Eintracht Frankfurt

Eintracht will oben bleiben: "Spieler können sich ein Denkmal setzen"

Nach zwei Wochen Länderspielpause geht es für die Eintracht in der Bundesliga mit einem schweren Spiel in Bremen weiter. Der Trainer lobt den Gegner und warnt vor dem Restprogramm - aber will die Europacup-Plätze auch nicht mehr verlassen.

Ein Auswärtsspiel bei Werder Bremen führt jedem in Frankfurt noch einmal jedem vor Augen, wie erfolgreich sich die Eintracht in den vergangenen zwei Jahren entwickelt hat. Noch im Mai 2016 reiste der Verein nach Bremen, um den Abstieg zu verhindern. Nach einer 0:1-Niederlage am letzten Spieltag musste man damals in die Relegation. An diesem Sonntag (15.30 Uhr/Sky) fährt Eintracht Frankfurt nach Bremen, um einen Champions-League-Platz zu verteidigen.

«Wir sind, wo wir sind, und wir möchten gerne dort bleiben», sagte Trainer Niko Kovac am Karfreitag. «Die Spieler wissen, dass sie eine einmalige Chance haben. Sie können sich hier ein Denkmal setzen. Ob EL oder CL, das müssen wir sehen. Aber ich bleibe dabei: Das geht nur durch harte Arbeit und nicht durch Reden.»

Gerade auswärts haben die Frankfurter in den verbleibenden sieben Saisonwochen noch ein äußerst schweres Restprogramm zu bestreiten. Sie müssen noch in Leverkusen, München und am letzten Spieltag beim direkten Konkurrenten FC Schalke 04 antreten.

Werder Bremen gehört zwar tabellarisch noch nicht in diese Kategorie von Gegnern. Aber viele Beobachter trauen dem Verein zu, in naher Zukunft ähnlich durchzustarten, wie die Eintracht das gerade tut. Seit der neuer Trainer Florian Kohfeldt die Mannschaft im November vor dem Hinspiel in Frankfurt (1:2) übernommen hat, holte sie in 17 Spielen 28 Punkte. Das ist die Bilanz eines Europa-League-Kandidaten.

«Er macht einen richtig klasse Job», sagte Kovac über seinen Kollegen Kohfeldt. «Er hat die Mannschaft auf links umgedreht. Er hat es geschafft, dass Werder Bremen wieder den Fußball spielt, der diesen Verein groß gemacht hat: sehr attraktiv, sehr dynamisch, sehr erfolgsorientiert. Das wird ein sehr schweres Spiel für uns, ein Spiel auf Augenhöhe.»

Die Eintracht muss in diesem Spiel nur auf zwei Spieler verzichten: Verteidiger Carlos Salcedo wurde am Freitag nach seinem Schlüsselbeinbruch zum zweiten Mal in nur neun Monaten an der Schulter operiert. «Es wurden bei ihm zwei Metallplatten eingesetzt. Das ist ärgerlich und schade für ihn. Ich hoffe trotzdem, dass er noch rechtzeitig fit wird bis zur WM», sagte Kovac.

Auch Mittelfeldspieler Omar Mascarell ist weiterhin nicht einsatzfähig. Immerhin wurde mittlerweile der Grund für seine starken Schmerzen ermittelt: eine Fissur im Mittelfuß. «Es geht ihm besser, aber noch nicht gut», erklärte Kovac. «Er trainiert aber immerhin wieder auf dem Ergometer.»

Die Frankfurter hoffen weiterhin, ihren spanischen Mittelfeldspieler in dieser Saison noch einmal einsetzen und dann auch über den Sommer hinaus behalten zu können. Denn der Champions-League-Sieger Real Madrid besitzt das vertraglich fixierte Recht, den 25-Jährigen in diesem Jahr für vier Millionen Euro zurückkaufen zu können. «Er ist ein Spieler, den wir gerne halten möchten», sagte Kovac. «Das weiß Real Madrid, das weiß auch sein Berater. Aber wir können noch nichts sagen, weil wir noch kein Feedback von Real Madrid bekommen haben. Ich habe aber das Gefühl, dass er gerne bei uns bleiben möchte.»

Eine Europa-League- oder gar Champions-League-Teilnahme wäre für Mascarell ein weiteres gewichtiges Argument, in Frankfurt zu bleiben. Trainer Niko Kovac bestätigte jedenfalls, wie sehr der sportliche Erfolg der vergangenen zwei Jahre das Ansehen des Vereins bei Spielern und deren Agenten gesteigert habe. «Eintracht ist en Vogue», sagte Kovac. «Wir bekommen im Moment Namen angeboten, die wir vorher nur aus dem Fernsehen oder vom Papier her kannten. Es klopfen bei uns Leute an, die uns vor zwei Jahren noch umgangen haben.»

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