist aggressiv und versucht, schnell umzuschalten", beschrieb der Eintracht-Trainer die Stärken der Stuttgarter. Die Statistik spricht übrigens gegen die Hessen, die von bisher 46 Gastspielen nur zehn gewinnen konnten. Der vorerst letzte Auswärtssieg gelang vor drei Jahren - damals gab es ein 4:1. (dpa)

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