Ex-Eintracht-Kapitän Spycher: „Ein überragender Trainer“

Christoph Spycher trug die Nachricht mit einem tapferen Lächeln. „Emotional habe ich immer gehofft, dass wir ihn halten können. Aber rational habe ich immer gewusst, dass es schwierig wird,

Christoph Spycher trug die Nachricht mit einem tapferen Lächeln. „Emotional habe ich immer gehofft, dass wir ihn halten können. Aber rational habe ich immer gewusst, dass es schwierig wird, wenn so ein Traditionsverein kommt“, kommentierte der Sportdirektor von Young Boys Bern den Wechsel seines Trainers Adi Hütter zu Eintracht Frankfurt – ausgerechnet zu dem Verein, für den er selbst fünf Jahre als Linksverteidiger spielte und dessen Kapitän er am Ende auch war. „Das macht es für mich nicht unbedingt schöner. Es zeigt aber, dass dort eine gute Arbeit gemacht wird. Und Adi Hütter ist eine gute Wahl für Frankfurt“, meinte Spycher dazu.

Dabei gibt es zwischen Hütter und seinem Frankfurter Vorgänger Niko Kovac ein paar Parallelen. So hat auch der frühere österreichische Nationalspieler seine Laufbahn als Trainer bei den Junioren von RB Salzburg begonnen – wo Kovac dann sein Nachfolger wurde. Nach den Erfahrungen im Jugendbereich hat Hütter den SCR Altach und den SV Grödig betreut. In der Saison 2015/16 wurde er bei RB Salzburg Nachfolger von Roger Schmidt, der damals ein Kandidat bei der Eintracht auf die Nachfolge von Thomas Schaaf war, sich dann aber kurzfristig für Bayer Leverkusen entschieden hatte. Hütter gewann mit den Salzburgern auf Anhieb das Double, hat sich danach aber verabschiedet, weil die Österreicher ihre besten Spieler abgegeben haben. „Ich sehe mich nicht als Ausbildungstrainer“, sagte er. Mehr als drei Jahre hat Hütter nie bei einem Verein gearbeitet. In Bern wurde er zweimal Vizemeister, bevor nun der große Wurf gelungen ist. „Wir haben einen überragenden Trainer“, hat Spycher vor ein paar Wochen über Hütter gesagt. Nun muss er diese Lücke füllen. mka/pes

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