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Europa League-Rückspiel: Eintracht Frankfurt ist heiß auf Donezk

Eintracht Frankfurt will nach dem fünften Remis in Serie beim 1:1 gegen Mönchengladbach endlich wieder einen Sieg. Am besten gleich am Donnerstag im Europa-League-Rückspiel gegen Schachtjor Donezk.

Frankfurt - Adi Hütter kann Unentschieden im Fußball nichts abgewinnen. Und erst recht nicht, wenn sie sich häufen wie derzeit bei Eintracht Frankfurt. "Wir treten ein bisschen auf der Stelle und werden uns anstrengen, wieder zu gewinnen", sagte der Eintracht-Trainer nach dem 1:1 im Bundesligaspiel am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach und bezeichnete seine Gefühlslage als "nicht happy, aber auch nicht ganz unglücklich". Inklusive des Zwischenrunden-Hinspiels in der Europa League bei Schachtjor Donezk (2:2) war es bereits das fünfte Remis in Serie für die in diesem Jahr weiter ungeschlagenen Hessen.

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Eintracht Frankfurt will gegen Donezk die nächste Runde erreichen

Im Rückspiel gegen den ukrainischen Meister am Donnerstag (18.55 Uhr) soll nun ein Sieg her. "Jeder von uns ist extrem heiß darauf, in die nächste Runde zu kommen. Die Hütte wird brennen. Es ist für jede Mannschaft schwer, hier zu bestehen", sagte Danny da Costa. Der Außenbahnspieler hatte Frankfurt kurz vor der Pause in Führung gebracht, das Ausgleichstor für Gladbach schoss Denis Zakaria (82.).

"So oft wie in dieser Saison habe ich noch nie getroffen, nicht mal in der Jugend", erzählte der 24 Jahre alte da Costa nach seinem zweiten Bundesligator in dieser Spielzeit. In der Europa League war dem Verteidiger beim 4:1 gegen Lazio Rom zudem noch ein Doppelpack gelungen. Zuversichtlich, dass Frankfurt die Remis-Serie beenden und ins Europacup-Achtelfinale einziehen kann, ist auch sein neuer Teamkollege Martin Hinteregger: "Wir haben eine gute Chance, weiterzukommen."

Allerdings wird der DFB-Pokalsieger wohl ohne die Mittelfeldakteure Sebastian Rode (Wadenverletzung), der schon gegen die Borussia fehlte, und Gelson Fernandes auskommen müssen. Der Schweizer musste wegen muskulärer Probleme vorzeitig in die Kabine. "Wie lange er ausfallen wird, können wir noch nicht sagen. Auch bei Rode habe ich meine Zweifel, ob es bis Donnerstag reicht", sagte Hütter. Er will sich nun für das zentrale Mittelfeld etwas einfallen lassen.

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"Natürlich möchten wir die nächsten Spiele gewinnen, und müssen wir auch wieder", befand Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Die Remis-Serie wollte er aber nicht zu negativ bewerten: "Bei diesem Programm ist das nicht schlecht. Wir hatten Top-Gegner. Es ist eng in unserer Tabellenregion. Aber wir sind stabil, das haben wir bewiesen."

Eintracht Frankfurt: Es wird eng im Kampf um die internationalen Plätze

Nichtsdestotrotz ist die Eintracht im Kampf um eine erneute Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb in Bedrängnis geraten. Mit 34 Punkten fielen die Hessen am 22. Spieltag vom fünften auf den siebten Tabellenrang zurück. Leverkusen (36) und Wolfsburg (35) zogen mit Siegen vorbei, Hoffenheim (33) rückte als Achter bis auf einen Zähler heran.

Um viel größere Zahlen geht es beim Thema Luca Jovic. Der mit 14 Treffern erfolgreichste Bundesliga Torschütze aus Serbien soll von großen europäischen Clubs wie dem FC Barcelona umworben sein, aber die Eintracht will ihn über das Saisonende hinaus halten. "Eins ist klar, wir ziehen die Option und werden alles daran setzen, dass er bei uns bleibt", sagte Bobic dem Pay-TV-Sender Sky. "Die ganze Diskussion jetzt im Februar verwundert mich etwas."

Ob Frankfurt das Sturm-Juwel tatsächlich halten kann, dürfte auch von der Höhe der Offerten abhängen. Immerhin wird über eine Ablöse für den 21-jährigen serbischen Nationalspieler im Bereich zwischen 45 und 70 Millionen Euro spekuliert. Bis jetzt habe es aber noch keine Kontaktaufnahme von irgendeinem Verein gegeben. Bobic: "Ich müsste eigentlich wissen, wenn irgendwas vorliegen würde."

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