Ehemaliger Eintracht Stürmer

Ex-Eintracht-Stürmer: Luka Jovic zweifelt an sich selbst

  • schließen

Man kann nicht behaupten, dass es für den ehemaligen Eintracht-Stürmer Luka Jovic bei Real Madrid gut läuft. Der Serbe zeigt sich selbstkritisch.

  • Luka Jovic wechselte im Sommer von Eintracht Frankfurt zu Real Madrid
  • Es läuft nicht gut für den Serben
  • Jovic gibt sich selbstkritisch

Frankfurt/Madrid – Es war der Königstransfer von Eintracht Frankfurt im vergangenen Sommer. Luka Jovic, Torschütze vom Dienst bei den Hessen (25 Treffer in 54 Bundesliga-Spielen), wechselte vom Main zu Real Madrid. Kolportierte Transfersumme: Mehr als 70 Millionen Euro, die Eintracht Frankfurt zusammen mit dem Abgang von Sturmpartner Sebastien Haller, der zu West Ham in die Premier League ging, eine volle Kasse brachten. 

Mit viel Vorschusslorbeeren war Jovic zu den Königlichen gegangen, hatte sich bei der Präsentation des Vereins selbstbewusst gezeigt, tausende Fans der Madrilenen waren gekommen, um Jovic im Estadio Santiago Bernabéu zu begrüssen.

Ex-Stürmer von Eintracht Frankfurt Luka Jovic: der „glücklichste Junge der Welt“

„Danke, dass du dich für dieses Wappen und dieses Trikot entschieden hast. Du wolltest diesem Mythos angehören und hast es geschafft. Du bist einer der besten Stürmer der Welt. Wir wissen, dass einige andere Top-Vereine dich verpflichten wollten. Du hast trotz deines jungen Alters schon viele Titel gewonnen und eine starke Saison absolviert. Wir wünschen dir ganz viel Erfolg“, sagte Real-Präsident Florentino Pérez damals bei der Vorstellung in Madrid. Und Jovic antwortete brav: "Ich bin der glücklichste Junge der Welt, da ich bei einem solch großen Verein unterschrieben habe. Ich bin sehr hoffnungsvoll und bin davon überzeugt, dass ich die beste Entscheidung getroffen habe. Ich werde Real Madrid dabei helfen, noch erfolgreicher zu sein". 

Ein Trugschluss, denn es lief nach Eintracht Frankfurt einfach nicht für Luka Jovic. Bisher konnte das Sturm-Talent seine Leistung nicht abrufen. Luka Jovic gelang erst ein Treffer für Real Madrid, und sein Nationaltrainer Ljubisa Tumbakovic kritisierte Jovic heftig, warf ihm mangelnde Einstellung vor. „Es gibt nur eine Wahrheit. Luka Jovics einziges Problem ist Luka Jovic“, hatteTumbakovic der serbischen Zeitung Blic gesagt. In der Nationalelf soll sich Jovic offenbar nicht sehr professionell verhalten haben. „Ich kümmere mich um jeden Spieler der Nationalmannschaft und habe keinem einzigen Spieler den Rücken gekehrt. Ein Spieler, der sich vom Team entfernt hat, ist Luka Jovic“, kritisierte sein Nationaltrainer.

Ex-Eintracht-Frankfurt-Stürmer Luka Jovic: Rückendeckung von Zinedine Zidane

Madrids Coach Zinedine Zidane hat seinem Stürmer noch im Januar verteidigt. „Ihm gehört die Zukunft", sagte war Zidane von Jovic überzeugt. „Man muss Geduld mit ihm haben. Er ist ein Kind, das viel lernen will. Er ist sehr gut und wird viele Tore schießen. Wir setzen auf ihn und müssen geduldig sein“.

Viel gebracht hat es nicht. Vier Einsätze hat Jovic in „La Liga“ in der Rückrunde bislang gehabt, keiner ging über die volle Spielzeit, immerhin ist aber eine Torvorlage im Spiel gegen den FC Sevilla dabei herausgesprungen. Trotzdem keine Bilanz, die Jovic zufrieden stellen kann.

Die Kritik, besonders in den spanischen Medien, reißt nicht ab. Die Sportzeitung "AS" nannte Jovic ein "Mysterium", "Marca" schrieb vom "ineffektivsten Madrid-Angreifer der letzten Jahre". 

Ex-Stürmer von Eintracht Frankfurt Luka Jovic: Ich bin nicht zufrieden

Luka Jovic selbst hat sich nun gegenüber dem serbischen Online-Portal „Sport Afternoon“ geäußert. Und er gab sich dabei überaus selbstkritisch. „Ich bin nicht zufrieden mit der Saison", so Jovic zu „Sport Afternoon“. „Manchmal sehe ich auf Youtube Videos von mir aus dem letzten Jahr und ich frage mich: was ist mit mir los?“. Und weiter: „Aber wir alle wissen, dass Real Madrid ein großer Klub ist. Der Druck ist hoch und der Anfang ist schwer – vor allem für einen 21-Jährigen, für den man so viel Geld ausgegeben hat. Ich habe bis jetzt gekämpft, aber ohne Erfolg. Es herrscht eine negative Stimmung, wenn die Menschen über meine Form sprechen. Aber ich bin mir sicher, dass ich noch beweisen kann, warum ich hier bin." Jovic jedenfalls will nicht aufgeben: „Ich hoffe, das alles ändert sich noch“.

Zu gönnen wäre es Luka Jovic. Und ein wenig Zeit bleibt ihm ja noch. Sein Vertrag bei Real Madrid läuft bis zum Sommer 2025. Ob die Verantwortlichen bei den Königlichen dem Serben so viel Zeit zugestehen, steht auf einem anderen Blatt.

Rubriklistenbild: © Óscar J.Barroso/Europa Press/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare