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Eintracht-Leihspieler enttäuschen - Wird Hauge zum teuren Missverständnis?

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Von: Sascha Mehr

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Ali Akman ist an Göztepe ausgeliehen.
Ali Akman ist an Göztepe ausgeliehen. © IMAGO/Seskimphoto

Eintracht Frankfurt in mehrere Spieler an andere Vereine verliehen. Wir geben einen Überblick, wie sich die Leihspieler schlagen.

Frankfurt - Bei Eintracht Frankfurt gab es im vergangenen Sommer reichlich Bewegung im Kader. Zahlreiche Profis haben den Verein verlassen, darunter auch Leistungsträger wie Filip Kostic (Juventus Turin) und Martin Hinteregger (Karriereende). Sportvorstand Markus Krösche konnte aber mehrere Neuzugänge an Land ziehen, die die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner deutlich verstärken, unter anderem Mario Götze (PSV Eindhoven) und Randal Kolo Muani (FC Nantes). Ein Quartett, das die SGE verlassen hat, ist per Leihe bei anderen Vereinen. Wir geben einen Überblick, wie es für die Leihspieler läuft.

Eintracht Frankfurt: Hauge meist nur Einwechselspieler

Jens Petter Hauge (KAA Gent): Der Offensivspieler war in der vergangenen Saison vom AC Mailand ausgeliehen und im Sommer griff die vertraglich festgelegte Kaufpflicht. Hauge wechselte für zehn Millionen Euro fest zur SGE, konnte sich aber auch in der Vorbereitung auf die Spielzeit 2022/23 nicht empfehlen. Der Norweger ging für ein Jahr auf Leihbasis zum belgischen Klub KAA Gent, um Spielpraxis zu erhalten. Er kommt in der belgischen Liga bislang auf elf Einsätze, allerdings stand er nie in der Startelf. In der Conference League durfte er dreimal von Beginn an ran. Hauge muss sich deutlich steigern, um im kommenden Jahr eine Rolle bei Eintracht Frankfurt zu spielen.

Ragnar Ache (Greuther Fürth): Die Konkurrenz im Sturm von Eintracht Frankfurt war groß, deshalb wurde der ehemalige U21-Nationalspieler für ein Jahr bei der SpVgg. Greuther Fürth geparkt. In der 2. Bundesliga sollte sich Ache Spielpraxis holen und weiterentwickeln. Der 24-Jährige absolvierte alle 17 Ligaspiele und stand in 13 Partien in der Startelf. Seine Ausbeute von zwei Toren und zwei Vorlagen ist aber ausbaufähig. Ache fällt nicht groß auf im Team der Franken, bei einer Rückkehr zur SGE dürfte es der Stürmer schwer haben, eine Rolle zu spielen.

Eintracht Frankfurt: Akman ohne Stammplatz bei neuem Klub

Ali Akman (Göztepe): Der junge Angreifer kam von Bursaspor und wurde direkt weiterverliehen zu NEC Nijmegen in die Niederlande. Dort machte er auf sich aufmerksam und konnte einige Treffer erzielen. Nach seiner Rückkehr im Sommer zur Eintracht Frankfurt entschied man sich zu einer erneuten Leihe. Dieses Mal ging es zu Göztepe in die Türkei. In der 2. türkischen Liga stand Akman in neun von 14 Spielen auf dem Platz, konnte aber weder einen Treffer erzielen noch vorbereiten. Göztepe besitzt eine Kaufoption für den Offensivspieler. Eine Zukunft bei Eintracht Frankfurt scheint er nicht zu haben.

Antonio Foti (Hannover 96): Der 19-Jährige gilt als großes Talent, doch im Kader von Eintracht Frankfurt hätte er nicht die Einsätze bekommen, die er benötigt, um sich weiterentwickeln zu können. Plan der SGE war es, ihm mit einer Leihe Spielpraxis zu verschaffen in einer unteren Liga. Zweitligist Hannover 96 schnappte zu und holte Foti nach Niedersachsen. Nach der Hinrunde ist die Bilanz aber ernüchternd: Fünf von 17 möglichen Spielen in der 2. Bundesliga, einmal in der Startelf, ein erzieltes Tor und eine Vorlage. Antonio Foti ist bis Sommer 2024 an Hannover ausgeliehen und hat dementsprechend noch Zeit, sich dort durchzusetzen und für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Unterdessen wird Junior Awusi Boddien auch in den nächsten Jahren für Eintracht Frankfurt auflaufen. In der B-Junioren Bundesliga wusste der 16-Jährige zu überzeugen. (smr)

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