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Hat vorübergehend das Sagen: Christian Peintinger, Co-Trainer von Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt

SGE

Er hat jetzt das Sagen: Eintracht Frankfurts Co-Trainer Peintinger übernimmt alle offiziellen Termine

Auch wenn’s der UEFA vermutlich nicht gefiel: Eintracht-Trainer Adi Hütter, der für das heutige Spiel in der Europa League in Mailand gesperrt wurde, boykottierte die Pressekonferenz und wird auch sonst nicht in Erscheinung treten.

Mailand - Im gewaltigen San Siro zu Mailand hatte der Frankfurter Assistenztrainer Christian Peintinger gestern Abend seinen ersten großen offiziellen Auftritt vor einer stattlichen Pressemeute. Ein bisschen aufgeregt war er schon, der Mann, den sie Peinti nennen, „ich würde lügen, wenn ich das Gegenteil behaupten würde“. Heute (21 Uhr/live bei RTL und Dazn) wird der Österreicher die Eintracht-Mannschaft im Achtelfinalrückspiel der Europa League gegen Inter Mailand betreuen, er tritt vom Schatten ins Licht. „Ich freue mich darauf, es wird etwas Besonderes.“

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Eintracht Frankfurt: Adi Hütter wird in Mailand gar nicht in Erscheinung treten

Adi Hütter indes, der Chefcoach, wird in Italien gar nicht in Erscheinung treten, er ist ja vom ungnädigen Fußballverband UEFA für das heutige Highlight gesperrt worden, weil er im Hinspiel vor acht Tagen ein bisschen zu fest gegen eine Plastikflasche getreten hatte und daraufhin vom ebenso ungnädigen Schiedsrichter William Collum auf die Tribüne geschickt wurde. Als Konsequenz aus dieser Sanktion hat der Fußballlehrer gemeinsam mit dem Verein beschlossen, alle offiziellen Termine seinem Assistenten zu überlassen, also auch die Pressekonferenz nach dem Spiel sowie alle TV-Interviews. Das nächste Mal wird Adi Hütter erst wieder am Freitag in Frankfurt vor der Begegnung gegen Nürnberg sprechen.

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Der Boykott Hütters soll zum einen die beiden Co-Trainer, eben Peintinger und Armin Reutershahn, stärken und als Zeichen an die Mannschaft wirken. Es ist aber auch ein klares Statement in Richtung der UEFA, die es gerne gesehen hätte, wenn der Chefcoach seine medialen Verpflichtungen wahrgenommen hätte. Es ist, wenn man so will, ein kleiner Frankfurter Revanche-Akt. Konsequent ist es allemal.

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Die Frage bleibt, ob die Sperre des Trainers Auswirkungen auf die Mannschaft haben wird. Torwart Kevin Trapp glaubt nicht daran: „Es wird nicht viel ändern, wir wissen, was wir zu tun haben und um was es geht. Wir haben da keine Bedenken.“ Klar ist, dass es ab 90 Minuten vor dem Anpfiff bis nach Spielschluss „definitiv keine Kommunikation“ (Peintinger) zwischen Hütter und seinen Kollegen geben wird, also auch nicht über Umwege. „Adi hat uns das volle Vertrauen ausgesprochen“, bekundete Peintinger.

Eintracht Frankfurt: Rebic kann nicht spielen

Klar ist genauso, dass Ante Rebic nicht spielen kann, er ist nicht mit nach Mailand geflogen. Die Knieproblematik sei zwar besser geworden, aber wann der Stürmer wieder wird mittun können, wisse er, Peintinger, nicht. Bei Kapitän David Abraham gibt es noch ein wenig Hoffnung, dass er spielen kann.

Für Keeper Trapp ist die Partie das Spiel des Jahres, „es ist wie Champions League“, und Trapp gibt nach dem 0:0 im Hinspiel die Marschrichtung vor: „Auf Unentschieden spielen, wäre fatal. Wir sind in Form, haben Power und Tempo. Wir haben eine Riesenchance, und wenn du eine Chance bekommst, musst du sie nutzen.“ Und doch ist für ihn klar: „Wenn wir es schaffen wollen, werden wir leiden müssen.“ Ohne Adi, aber mit Peinti.

VON INGO DURSTEWITZ

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