Heribert Bruchhagen

Bosse optimistisch

Frankfurt und Freiburg auf Europa-Prüfstand

Freiburg - Frankfurt und der SC Freiburg können ihre internationalen Auftritte unterschiedlich genießen. Während die Hessen in der Bundesliga mittlerweile im Soll sind, dümpeln die noch sieglosen Breisgauer auf einem Abstiegsplatz.

Heribert Bruchhagen ist ein Freund klarer Worte. Und so hat der Vorstandsboss von Eintracht Frankfurt die Hessen vor dem zweiten Auftritt in der Europa-League-Gruppenphase an diesem Donnerstag (21.05 Uhr/Kabel 1 und Sky live) unmissverständlich in die Pflicht genommen. „Für den Sechsten der Fußball-Bundesliga muss es der Anspruch sein, dort zu bestehen“, fordert Bruchhagen mindestens einen Punkt beim zyprischen Meister Apoel Nikosia.

Solche forschen Töne kann sich sein Freiburger Kollege Fritz Keller derzeit nicht leisten. Nach der 0:5-Klatsche bei Borussia Dortmund dümpeln die in der Bundesliga immer noch sieglosen Breisgauer auf dem vorletzten Tabellenplatz herum. Kellers Hoffnung für die Dienstreise zum zweimaligen UEFA-Pokal-Sieger FC Sevilla lautet daher: „Der Aufschwung wird auf jeden Fall kommen. Ob am Donnerstag oder Sonntag wird man sehen.“

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Ein Traum in weiß-blau: Fans des TSV 1860 bei der Eröffnung der Münchner Allianz-Arena. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Auch die Bayern Fans zeigen Flagge: Sie tauchten einen Tag später die Arena in Rot und Weiß. © ap
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Deutschland-Fans tauchen die Kurve des Wiener Ernst-Happel-Stadions beim EM-Finale 2008 in Weiß und Schwarz. © dpa
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Ein deutscher Anhänger hat sich im Schweizer Fan-Block verirrt. © dpa
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Sechzger-Fans im Grünwalder Stadion in Giesing. © sampics
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Deutsche Fans zeigen ihrem Team bei der Europameisterschaft, wo es hingehen soll: zum Finale nach Wien. © dpa
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Kroatische Fußball-Anhänger bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr. © wikipedia kawu
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Die Anhänger von 1860 sind für ihren Einfallsreichtum bei Fan-Choreographien bekannt. © sampics
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Noch acht Spiele im alten Tivoli-Stadion. Dann ziehen die Aachener-Kicker um. © dpa
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Deutsche Fans vor der Begegnung gegen Tschechien im Herbst 2007 in der Münchner WM-Arena. © Florian Weiß
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Kämpfen und Siegen lautet die Devise der Augsburger Zuschauer. © dpa
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Gigantische Blockfahne, erstellt in Eigenregie: Die Löwen-Fans entrollen vor dem Spiel gegen Kaiserslautern im April 2009 eine 50x20 m großes Transparent. © sampics
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Der FC Bayern und die Meisterschale - ein vertrautes Bild. © dpa
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"Der Betze brennt": Fans des 1.FC Kaiserslautern im Fritz-Walter-Stadion. © dpa
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Die Fans wollen einheitliche Anstoßzeiten in der Bundesliga. Und zwar samstags, um 15.30 Uhr. © dpa
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Für jeden Fan ein Fähnchen: Gleich spielen die deutschen Adlerträger. © dpa
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Löwen-Fans machen sich vor dem Derby gegen Nürnberg im Dezember 2008 für eine Rückkehr ins Grünwalder Stadion stark. © sampics
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BVB-Anhänger schwören ihrer geliebten Dortmunder Borussia ewige Treue. © dpa
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Tooor - so steht es auf den Plakaten der Dynamo Dresden Fans geschrieben. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Für immer und ewig: Bochumer Supporter im Ruhrstadion. © dpa
Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Der offizielle Fan-Club der deutschen Nationalmannschaft hat ein eigenes Groß-Transparent. © dpa
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Bayern-Fans sagen: Servus Mehmet Scholl. © dpa
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Ein überdimensionales Trikot der französischen "Equipe Tricolore", ausgebreitet auf den Rängen des Stade de France in Paris-St.Denis. © dpa
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Champions League 2006/2007: Eine Choreographie soll den Spielern des FC Bayern den Weg ins Finale nach Athen weisen. © dpa
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WM 2006: Finale oh oh, Finale oh oh oh oh!!! © dpa
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Freiburger Zuschauer setzten sich für den Verbleib von Volker Finke an der Dreisam ein. Geholfen hat es nichts: Der Coach musste trotzdem gehen. © dpa
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Die Bayern-Südkurve feiert die 20. Deutsche Meisterschaft. © dpa
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Bei der WM 2002 schreien fanatische Anhänger von Südkorea ihr Team bis ins Halbfinale. © dpa
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Eine Choreographie fast ganz ohne Fans: die Tribüne in der HSH Nordbank Arena in Hamburg. © dpa
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Bayern-Fans bedanken sich bei ihrem Kaiser Franz Beckenbauer. © dpa
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Russische Anhänger bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr. © dpa
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Sind bekannt für ihre stimmgewaltigen Gesänge: die Fans von Mainz 05. © dpa
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Ein Bild aus alten Tagen: Bayern-Anhänger präsentieren in der Südkurve des Olympia-Stadions ein Trikot mit der Nummer 12. © dpa
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"Nur gemeinsam sind wir stark" - Freiburger Anhänger demonstrieren Einheit. © dpa
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Russische Fans vor einem Spiel bei der Europameisterschaft in Innsbruck. Über allen thront auf der Anzeigentafel der Trainer des Teams, Guus Hiddink © dpa
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Schalker Legenden sterben nie: Die Fans lassen Ernst Kuzorra hochleben. © dpa
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1. FC Union Berlin © dpa
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St-Pauli-Fans im legendären Stadion am Millerntor in Hamburg. © dpa
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Gehören zu den treuesten Anhänger der Fußball Bundesliga: die Fans vom 1. FC Köln. © wikipedia Sebastian Ritter
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Im spanischen Block feiern begeisterte Zuschauer den Gewinn der Europameisterschaft. © dpa
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Schalke-Anhänger schwören ihrem Verein Treue bis zum Tod. © dpa
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Eintracht-Fans in der Commerzbank Arena in Frankfurt. © wikipedia Dirk Ingo Franke
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Ein aufwändige Choreographie im Karlsruher Wildparkstadion. © wikipedia firestar
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Sechs Spanierinnen, sechs Buchstaben: E-S-P-A-N-A! © dpa
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Bayern-Fans feiern 2001 auf dem Münchner Marienplatz den Sieg in der Champions League. © Kurzendörfer
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Die Fans von den Young Boys Bern sorgen in der Schweiz für mächtig Stimmung. © wikipedia amstutzmarco
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Schalke 04 - die Macht im Revier! © dpa
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Bayern-Anhänger in der Allianz Arena. © Westermann
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Die Fankurve im Bernabeu-Stadion vor dem Stadtderby Real gegen Atletico Madrid. © wikipedia elemaki
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Forca! Portugisische Fans präsentieren ihre Schals. © wikipedia Fritz Duras
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Köln-Fans im Rhein-Energie-Stadion. © wikipedia Sebastian Ritter
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Ein überdimensionales Kunstwerk: die Choreographie im Magdeburger Stadion. © wikipedia Sven Gebhard
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Bayern-Fans beim Derby gegen 1860 im Oktober 2001. © Bodmer

Angesichts der prekären Lage können die Freiburger den Auftritt in der „Prinzessin der Städte“, wie die Sevillanos ihre Heimat nennen, am Donnerstag (19.00 Uhr/Sky live) wohl nicht so recht genießen. Zumal das Team von Trainer Christian Streich nach dem verschenkten Auftaktsieg beim 2:2 gegen Slovan Liberec bereits unter Druck steht. „Wir wollen einen Punkt holen. Im Idealfall natürlich drei, aber dazu gehört auch Glück“, meint Keller.

Der Saison-Fehlstart hat ihn nach dem Abgang zahlreicher Leistungsträger im Sommer nicht überrascht. „Wir wussten, was auf uns zukommt“, sagt Keller. „Wir lassen uns nicht aus der Bahn werfen, das ist unsere Stärke. Wir sind sehr zuversichtlich.“ Das gilt auch für die Partie in Sevilla: „Wir müssen cool bleiben und gut stehen“, fordert der Vereinschef. Dann klappt es vielleicht mit dem ersten Europacup-Erfolg seit 4354 Tagen. Im November 2001 siegte die Elf des damaligen SC-Trainers Volker Finke mit 4:1 beim FC St. Gallen.

Der letzte Sieg der Eintracht im europäischen Wettbewerb liegt gerade einmal zwei Wochen zurück. Im ersten Gruppenspiel wurde Girondins Bordeaux mit 3:0 vom Platz gefegt. An diese Leistung wollen die Hessen im sommerlichen Nikosia anknüpfen. Zumal nach dem schwierigen Saisonstart mit drei Niederlagen in den ersten vier Bundesligaspielen mittlerweile Ruhe beim Tabellen-13. eingekehrt ist. „Wir sind im Augenblick sehr zufrieden und können Europa genießen. Wir waren sieben Jahre lang über Bord, daher ist jedes Spiel auf der internationalen Bühne ein Highlight für uns alle“, betont Bruchhagen.

Allerdings warnt der 65-Jährige davor, sich zu sehr auf den Europapokal zu fokussieren. „Wir müssen in der Bundesliga auf der Hut sein. Das ist ein ständiger Behauptungskampf“, erklärt der Eintracht-Boss. Und der geht schon am Sonntag weiter: Dann müssen die Frankfurter in Freiburg ran.

dpa

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