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Eintracht Frankfurt

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Frankfurt verpasst zum Jahresabschluss Coup gegen Bayern

Eintracht Frankfurt liefert im letzten Spiel des Jahres eine engagierte Vorstellung ab, muss aber die Überlegenheit von Branchenprimus Bayern München anerkennen.

Eintracht Frankfurt hat zum Abschluss eines großartigen Jahres den erhofften Coup gegen Rekordmeister Bayern München verpasst. Der Pokalsieger unterlag im Topspiel des 17. Spieltages am Samstagabend mit 0:3 (0:1), überwintert mit 27 Punkten aber dennoch in der erweiterten Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga. Franck Ribéry mit seinem Doppelpack in der 35. und 79. Minute und Rafinha (89.) bescherten den Bayern den fünften Ligasieg in Serie, durch den die Bayern erstmals seit dem 9. Spieltag wieder auf Platz zwei der Tabelle hinter Herbstmeister Borussia Dortmund sprangen.

Für Bayern-Trainer Niko Kovac gab es bei seiner Rückkehr in die alte Heimat somit doch noch ein versöhnliches Jahresende. Der Rückstand auf den BVB beträgt für Serienmeister Bayern nach 17 Spielen sechs Punkte. Trotz des starken Schlussspurts ist es für die Münchner aber die schwächste Liga-Hinrunde seit der Saison 2010/2011.

In seinem ohnehin schon von einigen Ausfällen geplagten Ensemble musste Kovac kurzfristig auch noch zwei fest eingeplante Nationalspieler ersetzen: Mats Hummels verletzte sich beim Aufwärmen, Leon Goretzka fiel mit einer Adduktorenverhärtung aus. "Jeder fährt ein bisschen auf der Felge. Der Tank ist leer", sagte Kovac vor dem letzten Spiel eines besonders für ihn turbulenten Jahres 2018.

Doch von leeren Tanks war zunächst überhaupt nichts zu spüren. Beide Teams legten rasant los, vor allem der Pokalsieger. Die Frankfurter störten die Gäste energisch und früh im Spielaufbau, über das dynamische Flügelduo Danny da Costa und Filip Kostic ging es schnell und direkt in die Spitze. Da Costa selbst scheiterte mit der ersten Großchance an Manuel Neuer (8.), wenige Sekunden später wurde Stürmer Sebastien Haller erst im letzten Augenblick gestört.

Die Bayern brauchten ein paar Minuten, übernahmen dann aber immer mehr die Kontrolle. David Alaba (13.) versuchte es aus 30 Metern mit einem Freistoß, scheiterte aber am stark reagierenden Kevin Trapp. Die Torhüter-Leihgabe von Paris Saint-Germain entschärfte direkt im Anschluss mit einem großartigen Reflex auch eine Doppelchance von Javi Martínez und Thomas Müller. Gut vier Monate nach dem 5:0-Triumph der Bayern im Supercup trafen zwar die gleichen Teams aufeinander, es war aber ein ganz anderes Spiel.

Mit enormem Aufwand und großer Laufbereitschaft drängte die Eintracht weiter auf das erste Tor, immer wieder wurde auch Torhüter Neuer im Strafraum angelaufen. Das nutzten die Bayern gnadenlos und konterten mit höchster Effektivität. Nach einem langen Diagonalball ging es über Müller und Robert Lewandowski auf Routinier Ribéry, der in der Mitte unbedrängt vollenden konnte. Es war die erste Bayern-Chance, die nicht durch eine Standardsituation zustande kam. Kurz vor der Halbzeit hätte Müller sogar noch erhöhen können, traf aber per Kopf aus kürzester Distanz die Latte (44.).

Nach der Pause kontrollierten die Münchner das Spiel und ließen den Gegner laufen. Vor allem Lewandowski agierte in seinen Szenen jedoch nachlässig und verpasste es so, mit dem zweiten Tor vorzeitig eine Entscheidung herbeizuführen. In der Schlussphase machten erneut Ribéry und Rafinha dann aber alles klar.

Von Patrick Reichardt und Eric Dobias, dpa

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