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Frankfurts Filip Kostic (l) und Nürnbergs Robert Bauer kämpfen um den Ball.

SGE

Eintracht Frankfurt: Die Einzelkritik zum Spiel gegen den 1. FC Nürnberg

Wie haben sich die Adler gegen den 1. FC Nürnberg geschlagen? Wir bewerten die Spieler in unserer Einzelkritik.

Einfach gut

Luka Jovic: Verkappter Spielmacher, hält die Kugel und verteilt sie, lässt sich mal fallen, mit großer Klasse und Übersicht. Seine Ballbehauptung und sein Pass vor dem 1:0 waren eine Augenweide. Spielt mittlerweile gut mit, klasse.

Filip Kostic: 13 Flanken allein im ersten Abschnitt, eine ganze Menge. Ungeheuerliches Pensum. Kein Wunder, dass er auch die Führung vorbereitete. In prächtiger Form. Am Ende verletzt ausgetauscht.

Martin Hinteregger: Quasi fehlerlos, kluge, scharfe Flachpässe aus der Abwehr. Und dann tauchte er auf einmal auch noch vorne auf und drückte den Ball über die Linie (31.). Absoluter Schlüsselspieler.

Makoto Hasebe: Nix Neues vom alten Hase: Überragendes Stellungsspiel, die Ruhe selbst, ohne Fehl und Tadel. Und das mit gebrochener Nase.

Kevin Trapp: Möglichkeiten, sich auszuzeichnen, hatte er erst später, da drehte er dann einen verdeckten Schuss von Behrens um den Pfosten (83.) und rettete so den Sieg. Ganz starke Parade. Strahlt große Ruhe aus, das färbt auf die Vorderleute ab.

Mittelprächtig

Sebastian Rode: Bemerkenswert, dass er dieses Programm wegsteckt, unermüdlich antreibend, immer auf Ballhöhe. Ab und an aber etwas überhastet und unpräzise in seinen Abspielen.

Alamy Touré:  Anfangs mit ein paar Abstimmungsproblemen mit da Costa, da kamen die Nürnberger ein-, zweimal durch. Steigerte sich aber schnell, fußballerisch ist er für einen Verteidiger auf einem beeindruckend hohen Niveau.

Gelson Fernandes: Fleißiges Lieschen im Mittelfeld, bekommt immer noch mal eine Fußspitze an die Kugel, fegt dazwischen und räumt auf.

Ante Rebic: Umjubeltes Comeback des Publikumslieblings. Das Knie scheint zu halten, von der Verletzung war kaum was zu spüren. Mit guten Ansätzen, verhaspelte sich dann aber mitunter. Wird noch ein paar Tage dauern, ehe er wieder ganz der Alte ist. Reist jetzt erst mal zur kroatischen Nationalmannschaft.

Sebastien Haller: Kam rein, positionierte sich und hätte um ein Haar mit seinem ersten Ballkontakt getroffen, doch sein Schuss wurde abgeblockt (64.).

Danny da Costa: Der Dauerbrenner kommt nicht mehr so häufig durch, im ersten Abschnitt etwa lief die Partie fast komplett über die andere Seite. Nicht mehr so auffällig, aber immer noch besser als die meisten anderen auf dieser Position. Kann jetzt in der Länderspielpause mal wieder den Akku aufladen.

Mijat Gacinovic: Umtriebig, wuselig, überall zu finden. Das kennt man von ihm, genauso wie seine überhasteten Aktionen in der Offensive. Ein bisschen mehr Ruhe und Sicherheit, Einklang und Balance wären wichtig für sein Spiel. Und: Sollte endlich mal mit seiner Theatralik nach vermeintlichen Fouls aufhören. Das nervt und passt auch nicht zu dieser Mannschaft.

Goncalo Paciencia: Fand schwer ins Spiel, war auch vor dem Tor nicht mit Fortuna im Bunde: Mal säbelte er über den Ball (13.), dann hielt FCN-Keeper Mathenia seinen raffinierten Schuss mit der Pike, dann scheiterte er per Kopf am Aluminium. Kommt vor.

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Luka Jovic ist derzeit in aller Munde. Mit seinen starken Leistungen für Eintracht Frankfurt hat er sich in die Notizbücher europäischer Topvereine gespielt. Nun hofft der Serbe auch in der Nationalmannschaft auf den Durchbruch.

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